Eleonore Ruth Schroth (bürgerlich Eleonore Ruth von Nicolai; * 30. August 1928 in Konstanz; † 11. September 2000 in Forsyth County (North Carolina)Eleonore Schroth von Nicolai auf ancestry.com, USA) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.
Leben und Wirken Eleonore Schroth war die Tochter des Schauspielers Heinrich Schroth und der Paula Maria Eisele. Sie begann ihre Bühnenlaufbahn bereits im Alter von 12 Jahren. In den Jahren 1949 bis 1950 hatte sie ein Engagement am Stadttheater Konstanz unter dem Intendanten Heinz Hilpert. Dort gehörte sie, neben Tatjana Iwanow, zur Besetzung von Hilperts Was ihr wollt-Inszenierung, die im Juni 1949 bei den Ruhrfestspielen gastierte. Anschließend wirkte sie bis 1956 an der Landesbühne Hannover. Von 1957 bis 1959 gehörte Eleonore Schroth dem Ensemble des Schloß-Theaters Celle und, erneut unter Hilperts Leitung, dem des Deutschen Theaters in Göttingen an.
Zur Spielzeit 1959/60 ging sie nach Hamburg an das dortige Thalia-Theater. Im September 1959 wirkte sie dort in der Uraufführung des Lustspiels Steckenpferd und Staatssekretär von Kurt Heynicke mit.Steckenpferd und Staatssekretär. Besetzung. Spielzeit 1959/60, Heft 2, Programmheft des Thalia-Theaters Hamburg. Zur Spielzeiteröffnung 1961/62 der Hamburger Staatsbühnen übernahm sie am Thalia-Theater die Rolle der Sofie in Goethes Lustspiel Die Mitschuldigen.HAMBURG (Thaliatheater): „Die Mitschuldigen“ von Goethe, „Sganarell“ von Moliere. Aufführungskritik. In: Die Zeit vom 15. September 1961. Zur Premiere der Spielzeit 1962/63 gab sie die Helena in Troilus und Cressida. Außerdem war sie in derselben Saison neben Hans Paetsch in der deutschen Erstaufführung des US-Lustspiels Nur keine Blumen von Norman Barash und Carroll Moore (Regie: Johannes Schaaf) zu sehen.. Aufführungskritik. In: Die Zeit vom 14. Juni 1963.
Für den Rundfunk war Eleonore Schroth zu Beginn der 1960er Jahre in verschiedenen Hörspielen des Norddeutschen Rundfunks und von Radio Bremen zu vernehmen. Auch ihre erfolgreiche Karriere als Darstellerin in Fernsehfilmen und -serien begann zu dieser Zeit.
Im Jahr 1971 wanderte sie mit ihrer Familie in die USA aus und begann dort eine zweite Laufbahn als Schauspiellehrerin an der North Carolina School of Arts (NCSA).
Eleonore Schroth war verheiratet und hatte eine Tochter.
Filmografie 1961: Kalamitäten 1962: Mein Bruder Jacques (Fernsehfilm) 1964: Das wissen die Götter (Fernsehserie, 2 Folgen) 1966: Die Gentlemen bitten zur Kasse (Fernsehdreiteiler) 1966: Heiraten (Fernsehfilm) 1967: Wenn der junge Wein blüht (Fernsehfilm) 1968: Das Ferienschiff (Fernsehserie, 13 Folgen) 1967–1970: Polizeifunk ruft (Fernsehserie, 2 Folgen)
Hörspiele 1952: Wilhelm Semmelroth: Das kleine a-b-c – Regie: Wilhelm Semmelroth 1955: Roderick Wilkinson: Ich bin Vater – Regie: Hans Rosenhauer 1956: Juan Antonio de Zunzunegui: Don Lukas und das Unverkäufliche – Regie: Günter Eich 1960: Paul Mommertz: Wo ist Ruth? – Regie: Gerlach Fiedler 1960: Jochen Schöberl: Spuren nach Maracaibo – Regie: Gustav Burmester 1960: Alberto Moravia: So ein Verschwender – Regie: Günter Siebert 1960: Emil Gurdan: Nur eine Aktenmappe – Regie: Günter Siebert 1961: Charles Dickens: Oliver Twist (3. Teil: Der Einbruch im Landhaus) – Regie: Horst Beck 1961: Guy de Maupassant: Dieses Schwein, dieser Morin – Regie: Armas Sten Fühler 1961: Charles Dickens: Oliver Twist (2. Teil: Die Flucht vor den Dieben) – Regie: Horst Beck 1961: Kurt R. Neubert: Sein letzter Patient – Regie: Günter Siebert 1962: Arnold E. Ott: Geben Sie mir Dr. Parker – Regie: Horst Loebe 1962: Heinz Piontek: Die roten Pfeile – Regie: Horst Loebe 1963: Heinrich Mann: Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen – Regie: Gerhard Lippert 1963: Heinrich von Kleist: Amphitryon – Regie: Gerhard Lippert 1963: Jean Giraudoux: Amphitryon 38 – Regie: Gerhard Lippert 1963: Hans Bachmüller: Vetter Phönix – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1963: Arnold E. Ott: Die schwarze Dame – Regie: Günter Siebert 1963: Herbert Timm: Der Lokalredakteur – Regie: Horst Loebe 1963: Edna Sherry: In zweiter Instanz (3. Teil) – Regie: Günter Siebert 1964: Nikolai von Michalewsky: Die wahren Fälle (4. Folge: Jagd auf Dr. Crippen) – Regie: Joachim Hess 1964: Nikolai von Michalewsky: Kidnapper am Werk – Regie: Joachim Hess 1965: Ermanno Maccario: Der absurde Traum des Monsieur Tulipe – Regie: Ulrich Lauterbach 1970: Rudolf Tourelle: Dürfen Mütter streiken? – Regie: Hans-Jürgen Ott 1970: Boileau-Narcejac (Pierre Boileau und Thomas Narcejac): Das Gespenst – Regie: Günter Siebert
Literatur Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 3: Peit–Zz. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, , S. 1556.
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Einzelnachweise
Eleonore Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Kinderdarsteller Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1928 Kategorie:Gestorben 2000 Kategorie:Frau