Harald Leonhardt (* 20. Juni 1924; † 21. Juni 2012)Traueranzeige in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 27. Juni 2012 war ein deutscher Architekt.
Leben Leonhard schloss sein Architektur-Studium mit dem akademischen Grad eines Dipl.-Ing. ab. Er arbeitete in Hannover mit den Architekten Edgar Schirmer und Siegfried Meyer im gemeinsamen Büro Leonhardt Schirmer MeyerGünther M. Adams, Hannelore Kress-Adams: Lichträume. Integrale Lichtlösungen von Kress & Adams. Birkhäuser, Basel u. a. 2003, S. 208., auch Architekten LSMMartin Wörner, Ulrich Hägele, Sabine Kirchhof: Architekturführer Hannover. Dietrich Reimer, Berlin 2009, S. 86,227, 245., im Gebäude Hohenzollernstraße 26 zusammen. Später wurden die Architekten Reinhard Beiermann und Henning Meyer in die Bürogemeinschaft aufgenommen, die zuletzt allein unter Reinhard Beiermann & Henning Meyer Architekten LSM firmierten.Reinhard Beiermann & Henning Meyer „Architekten LSM“. Firmenwissen. Harald Leonhardt war Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA).
1960 gewann er zusammen mit Arno J. L. Bayer den Wettbewerb zum Neubau einer Stadthalle mit integriertem Theatersaal in DelmenhorstDer Baumeister, 57. Jahrgang 1960, S. 517. (), der Entwurf wurde aber nicht ausgeführt.Jörg Rüter: Stadthallen in der Bundesrepublik Deutschland und Westberlin. Eine gesellschaftliche Architekturleistung der Nachkriegszeit. (Dissertation, Universität zu Köln 1994) P. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1996, S. 86. ()
1983 erhielt er zusammen mit seinen Büropartnern Schirmer und Meyer eine Lobende Erwähnung beim Architekturpreis Beton.Lobende Erwähnung 83: Urwaldhaus im Zoo Hannover (Harald Leonhardt, Edgar Schirmer, Siegfried Meyer, Hannover), Architekturpreis Beton.
Als Mitglied des Vereins zur Förderung der Baukunst e. V., einer Initiative zur Erhaltung der niedersächsischen Bau- und Kulturdenkmale des Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves und seines ehemaligen Kollegen Dieter Oesterlen, engagierte er sich in der Arbeitsgruppe Landtag.Impressum. In: Kulturdenkmal Niedersächsischer Landtag. Verein zur Förderung der Baukunst e. V., Juli 2012, S. 12. (pdf)Stefanie Kaune: , Hannoversche Allgemeine Zeitung, 5. Dezember 2010. Gegen den Abriss des Plenarsaales des Niedersächsischen Landtags in Hannover protestierte er 2010 zusammen mit Architektenkollegen in einem Offenen Brief, Februar 2010, docomo.de und auf einer Demonstration.
Leonhardt war Mitglied im Lions Club HannoverVerstorbene Mitglieder. Lions, Dezember 2012, S. 64. (pdf)Wolfgang Neubelt: Harald Leonhardt, Rudolf Göhmann und Hermann Bahlsen – Lions Club Hannover. Lions, Dezember 2014, S. 79. (pdf) und 1978/79 Präsident des Clubs.Präsidenten. Lions Club Hannover.
Er war verheiratet mit Sophia Leonhardt, geb. Schulz, und lebte Grünewaldstraße 8 im Stadtteil List.
Bauten und Entwürfe (Auswahl) 1957, Hannover: Goetheschule, HaltenhoffstraßeWaldemar R. Röhrbein: Stichwort Leonhardt, in Hannover Chronik, passim; Alois Giefer, Franz Sales Meyer, Joachim Beinlich: Planen und Bauen im neuen Deutschland. Hrsg. von Bund Deutscher Architekten, Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine, Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, Westdeutscher Verlag, Köln / Opladen 1960, S. 462. () Berufsschule II, Lavesallee, als Teil des hannoverschen Berufsschulzentrums unter DenkmalschutzBernd Haase: Große Pläne für den „Campus Waterloo“. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 21. Juli 2016, S. 14. 1962, Hannover: Staatliche Ingenieurschule Hannover, Ricklinger Stadtweg 1964, Hannover: gemeinsam mit Arno J. L. Bayer: Gymnasium Herschelschule, Großer Kolonnenweg gemeinsam mit Werner Dierschke: Sporthalle mit 6000 Zuschauer-Plätzen im Volkssportpark am Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 8; die ursprüngliche Stadionsporthalle erhielt 2005 den Namen AWD-HallHelmut Knocke, Hugo Thielen: Stichwort Harald Leonhardt, in Dirk Böttcher, Klaus Mlynek (Hrsg.): Hannover. Kunst- und Kultur-Lexikon (HKuKL), Neuausgabe, 4., aktualisierte und erweiterte Auflage, zu Klampen, Springe 2007, ISBN 978-3-934920-53-8, S. 31, 32, 70, 89, 192, 201, 275 1972, Hannover: Gebäude der Stadtsparkasse an der Bahnhofstraße 13 1975–1982, Hameln-Tündern, mit Werner Haller, Hartmut Nedden: Jugendanstalt Hameln, Tündernsche Straße 50; Landschaftsarchitekten: Wehberg, Lange & Partner (Hameln)Gunter Krawinkel, Sid Auffarth, Stiftung Niedersachsen: Von Laves bis heute. Über staatliche Baukultur. Vieweg, Braunschweig / Wiesbaden 1988, ISBN 3-528-08736-6, S. 324, S. 325, S. 327. () 1980–1982, Hannover, gemeinsam mit Bahlo, Köhnke, Stosberg: Finanzamt Hannover Nord II, Vahrenwalder Straße 206; Kunst am Bau von Ansgar Nierhoff 1982, Hannover, gemeinsam mit Schirmer und Meyer: Urwaldhaus im Zoo Hannover 1985–1987, Uelzen, mit Werner Haller und Hartmut Nedden: Justizvollzugsanstalt Uelzen, Breidenbeckstraße 1991–1994, Hannover, gemeinsam mit Schirmer und Meyer: Bürohaus der VGH Versicherungen, Schiffgraben 4 1995–1998, Hannover, mit Schirmer und Meyer: Erweiterung der VGH mit neuem Haupteingang am Warmbüchenkamp bis 2002, Lüneburg, mit Schirmer, Meyer, Reinhard Beiermann und Henning Meyer: Gebäude der VGH-Regionaldirektion Lüneburg, Konrad-Zuse-Allee 4 Geotabs.Lüneburg. Regionaldirektion Lüneburg der VGH. In: DAB-Niedersachsen (Deutsches Architektenblatt, Regionalausgabe Niedersachsen) 6/04, S. 16. ()
Ehrungen (Auswahl) 1983: Architekturpreis Beton, zusammen mit seinen Büropartnern Schirmer und Meyer
Einzelnachweise
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