mini|hochkant=0.8|Stolperstein in Kuliai
Die Liste der Stolpersteine in Litauen listet die Stolpersteine, die in Litauen verlegt worden sind. Stolpersteine liegen in der Regel vor dem letzten selbstgewählten Wohnort des Opfers und erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.
Die Stolpersteine wurden vom deutschen Künstler Gunter Demnig konzipiert und werden im Regelfall von ihm selbst verlegt. Die ersten Verlegungen in Litauen fanden im Jahr 2016 statt.
Verlegte Stolpersteine Bislang wurden Stolpersteine in dreizehn Gemeinden des Landes verlegt.
Alytus In der Stadt Alytus wurden sechs Stolpersteine verlegt.Mantoeises, Alytus, abgerufen am 30. September 2018.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben120px HIER WOHNTEŠMUELIS BEIRALASGEBOREN 1883GETÖTETSOMMER 1941IM WALD VON VIDZGIRIOALYTUS Pulko gatvė 1 wurde am 20. November 1883 in Alytus geboren. Er war ein Geschäftsmann und beteiligte sich – nach der Wiederherstellung der Souveränität Litauens – am Aufbau der Verwaltung der Stadt und des Landkreises. Er wurde mehrfach als Stadtrat von Alytus gewählt. Er war Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Alytus und unterstützte das 1. Infanterieregiment. Er unterstützte auch eine Reihe von jüdischen Institutionen, beispielsweise die Jüdische Volksbank, deren Vorstandsmitglied er war. Er wurde vom NS-Regime im Jahr 1942 im Wald von Vidzgiris getötet.ATMINIMO AKMENYS: Šmuelis Beiralas, abgerufen am 2. August 2019 (lit., mit einem Porträt)120px HIER WOHNTEMENDELISBOKŠICKISGEBOREN 1898VERHAFTET 1941GETÖTETSEPTEMBER 1941PANERIAI Vilniaus gatvė 27 wurde 1898 oder am 14. Februar 1900 in Alytus geboren. Seine Eltern waren Mordechaj Bokšickis und Esther geb. Vilenska. Er studierte Rechtswissenschaften an der Vytautas-Magnus-Universität und wurde Rechtsanwalt. Er beteiligte sich – nach der Wiederherstellung der Souveränität Litauens – am Aufbau der Verwaltung der Stadt und des Landkreises. Er wurde mehrfach als Stadtrat von Alytus gewählt. Er war von 1921 bis 1935 Gründer und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Alytus und unterstützte das 1. Infanterieregiment. Er beteiligte sich auch am jüdischen Leben Litauens. Mendelis Bokšicki war verheiratet mit Sheine bzw. Jenia geb. Kronzon, geboren am 18. November 1900 in Kalvarija. Das Paar hatte zwei Kinder, Sohn Saadia und Tochter Lily. Der Sohn erinnerte sich wie folgt an seinen Vater:ATMINIMO AKMENYS: Mendelis Bokšickis, abgerufen am 2. August 2019 (lit., mit einem Porträt)
