mini|hochkant=1.3|Ein Gebhardt JC843 beim Silverstone Classic 2009 Günther Gebhardt (* 23. Juli 1953 in Heilbronn) ist ein ehemaliger deutscher Autorennfahrer, Rennwagenkonstrukteur und Rennstallbesitzer.

Karriere

Die Fahrerkarriere von Günther Gebhardt begann Ende der 1970er-Jahre in der Formel V. 1978 wurde er Vierter in der Formel Super V EuropaFormel Super V Europa 1978 und 1979 hinter John Nielsen Zweiter.Formel Super V Europa 1979 1980 und 1981 fuhr er parallel Formel V und in der Formel 3. Hinter Nielsen und Arie Luyendyk wurde er 1980 Dritter im VW Castrol Europa PokalVW Castrol Europa Pokal 1980 und Siebter in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft.Deutsche Formel-3-Meisterschaft 1980

Mit dem eigenen Rennteam Gebhardt Motorsport, über das bereits die Einsätze in der Formel V und in der Formel 3 abgewickelt wurden, stieg Gebhardt 1982 in die Formel-2-Europameisterschaft ein. Er ging mit einem March 812 an den Start, mit dem im Jahr davor Thierry Boutsen hinter Geoff Lees im Ralt RH6 Meisterschaftszweiter wurde. Gebhardt bestritt mit dem March fünf Rennen, konnte sich aber bei keinem Rennstart in den Punkterängen platzieren.

Nach der erfolglosen Formel-2-Zeit wandte sich Gebhardt 1983 dem Sportwagensport zu. Aus dem Rennteam wurde ein Rennwagenkonstrukteur. Günther Gebhardt war intensiv in die Konstruktionsarbeit eingebunden, sein Bruder Fritz kümmerte sich um das Management.Interview mit Fritz Gebhardt 1999 Gefertigt und eingesetzt wurden Einzelstücke für die Gruppe-C-Junior bzw. die Gruppe C2 der Gruppe C. Nach dem Reglement der Gruppe C wurde zwischen 1982 und 1992 die Sportwagen-Weltmeisterschaft ausgetragen. Den ersten Einsatz mit einem Eigenbau hatte er beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 1984. Den Gebhardt JC843 fuhren Frank Jelinski, Mario Ketterer und Gebhardt. Nach einigen technischen Problemen erreichte das Trio den 23. Rang im Gesamtklassement und den dritten Platz in C2-Wertung.1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 1984 Neben Starts in der Sportwagen-Weltmeisterschaft bestritt Günther Gebhardt ab 1986 auch Rennen der Interserie. Ende der 1980er-Jahre fand er in dem italienischen Unternehmer und Rennfahrer Giampiero Moretti einen Finanzier für sein Rennteam. Gemeinsam mit Moretti und Nick Adams ging er 1990 auf einem Porsche 962 C beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans am Start. Nach einem Getriebeschaden fiel das Team vorzeitig aus.

Gebhardts größter Erfolg als Fahrer war der zweite Rang beim Interserie-Rennen von Hockenheim 1987.Interserie Hockenheim 1987 Bis zum Ablauf der Rennsaison 1995 war er als Fahrer aktiv, das Rennteam und der Rennwagenbau existierten bis 2001.

Galerie von Gebhardt-Gruppe-C-Rennwagen

Statistik Le-Mans-Ergebnisse Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1990 MOMO Gebhardt Racing Porsche 962C Giampiero Moretti Nick Adams Ausfall Getriebeschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 1984 Gebhardt Motorsport Gebhardt JC843 23 11 1985 Gebhardt MotorsportSachs-Sporting Gebhardt JC842Gebhardt JC843 13 DNF 1987 Günther Gebhardt Gebhardt JC873 DNF 1988 Gebhardt Motorsport Gebhardt JC873 DNF

Weblinks

Günther Gebhardt bei der Driver Database Günther Gebhardt bei Racing Sports Cars

Einzelnachweise

Kategorie:Rennfahrer (Deutschland) Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Kategorie:Sportwagen-WM-Rennfahrer Kategorie:Rennfahrer der Formel-2-Europameisterschaft Kategorie:Formel-Super-V-Rennfahrer Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1953 Kategorie:Mann