miniatur|hochkant=1.3|Auf einem Renault 8 Gordini gewann Jean-Marie Jacquemin 1967 seine erste Rallye Jean-Marie Jacquemin (* 6. August 1942) ist ein belgischer Unternehmer und ehemaliger Rallye- und Rundstrecken-Rennfahrer.

Karriere als Rennfahrer

Jean-Marie Jacquemin war seit 1966 fast vier Jahrzehnte im Rallyesport aktiv. Außerdem bestritt er immer wieder ausgewählte Rundstreckenrennen. Seinen ersten Gesamterfolg bei einer Rallye feierte er auf einem Renault 8 Gordini beim 12-Stunden-Rennen von Huy 196712 Stunden von Huy 1967. Er fuhr viele Jahre in der belgischen Rallye-Meisterschaft, deren Gesamtwertung er 1968 gewinnen konnte. Er ging in der Rallye-Europameisterschaft an den Start und wurde 1978 auf einem Chrysler Sunbeam Dreizehnter bei der Tour de Corse (Sieger Bernard Darniche und Alain Mahé im Fiat 131 Mirafiori Abarth).Tour de Corse 1978

Auf der Rundstrecke war sein größter Erfolg der zweite Rang hinter Herbert Müller beim 1-Stunden-Rennen von Nivelles 1972, einem Wertungslauf der europäischen GT-Meisterschaft dieses Jahres. Beide fuhren einen De Tomaso Pantera.1-Stunden-Rennen von Nivelles 1972 1971 wurde er Gesamtfünfter bei Tour de France für Automobile. Zweimal startete er beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Nach einem Ausfall 1971 beendete er das Rennen 1972 an der Seite von Yves Deprez im De Tomaso Pantera an der 16. Stelle der Gesamtwertung.

Unternehmer

1981 gründete Jean-Marie Jacquemin in der französischen Gemeinde Sainghin-en-Mélantois das Fahrzeugtuning-Unternehmen Jacquemin Tuning. 2016 kam das Unternehmen in die Schlagzeilen, nachdem ein Mitarbeiter zwischen 2006 und 2016 1.500.000 Euro Unterschlagen hatte. 2018 wurde der Mann zur Rückzahlung der Summe und einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt.

Statistik

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1971 Jean Égreteaud Porsche 911S Jean Égreteaud Ausfall Motorschaden 1972 Claude Dubois De Tomaso Pantera Yves Deprez Rang 16

24-Stunden-von-Spa-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1966 Écurie Barracuda NSU 1000 TT Georges Body Ausfall Zylinderschaden 1967 Team Lucien Bianchi Alfa Romeo 1600 GTA Jacques Demoulin Ausfall Pleuelstange 1968 Alfa Romeo Benelux Alfa Romeo 1600 GTA Teodoro Zeccoli Ausfall Pleuelstange 1969 Grafo Racing Team Alfa Romeo 1300 GTA Junior Horst Eiteneuer Ausfall Ölleck 1970 Écurie Lucien Bianchi Alfa Romeo 2000 GTAm André de Cortanze Ausfall Kupplungsschaden 1975 Racing Team Tissot Sunbeam Avenger Freddy Grainal Eric van Peer Ausfall Unfall 1976 Simca Racing Team Tissot Sunbeam Avenger Marc Donner John Vanderheyden Ausfall unbekannt

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 1970 Jean-Marie Jacquemin Alpine A110 19 24 1971 Jean Égreteaud Porsche 911 DNF 1972 Claude Dubois De Tomaso Pantera 7 16

Literatur

Christian Moity, Jean-Marc Teissedre: 24 Stunden du Mans. 1923–1992. 2 Bände. Édition d'Art J. B. Barthelemy, Besançon 1992, ISBN 2-909-413-06-3.

Weblinks

Jean-Marie Jacquemin bei EWRC-Results.com Jean-Marie Jacquemin bei Racing Sports Cars Offizielle Website von Jacquemin Tuning

Einzelnachweise

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