Mendelis Bokšickis wurde im September oder Oktober 1941 vom NS-Regime in Paneriai ermordet. Auch seine Frau verlor ihr Leben im Rahmen des Holocaust in Litauen.Yad Vashem: MENDEL BOKSICKIS, Zeugenbericht seines Sohnes Saadia Bokshitzki Bahat, abgerufen am 3. August 2019 (mit einem Porträt)Yad Vashem: JENIA GENYA SHEINE KRONZON BOKSICKIENE, Zeugenbericht ihres Sohnes Saadia Bokshitzki Bahat, abgerufen am 3. August 2019 (mit einem Porträt)Traces of War: Stumbling Stones Vilniaus gatvė 27, abgerufen am 11. September 2021 120px HIER WOHNTESAADIA BOKŠICKISBAHATGEBOREN 1928VERHAFTET 6. September 1941GHETTO VILNIUSENTLASSEN IM SEPTEMBER 1943AUS SOSKIVERHAFTET 23. August 1944STUTTHOFBEFREIT 120px HIER WOHNTELILIJA BOKŠICKYTEWINTERFELDGEBOREN 1927VERHAFTET 6. September 1941GHETTO VILNIUSGEFLÜCHTET 1943VERSTECKTE SICH 120px HIER ARBEITETEHIRŠASKALMANAVIČIUSGEBOREN 1887GETÖTET 1941 Užuolankos gatvė 30(vormals Užuolankos gatvė 22) wurde 1887 in Alytus geboren. Er besuchte eine jüdische Grundschule seiner Heimatstadt und danach eine religiöse Gymnasialschule in Vilnius. Dort schloss er auch 1910 seine Ausbildung zum Lehrer ab. Während des Ersten Weltkrieges wurde er, wie die meisten Juden, die in Grenzprovinzen lebten, auf Befehl des Zaren in das Landesinnere deportiert. In Lukoml im heutigen Belarus leitete er eine lokale jüdische Grundschule. Danach lebte er einige Zeit in Pinsk (Weißrussland) und Łomża (heute Polen), wo er von 1918 bis 1921 am Jüdischen Gymnasium unterrichtete. 1921 kehrte er nach Alytus zurück und am 30. September desselben Jahres wurde ihm die Staatsbürgerschaft der Republik Litauen verliehen. Bis in die 1940er Jahre arbeitete er an der Jüdischen Sekundarschule von Alytus. Er unterrichtete die Fächer Geographie, Geschichte, Hebräisch und Religion (jüdisch). Hirsas Kalmanavičius war verheiratet mit Dora geb. Meizler, geboren 1888 in Łomża. Das Paar hatte einen Sohn, Jacob, geboren 1912, der Ingenieur wurde. Hiršas Kalmanavičius, seine Frau und sein Sohn wurden alle während des Holocaust in Litauen im Jahr 1941 getötet. Die genauen Umstände der Ermordung sind nicht bekannt.ATMINIMO AKMENYS: Hiršas Kalmanavičius, abgerufen am 2. August 2019 (lit., mit einem Porträt)Yad Vashem: HERSH TZVI KALMANOVITZ, Zeugenbericht seiner Schwester Bluma Mintzer, abgerufen am 3. August 2019Yad Vashem: DORA KALMANOVITZ, Zeugenbericht ihrer Schwägerin Bluma Mintzer, abgerufen am 3. August 2019Yad Vashem: JAACCOB KALMANOVITZ, Zeugenbericht seiner Tante Bluma Mintzer, abgerufen am 3. August 2019
Die letzte Anschrift der Familie ist nicht bekannt. Die Schule, an der Hiršas Kalmanavičius unterrichtete, hat ihre Adresse im Lauf der Jahre mehrmals geändert. Der Stolperstein für Hiršas Kalmanavičius liegt an jener Anschrift, die die Schule hatte, als er dort zu unterrichten begann. 120px HIER WOHNTEŠEINE KRONZONAITĖ-BOKŠICKIENEGEBOREN 1891VERHAFTET 1941GHETTO VILNIUSGETÖTET 7. Oktober 1943PANERIAI Vilniaus gatvė 27
