mini|Alfred Felder (2019) Alfred Felder (* 2. September 1950 in Luzern) ist ein Schweizer Musiker.Alfred Felder bei musinfo.ch
Leben Er studierte Violoncello und Komposition an der Musikhochschule Luzern. Nach dem Lehrdiplom mit Auszeichnung schloss er weiterführende Studien an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Mozarteum Salzburg mit dem Solistendiplom ab. Er errang Studien- und Förderpreise der Migros-Kulturstiftung und Meisterkurse bei Paul Tortelier.
Alfred Felder war Solocellist verschiedener Kammerorchester, und von 1977 bis 1983 Mitglied der Festival Strings Lucerne. Als Solist und Kammermusiker konzertierte er in den meisten Ländern Europas sowie in Kanada, Indien, China und Japan. Er spielte verschiedene Radio- und Schallplattenaufnahmen ein.
Von 1981 bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2016 war Alfred Felder Lehrer für Violoncello am Konservatorium Winterthur (heute Teil der Zürcher Hochschule der Künste).«Man könnte innerlich dazu tanzen». In: Der Landbote, 30. Mai 2017, abgerufen am 15. Juli 2019
Werke Als Komponist erhielt er Aufträge unter anderem von der Stadt Zürich, der Tonhallegesellschaft Zürich, dem Musikkollegium Winterthur, dem Festival Strings Lucerne, der Schweizer Kammerphilharmonie, dem Forum für Neue Musik oder dem Theater am Gleis. Seine Orchesterwerke wurden an verschiedenen Festivals gespielt, so in Tokyo, am Osaka-Festival, in Südafrika, in Russland in den USA und am Lucerne Festival. Für den Concours International de Violon Shlomo Mintz 2005 und 2006 komponierte er die Pflichtstücke (Capriccio und Variations for Violin Solo).
Das Auftragswerk „âtesh“ für Soli, gemischten Chor und grosses Orchester wurde am 11. und 12. Januar 2007 mit dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Konzertchor Harmonie als Schweizer Beitrag zum UNESCO-Jahr 2007 uraufgeführt.Jürg Huber: STERBEN, UM ZU LEBEN – Uraufführung von Alfred Felder. In, NZZ, 13. Januar 2007 Die Deutsche Erstaufführung von âtesh wurde am 25. Oktober 2011 im grossen Saal der Berliner Philharmonie von den drei Chören Berliner Konzertchor, Konzertchor Harmonie Zürich und G.F. Händel Kinderchor gespielt.
Als Auftragswerk des Musikkollegiums Winterthur wurde sein Violinkonzert „open secret“ in einem Abonnements-Konzert uraufgeführt. Orchester Musikkollegium Winterthur. In: srf.ch – Sendungen, 10. Januar 2008, 20:00 Uhr, abgerufen am 15. Juli 2019 Sein Streichquartett – auch das ein Auftrag des Musikkollegiums Winterthur – wurde schon von mehreren Quartetten gespielt, u. a. auf einer Argentinien-Tournée des Sarastro-Quartetts, das es auch auf CD aufgenommen hat.Sarastro Quartett: Repertoire, abgerufen am 15. Juli 2019
Am 8. März 2012 wurde sein Auftragswerk „khamush“ für Bass-Bariton, gemischten Chor und grosses Orchester in der Tonhalle Zürich mit dem Konzertchor Harmonie und dem Tonhalle-Orchester Zürich erfolgreich uraufgeführtSibylle Ehrimann: Grenzgänge zwischen Wort und Klang. In: Der Landbote, März 2012, abgerufen am 15. Juli 2019 sowie wurde Felder 2013 und 2014 nach Charlotte (North Carolina, USA) zum Festival "Sensoria - a celebration of the arts" eingeladen.Biographie von Alfred Felder
Er erhielt einen Kompositionsauftrag des Brandenburgischen Staatsorchesters Frankfurt, „delaram“ Musik für Bariton und grosses Orchester wurde am 13. Februar 2015, erfolgreich uraufgeführt mit Robert Koller, als Bariton unter der Leitung von Zsolt Hamar.Herbert Büttiker: . In: Schweizer Musikzeitung, 5. März 2015 Als "Composer in Resindence" nahm er im Mai 2024 am Pfingstfestival Schloss BruneggProgramm des Festival Schloss Brunegg teil und gab dazu ein Interview.Gespräch mit Alfred Felder - Composer in Residence 2024
Felders Werke sind bei der Schweizer Musikedition SME, Breitkopf & Härtel, GilgenreinerAlfred Felder bei Gilgenreiner und KaNo verlegt. Zu den Kompositionen für Kinder und Jugendliche zählt auch das von der European String Teachers Association (ESTA) ausgezeichnete Werk „Wasserspiele“, zahlreiche Aufführungen seiner Werke sind auf CD erschienen. All seine Manuskripte sind als Vorlass in der Zentralbibliothek Zürich.
Ehrungen Alfred Felder erhielt 2018 den Carl-Heinrich-Ernst-Kunstpreis der gleichnamigen Kunststiftung in Winterthur für sein Lebenswerk als Komponist.«Es ist fantastisch wenn man die Musiker kennt». In: Der Landbote vom 13. November 2018, abgerufen am 15. Juli 2019 Verschiedene Kompositionen wurden mit dem Prädikat „pädagogisch besonders wertvoll“ des Verbands Deutscher Musikschulen ausgezeichnet.
Einzelnachweise
Weblinks alfredfelder.ch, eigene Website des Musikers
Tondokumente von Uraufführungen und Werksverzeichnis auf "roccosound.ch" Alfred Felder bei musinfo.ch
Kategorie:Klassischer Cellist Kategorie:Komponist (Schweiz) Kategorie:Hochschullehrer (ZHdK Winterthur)
Kategorie:Träger des Carl-Heinrich-Ernst-Kunstpreises
Kategorie:Geboren 1950 Kategorie:Schweizer Kategorie:Mann