Kaule ist der Name eines historischen Ortsteils im Stadtteil Alt Refrath der Stadt Bergisch Gladbach im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Straße Auf der Kaule erinnert an den ehemaligen Wohnplatz. Lage Der historische Wohnplatz Kaule liegt nördlich von Halbenmorgen und südlich des Gierather Waldes. Die Straße Auf der Kaule beginnt an der Kreuzung Brandroster und Halbenmorgen. Sie verläuft in nordöstlicher Richtung zunächst parallel zum Scharrenbroichweg, dann zum Gierather Wald. Ab der Kreuzung mit dem Übergang der Dolmanstraße in den Refrather Weg wird die Straße zur Anliegerstraße, dann zum Waldweg. Östlich der Straße Am Grünen Wäldchen schwenkt Auf der Kaule nach Süden und endet an der Kreuzung Golfplatzstraße und Sandbüchel. Abzweigende Straße Auf der Kaule berührt folgende Straßen und Wege (von Westen nach Osten): Iddelsfeld (links), Thielenbrucher Straße (li), Heitberg (rechts), Kochsgut, Strunder Weg (li) und Kicke (re), Dolmanstraße (re) und Refrather Weg (li).

Geschichte Die Gewannenbezeichnung Auf der Kaule bezieht sich auf die spätmittelalterliche Hofsiedlung Refrather Kaulengut.Andree Schulte: Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen. Zweite, von Albert Eßer ergänzte und neu bebilderte Auflage. Bergisch Gladbach 2015. ISBN 978-3-9813488-4-2

Carl Friedrich von Wiebeking benennt die Hofschaft auf seiner Charte des Herzogthums Berg 1789 als Kuhlen. Aus ihr geht hervor, dass Kaule zu dieser Zeit Teil der Honschaft Refrath im Kirchspiel Bensberg war.Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz. Zweiter Band: Die Karte von 1789. Einteilung und Entwicklung der Territorien von 1600 bis 1794. Bonn 1898.

Unter der französischen Verwaltung zwischen 1806 und 1813 wurde das Amt Porz aufgelöst und Kaule wurde politisch der Mairie Bensberg im Kanton Bensberg zugeordnet. 1816 wandelten die Preußen die Mairie zur Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein.

Der Ort ist auf der Topographischen Aufnahme der Rheinlande von 1824 ohne Namen verzeichnet. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Kaule oder ohne Namen verzeichnet.

+EinwohnerentwicklungJahrEinwohnerWohn-

gebäudeKategoriePolitische / kirchliche Zugehörigkeit1845Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln : nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. / hrsg. von der Königlichen Regierung zu Cöln [Köln], 224BauergüterBürgermeisterei Bensberg, Pfarre Bensberg, Bezeichnung Kaule bei Refrath1871102HofstelleBürgermeisterei Bensberg1885Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.62OrtschaftBürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Refrath1895Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.51OrtschaftBürgermeisterei Bensberg, Kirchspiel Refrath1905Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Heft XII), Berlin 1909.71OrtschaftBürgermeisterei Bensberg, katholische Pfarre Refrath

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ortsteil von Alt Refrath