mini|Ferdinand Wolfgang Flachenecker: Der Raub der Töchter des Leukippos, Lithografie nach dem Gemälde Der Raub der Töchter des Leukippos von Peter Paul RubensMünchen, Alte Pinakothek Inv. 321; . mini|Ferdinand Wolfgang Flachenecker: Köchin mit Huhn am Spieß, Lithografie nach einem Gemälde von Gabriel MetsuMünchen, Alte Pinakothek Inv. 624; . Ferdinand Wolfgang Flachenecker, ursprünglich Ferdinand Wolfgang Flachner, häufig nur Wolfgang Flachenecker, (* 1792 in Zirndorf; † nach 1847Nach Thieme-Becker; nach Mallinger „um 1845“, nach Winkler „nach 1845“. Eine Nachlassversteigerung fand 1854 statt. in München) war ein deutscher Maler und Lithograf.

Leben Unter dem Namen Ferdinand Flachner studierte er von 1809 bis 1813 an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen und nahm bis 1818 an Ausstellungen in Kopenhagen teil. 1813 erhielt er eine Kleine und Große Silber-Medaille, 1816 eine kleine Gold-Medaille. Im Jahr 1818 reiste er gemeinsam mit seinen Freunden Johan Christian Dahl und Christian Albrecht Jensen nach Deutschland. Dahl und Jensen begannen ihr Studium an der Kunstakademie Dresden, Flachenecker studierte ab dem 12. November 1818 an der Königlichen Akademie der Künste in München Malerei.Matrikelbuch Akademie München.

Danach wandte er sich ganz der Lithografie zu, so war er etwa mit zahlreichen lithografischen Reproduktionen von Bildern aus Münchener Sammlungen an dem Galeriewerk von Ferdinand Piloty und Joseph Selb beteiligt.Königlich Baierischer Gemälde-Saal zu München und Schleißheim. Zweihundert Bilder in Steindruck. Band 2, München 1821ff. Siehe Morgenblatt für gebildete Stände. Kunstblatt 5, Nr. 48, 14. Juni 1824, S. 189–191; Julius Max Schottky: Münchens öffentliche Kunstschätze im Gebiete der Malerei. München 1833, S. 309–310; Winkler S. 78. 334–336.

Um 1826/28 war er in WienNach Thieme-Becker (danach AKL)., 1833 ging er nach Venedig.Nach Nagler. Die Angabe bei Thieme-Becker (danach AKL), er sei 1832 bis 1839 in Rom gewesen, ist irrig. Er arbeitete in der Lithografieranstalt Galvani, die er später leitete.Fernando Mazzocca: L’illustrazione romantica. In: Storia dell'arte italiana Band 9, Teil 2, Turin 1981, S. 392. Litografia Galvani diretta da W. Flachenecker; Lithografien in der Österreichischen Nationalbibliothek. Auch sein Bruder C. Flachenecker arbeitete in Venedig als Lithograf zunächst für Galvani und leitete dann die Premiata Litografia Veneta.Das im Thieme-Becker (danach AKL) Wolfgang für seine angebliche Zeit in Rom zugeschriebene Bildnis des Leopoldo Cicognara, der in Venedig lebte, ist aus der Lithografieranstalt des C. Flachenecker in Venedig, . Zweifel an Thieme-Becker auch bei Maria Raina Fehl, Philipp Fehl: The Dedication Copy of Leopoldo Cocognara’s Catalogo ragionato of 1821 (BAV: Riserva IV.169) and the Fondo Cicognara at the Vatican Library. Thoughts on a Legacy. In: Miscellanea Bibliothecae Apostolicae Vaticanae 6, Città del Vaticano 1998, ISBN 88-210-0688-3, S. 178 Anm. 16. Danach (1839?Nach Thieme-Becker.) ließ er sich wieder in München nieder.

Werke (Auswahl) mini|Ferdinand Wolfgang Flachenecker: Porträt des Architekten Frederik Ferdinand Friis Gemälde Elias opvækker enkens søn fra de døde (Elias erhebt den Sohn der Witwe von den Toten), ausgestellt 1818, Statens Museum for Kunst, Kopenhagen, KMS40Eintrag in der Museumsdatenbank. Porträt Johann Gottwerth Müller (1743–1828), 1818, Verbleib unbekanntDanach Lithographie: Bez. u. l.: Ferd. Wolfg. Flachenecker pinx. 1818; u. r.: auf Stein gez. v. S. Bendixen; u. M.: Hamb. Steindr.; Digitaler Portraitindex. Porträt H. E. Freund. 1820, Aarhus, Kunstmuseum Portrait des Architekten Frederik Ferdinand Friis (1793–1865), PrivatbesitzNach Thieme-Becker entstand dieses Porträt 1826/28 in Wien, Fries war im Winter 1827/28 in München und reiste dann über Wien nach Rom.

Lithografien 1817 Portrait Peter Crux (1778–1821), nach einem Gemälde von Johann Baptist SeeleWinkler S. 78 Nr. 1; Abbildung. 1821–1829 35 Lithografien nach Gemälden in Münchner SammlungenKöniglich Baierischer Gemälde-Saal zu München und Schleißheim. Zweihundert Bilder in Steindruck. Band 2, München 1821ff., Blatt 106, 109, 114, 117, 119, 125, 129, 132, 137, 139, 142, 147–148, 150, 153–155, 157, 163, 165, 170, 172–174, 176, 180, 183–184, 186, 189, 192–194, 199–200 (Digitalisat). Neuausgabe Königlich-Baierscher Gemälde-Saal zu München und Schleissheim. Eine Sammlung ausgezeichneter Gemälde der Pinacothek in München. Lithographirt von Strixner, piloty, hohe, Selb und Flachenekker. Verlag der Literarisch-Artistischen Anstalt der Cotta’schen Buchhandlung, München 1817–1836; Bernhard Fischer: Der Verleger Johann Friedrich Cotta. Chronologische Verlagsbibliographie 1787–1832. K. G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11632-2, Band 2, S. 796–808 Nr. 1976; Blatt 180 auch in Sammlung von 6 Blättern nach Murillo aus der Königl. Gallerie von München und Schleissheim. Lithographirt von Flachenecker, Selb und Piloty. München 1831. 1821 Albert III. Herzog in Baiern verweigert die Annahme der Böhmischen Krone im Jahr 1440Gemalt und auf Stein gezeichnet von W. Flachenecker. Aus der Folge Bildliche Darstellungen aus der bayr. Geschichte; Kunst- und Gewerbe-Blatt, 7. Jahrgang, Januar 1821 (Digitalisat); Winkler S. 78 Nr. 3; S. 336. 1828 Luise Großherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, nach einem Gemälde von Julie von Egloffstein; Allgemeine Zeitung 4. September 1828, S. 7 (Digitalisat). 1831 Herzog Wilhelm Wolfgang von Neuburg, nach einem Gemälde von Anthonis van Dyck in der Sammlung des Herzogs von Leuchtenberg im Palais Leuchtenberg in MünchenAuswahl der vorzüglichsten Gemälde der Leuchtenberg’schen Gallerie. München 1831, Heft 1, Blatt 1; Bernhard Fischer: Der Verleger Johann Friedrich Cotta. Chronologische Verlagsbibliographie 1787–1832. K. G. Saur, München 2003, ISBN 3-598-11632-2, Band 2, S. 875 Nr. 2066; Abbildung, vgl. .

Literatur Georg Kaspar Nagler: Neues Allgemeines Künstler-Lexikon. Band 4, Fleischmann, München 1837, S. 369–370 (Digitalisat). Joseph Maillinger: Bilder-Chronik der Königlichen Haupt- und Residenzstadt München. Band 2, München 1876, S. 138 (Digitalisat).

Hans Wolfgang Singer: Allgemeiner Bildniskatalog. Band 14, Hiersemann, Leipzig 1936, S. 166 (Index s. v.). R. Arnim Winkler: Die Frühzeit der deutschen Lithographie. Katalog der Bilddrucke von 1796–1821. Prestel, München 1978, ISBN 3-7913-0077-6, S. 78. Flachner, Ferdinand Wolfgang. In: Weilbach Dansk Kunstnerleksikon. 4. Auflage, Band 2, Kopenhagen 1994, ISBN 87-16-11460-4, S. 314 (Digitalisat).

Nachlassauktionen Catalog der von dem verstorbenen Herrn Professor Wilhelm von Kobell und dem verstorbenen Künstler Herrn Flachenecker hinterlassenen Kupferstiche, Handzeichnungen und Ölgemälde, welche im Monat September 1854 ... öffentlich versteigert werden. Aumüller, München 1854. Catalog von mehreren zum Theil gewählten hinterlassenen Sammlungen von Kupferstichen, Radirungen, Handzeichnungen etc. des bekannten Kunstkenners J. A. Börner in Nürnberg (Doubletten), des Lithographen W. Flachenecker in München, des Herrn Hochheim in Leipzig u. A. welche Montag den 25. Januar 1869 und folgende Tage zu Leipzig im Rud. Weigel’schen Kunst-Auctions-Lokal ... versteigert werden. Weigel, Leipzig 1869 (Digitalisat).

Anmerkungen

Weblinks

Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Lithograf (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1792 Kategorie:Gestorben im 19. Jahrhundert Kategorie:Mann