Jurbarkas In Jurbarkas wurden elf Stolpersteine für Mitglieder der Familie Berkover verlegt.Mantoeises, Jurbarkas, abgerufen am 30. September 2018.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTEFEIGĖ-ZISLĖBERKOVERIENĖ-FREIMANAITĖGEBOREN 1891INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 Kauno gatvė 46-2 (geboren 1891) 120px HIER WOHNTERIVKABERKOVERIENĖ-LEŠČYTĖGEBOREN 1902VERHAFTET 1941GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 (geboren 1902) 120px HIER WOHNTEITA BERKOVERIENĖ-GOLDŠTEINAITĖGEBOREN 1872INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 (geboren 1941) 120px HIER WOHNTEABELIS BENJAMINASBERKOVERISGEBOREN 1902INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 (geboren 1902) 120px HIER WOHNTEJOKŪBAS-GIRŠABERKOVERISGEBOREN 1894INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 120px HIER WOHNTESIMONASBERKOVERISGEBOREN 1867INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 (geboren 1867) 120px HIER WOHNTEŠLIOMA-ELIJABERKOVERISGEBOREN 1925INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 120px HIER WOHNTEHANABERKOVERYTĖGEBOREN 1926INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 (geboren 1926) 120px HIER WOHNTERISABERKOVERYTĖGEBOREN 1931INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 120px HIER WOHNTEZALMANAS DRATVINASGEBOREN 1905INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 (geboren 1905) 120px HIER WOHNTESARA DRATVINIENĖ-BERKOVERYTĖGEBOREN 1910INTERNIERT 1941IM GHETTO VON JURBARKASGETÖTET 1941 (geboren 1910)
Kaunas In der Stadt Kaunas wurden von Gunter Demnig neun Stolpersteine verlegt. Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER TRAINIERTEISAKAS ANOLIKASGEBOREN 1903VERHAFTETERMORDET 1943KAUNAS IX FORTAS Laisvės al. 3seitlich beim Park mini|upright=0.65|Isakas Anolikas wurde 1903 in Šiauliai geboren. Er war Radrennfahrer und zweimaliger Olympiateilnehmer. Er wurde 1943 in Kaunas ermordet. 120px HIER LEBTE UND ARBEITETECHAIMAS BASASGEBOREN 1864VERHAFTET 1941ERMORDET AUGUST 1941GHETTO KAUNAS Vilniaus gatvė 72 (1864–1941) 120px HIER LEBTEELIAZARAS BASASGEBOREN 1938VERHAFTET 1941GHETTO KAUNASERMORDET MÄRZ 1944WÄHREND DER KINDER-AKTION (1938–1944) 120px HIER LEBTE UND ARBEITETELEIBA BASASGEBOREN 1896VERHAFTET 1941ERMORDET JULI 1944GHETTO KAUNAS (1896–1944) 120px HIER LEBTETIRCA BASIENĖGEBOREN 1914VERHAFTET 1941ERMORDET JULI 1944GHETTO KAUNAS (1914–1944) 120px HIER LEBTEDR. VLADIMIRASLAZERSONASGEBOREN 1889VERHAFTET 1941GHETTO KAUNASDEPORTIERT 1944ERMORDET 1945DACHAU Vydūno al. 67 war Psychiater. Er wurde 1889 geboren und 1945 ermordet. Er galt als Vater der klinischen Psychologie in Litauen. 120px HIER LEBTEREGINALAZERSONIENĖ-SAFOČINSKAITĖGEBOREN 1889VERHAFTET 1941GHETTO KAUNASDEPORTIERT 1944ERMORDET 1945STUTTHOF wurde 1889 geboren und 1945 ermordet. 120px HIER LEBTEJAKOVAS LIPŠICASGEBOREN 1903VERHAFTET 1941GHETTO KAUNASDEPORTIERT 1944ERMORDET 1945DACHAU Darbininkų gatvė 15 war Künstler 120px HIER LERNTEČERNĖPERCIKOVČIŪTĖGEBOREN 1911VERHAFTET JULI 1941GESTORBEN 1941GHETTO KAUNAS Miško gatvė 1 wurde 1911 geboren. Er war ein Student des Künstlers Justinas Vienožinskis.
Krakės In Krakės wurden an drei Adressen jeweils ein Stolperstein verlegt. Sie sind einem Pharmazeuten und zwei Ärzten gewidmet.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER ARBEITETEBORUCHASALPERAVIČIUSGEBOREN 1896VERHAFTET 1941KRAKAUER GHETTOGETÖTETSEPTEMBER 1941KRAKĖS Krakės,Kudirkos g. 5 wurde 1896 geboren. Er wurde im September 1941 ermordet.manoteises.lt: Boruchas Alperavičius, abgerufen am 5. Dezember 2023 120px HIER ARBEITETEARONAS POLUNSKISGEBOREN 1898VERHAFTET 1941KRAKAUER GHETTOGETÖTETSEPTEMBER 1941KRAKĖS Krakės,Vasario 16 g. 6 wurde 1898 geboren. Er wurde im September 1941 ermordet.manoteises.lt: Aronas Polunskis, abgerufen am 5. Dezember 2023 120px HIER ARBEITETEABRAMAS MICHELISVOLPOVIČIUSGEBOREN 1895VERHAFTET 1941KRAKAUER GHETTOGETÖTETSEPTEMBER 1941KRAKĖS Krakės,Kauno g. 2 wurde 1895 geboren. Er wurde im September 1941 ermordet.manoteises.lt: STUMBLING STONES, abgerufen am 2. Dezember 2023
Kretinga Nach der Besetzung Litauens durch Nazi-Deutschland wurden im Sommer 1941 im Zuge des Holocaust in drei Massenerschießungen zumindest 470 der 550 jüdischen Bewohner von Darbėnai ermordet. In der Turgaus aikštė von Darbėnai wurden zwei Stolpersteine verlegt, einer auf Hausnummer 5, der andere auf Hausnummer 13. Die Verlegung der Stolpersteine wurde von der Lehrerin Edita Gliožerienė initiiert.manoteises.lt: STUMBLING STONES, abgerufen am 2. Dezember 2023
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER ARBEITETEELIJAH BRUCKGEBOREN 1902GETÖTET 29. JUNI 1941 Darbėnai,Turgaus aikštė 5 , geboren 1902, wurde zusammen mit weiteren Juden aus Darbėnai am 29. Juni 1941 getötet. Seine Frau Chava (geb. 1902), sein Sohn Abrachham (geb. 1934), seine Schwester Ela und alle seine jüngeren Brüder und Schwestern wurden wenig später ermordet.Manoteises: Elijahu Bruckus, abgerufen am 4. Dezember 2023 120px HIER LEBTEESTERA KVERELYTĖGEBOREN 1924GETÖTET 1941 Darbėnai,Turgaus aikštė 9 wurde 1924 geboren und 1941 getötet.Manoteises: Estera Kverelytė, abgerufen am 4. Dezember 2023
Kuliai In der Ortschaft Kuliai wurde ein Stolperstein verlegt.
Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER WOHNTEETA ODESAITĖGEBOREN 1922VERHAFTETIN DER GEMEINDE KULIAIJUNI 1941VOM ORT DES MASSAKERSGEFLÜCHTET 1941GETÖTET 19. Juli 1944 3213 Kulių I tvenkinys (Teich) (geboren 1922)
Panevėžys In der Stadt Panevėžys wurden von Gunter Demnig während seines Aufenthalts in Litauen im August 2016 vier Stolpersteine verlegt. Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120px HIER LEBTEONA GRACHAUSKIENĖBAGDONAVIČIŪTĖJG. 1923VERHAFTETKONZENTRATIONSLAGERPRAVIENIŠKĖSDEPORTIERT NACH DEUTSCHLANDBEFREIT Panevėžys,J. Tilvyčio gatvė 1 (geboren 1923) 120px HIER LEBTEANASTAZIJAJABLONSKIENĖ-BAGDONAVIČIŪTĖJG. 1875VERHAFTET 1. Juni 1943ERMORDET 1943KONZENTRATIONSLAGERPRAVIENIŠKĖS (1875–1943) 120px HIER LEBTEONA MAZUTEVIČIUTEBAGDONAVIČIŪTĖJG. 1905DEPORTIERT 1943NACH DEUTSCHLANDBEFREIT (geboren 1905) 120px HIER LEBTEZOSĖ MATUZEVIČIUTEJG. 1934VERHAFTET 1. Juni 1943KONZENTRATIONSLAGERPRAVIENIŠKĖSDEPORTIERTNATZWEILER-STRUTHOFBEFREIT (geboren 1934)
Plungė In der Stadt Plungė wurden zu einem unbekannten Zeitpunkt zwei Stolpersteine verlegt.