Hans-Jürgen Brosin (* 21. Mai 1936 in Bleicherode; † 26. Juli 2024Traueranzeige in der Ostsee-Zeitung vom 10. August 2024, abgerufen am 10. August 2024) war ein deutscher MeteorologeGeschichte der Meteorologie in Deutschland. Das Geophysikalische Institut der Universität Leipzig aus Anlass der 100. Wiederkehr des Gründungsjahres, Offenbach am Main 2015; ISBN 978-3-88148-474-9, Meeresforscher, Meereskundler und Ozeanograph.
Leben
Nach dem Studium arbeitete Brosin von 1959 bis 1964 als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Leipzig. Er promovierte an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät 1964 mit dem Thema: Der Wasserhaushalt der Boddenkette südlich des Darß und des Zingst. Unter besonderer Berücksichtigung des Wasseraustausches mit der Ostsee.Leipzig, Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät, Dissertation vom 29. Juni 1964;
Er war seit 1965 als Meereskundler zunächst am Maritimen Oberservatorium an der Ostsee in Zingst und von 1976 bis 1990 Ozeanograph am Institut für Meereskunde Warnemünde der Akademie der Wissenschaften der DDR tätig. 1989 wurde er zum Professor berufen, nachdem er im Vorjahr den akademischen Grad eines Dr. sc. nat. an der Akademie der Wissenschaften der DDR erworben hatte.Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender 1992, Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart. 16. Ausgabe A-H Band 3 Walter de Gruyter, Berlin/New York 1992, S. 415, Stichwort: Brosin, Hans-Jürgen Er behandelte in seiner Dissertation B "Untersuchungen zur Anwendung von satellitengestützten Fernerkundungsverfahren für Aufgaben der Meeresforschung in der DDR".Erscheinungsdatum 1988;
Sein zwei Jahre jüngerer Bruder, Paul Brosin (* 1938; † 2017)Lebenslauf Marjorie-Wiki: Paul Brosin, war Geologe und lebte zuletzt als Bergdirektor a. D. in Erfurt.
Das Institut für Ostseeforschung Warnemünde veröffentlichte im Jahre 1996 im Rahmen der „Meereswissenschaftlichen Berichte“ H.-J. Brosins wissenschaftshistorische Arbeit „Zur Geschichte der Meeresforschung in der DDR“.Meereswissenschaftliche Berichte, No. 17, DDR-Meeresforschungsinstitute
Auszeichnung Hans-Jürgen Brosin wurde 1987 mit dem Nationalpreis III. Klasse für Wissenschaft und Technik zusammen mit Klaus Voigt (1934–1995), Wolfgang Fennel (* 1947), Eberhard Hagen (* 1944), Hans-Ulrich Lass und Wolfgang Matthäus (* 1937) aus dem Institut für Meereskunde der Akademie der Wissenschaften der DDR für die theoretischen und experimentellen Untersuchungen zur physikalischen Ozeanographie ausgezeichnet.Tageszeitung Neue Zeit vom 8. Oktober 1987, S. 4.
Werke (Auswahl) Der Wasserhaushalt der Boddenkette südlich des Darß und des Zingst. Unter besonderer Berücksichtigung des Wasseraustausches mit der Ostsee (1964).Leipzig, Math.-naturwiss. Fakultät., Dissertation vom 29. Juni 1964 Ozeanographische Beobachtungen im äquatorialen Atlantik und auf dem patagonischen Schelf während der 1. Südatlantik-Expedition mit dem Fischereiforschungsschiff Ernst Haeckel von August bis Dezember 1966, Mitautor Dietwart Nehring, 1968Verlag: Deutsche Akademie der Wissenschaften, Nationalkomitee für Geodäsie u. Geophysik der Deutschen Demokratischen. Republik (1968) Das Meer – Welthandel, Seeverkehr, Meer und Klima, Erforschung der Ozeane und Meere, Wärmehaushalt, Seegang und Brandung. München 1969; ISBN 978-3-405-11109-0 Meeresforschung aus dem Weltraum. In: "Marinekalender der DDR", Jahrgang 1977, S. 217–223 Mit Diplom-Chemiker Karl-Heinz Rhode: Probleme der Verunreinigung des Meeres, dargestellt an Beispielen der Ostsee. In Seewirtschaft, Heft 9 aus 1970, S. 708–711; . Vorstoß ins Ungewisse. (= Akzent-Reihe Band 1) Leipzig 1979Urania Verlag, 2.,überarbeitete Auflage; farbige Illustrationen von Adelhelm Dietzel Untersuchungen zur Anwendung von satellitengestützten Fernerkundungsverfahren für Aufgaben der Meeresforschung in der DDR (1988).Berlin, Akademie der Wissenschaften der DDR, Dissertation B; Charlotte Möller (1883–1973) und die gewässerkundlichen Arbeiten am Institut für Meereskunde Berlin. In: "Historisch-meereskundliches Jahrbuch", Bd. 6 (1999) S. 19–34.
Herausgeber Das Weltmeer. Frankfurt/Main 1985; ISBN 978-3-87144-814-0
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