Klaus Lehnertz (* 13. April 1938 in Solingen; † 26. Mai 2026 in Kassel) war ein deutscher Sportwissenschaftler und Leichtathlet, der sich auf den Stabhochsprung spezialisiert hatte.
Karriere
Leichtathlet Klaus Lehnertz begann beim Solinger LC seine Leichtathletiklaufbahn und gewann 1959 seinen ersten von sechs Deutschen Meistertiteln. In den Folgejahren nahm er an den Europameisterschaften 1962 (Platz 13 mit 4,30 m) und 1966 (Platz 9 mit 4,70 m) teil. Ab 1964 startete Lehnertz für den KSV Hessen Kassel. Im gleichen Jahr konnte er den größten Erfolg seiner Karriere verzeichnen. Bei den Olympischen Spielen in Tokio gewann er mit 5,00 m die Bronzemedaille im Stabhochsprung-Wettkampf. Er startete bei diesen Olympischen Spielen für die Bundesrepublik innerhalb der gemeinsamen deutschen Mannschaft. Auch bei den Deutschen Hallenmeisterschaften war Lehnertz erfolgreich, so sicherte er sich 1959, 1960 und 1964 den Hallenmeistertitel. Darüber hinaus bestritt er zahlreiche Länderkämpfe für Deutschland und nahm auch an den Olympische Sommerspiele 1968 teil. Hier scheiterte Lehnertz jedoch in der Qualifikation des Stabhochsprung-Wettkampfs.
Trainer und Sportwissenschaftler Nach seiner aktiven Karriere war Lehnertz von 1969 bis 1974 als Stabhochsprungtrainer des KSV Hessen Kassel tätig. Während der Olympischen Spiele 1972 in München fungierte er zudem kurzzeitig als Stabhochsprung-Bundestrainer.
Noch während seiner sportlichen Karriere begann der ausgebildete Sportlehrer eine wissenschaftliche Laufbahn als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Leibesübungen der Georg-August-Universität Göttingen bei Wilhelm Henze.https://www.stadtarchiv.goettingen.de/chronik/1964_11.htm Als Dietrich Martin in Kassel Institutsdirektor wurde, holte er Lehnertz an die Gesamthochschule Kassel, wo dieser 1978 promoviert wurde. 1985 erfolgte seine Habilitation. Bis 2003 war er Professor für Trainings- und Bewegungslehre in Kassel, wobei in späteren Jahren die Bewegungslehre im Golfsport ein Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit war.Klaus Lehnertz; Peter Koenig: Techniktraining im Golfsport. Gräfelfing: Albrecht 1999; Klaus Lehnertz; Oliver Heuler; Stefan Quirmbach: Die Technik des Golfschwungs. Gräfelfing: Albrecht 2002 Durch Martins und Lehnertz’ Arbeit entstanden so in Kassel auch Anfänge einer Wettkampfpädagogik.Arnd Krüger: Anfänge einer Pädagogik des Wettkampfes. Leistungssport 24 (1994), 1, 38 - 42.
Ehrungen Für seine olympische Medaille wurde ihm am 11. Dezember 1964 das Silberne Lorbeerblatt verliehen, die höchste deutsche Sportauszeichnung. 1967 wurde Lehnertz mit dem Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis ausgezeichnet.
Literatur Klaus Amrhein: Biographisches Handbuch zur Geschichte der Deutschen Leichtathletik 1898–2005. 2 Bände. Darmstadt 2005 publiziert über Deutsche Leichtathletik Promotion- und Projektgesellschaft
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Stabhochspringer (Deutschland) Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland) Kategorie:Träger des Silbernen Lorbeerblattes Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1964 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1968 Kategorie:Deutscher Meister (Leichtathletik) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Kassel) Kategorie:Person (KSV Hessen Kassel) Kategorie:Sportler (Solingen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1938 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann