Sonja Hilberger (* 1968 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin und Regisseurin.

Leben Sonja Hilberger, geboren und aufgewachsen in Berlin-Gropiusstadt, besuchte von 1974 bis 1987 die Walter-Gropius-Schule. Sie studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Psychologie an der Freien Universität Berlin, Veranstaltungstechnik an der Beuth Hochschule für Technik Berlin und von 1990 bis 1994 Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater Rostock., abgerufen am 30. April 2024

Nach Engagements am Theater Kiel und an den Uckermärkische Bühnen Schwedt arbeitet sie freiberuflich als Schauspielerin und Regisseurin. Sie ist Mitglied des Ensembles des Theater 89, spielte am Volkstheater Rostock, bei den Bad Hersfelder Festspielen, am Theater am Kurfürstendamm Berlin, bei den Ruhrfestspielen, dem Brechtfestival Augsburg. Sie inszenierte am Theater 89, dem Volkstheater Rostock, den Uckermärkische Bühnen Schwedt und an der Neuen Bühne Senftenberg.

Gemeinsam mit Experten aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Pädagogik gründete Sonja Hilberger 2012 den Verein „muse work e.V.“, der eine Schnittstelle bietet zwischen verschiedenen Institutionen und Unternehmen der Stadt Rostock wie Volkstheater Rostock, Kunsthalle Rostock, Compagnie de Comédie, Hochschule für Musik und Theater Rostock, Pädagogisches Kolleg und Schulen, um Formate wie das „Kunstlabor Rostock“ zu initiieren und auch bei der Produktion von Theaterstücken neue Wege zu gehen.

Sonja Hilberger übernimmt 2019 die künstlerische Leitung des 5. Freisprung Theaterfestivals und verantwortet seitdem das künstlerische Profil des Nachwuchsfestivals der Freien Theater Mecklenburg-Vorpommerns.

An der Universitätsmedizin Rostock ist Sonja Hilberger Projektleiterin für das Simulationspatientenprogramm.

Hilberger erhielt Lehraufträge an der Hochschule für Musik und Theater Rostock, an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig und an der Berliner Schule für Schauspiel.

2022 erhielt Sonja Hilberger einen Ruf an das Max Reinhard Seminar der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien als Professorin für Rollengestaltung.

Werke Filmografie 1996: Freunde fürs Leben (Fernsehserie, Staffel 5, Folgen 65–68), Regie: Thomas Jacob 1998: Angel Express (Kinofilm), Regie: RP Kahl 2007: Alle Alle (Kinofilm), Regie: Pepe Planitzer (Berlinale 2007, Perspektive Deutsches Kino) 2011: Der Kriminalist (Fernsehserie, Folge Sucht), Regie: Filippos Tsitos 2015: Soko Wismar (Fernsehserie, Folge Unter Strom), Regie: Kerstin Ahlrichs 2017: Polizeiruf 110 (Fernsehserie, Folge Angst heiligt die Mittel), Regie: Christian von Castelberg 2018: Polizeiruf 110 (Fernsehserie, Folge Der Fall Sikorska), Regie: Stefan Kornatz 2021: Jerks. (Fernsehserie, Folge Krallensohn), Regie: Christian Ulmen 2021: Als Susan Sontag im Publikum saß (Kinofilm), Regie: RP Kahl

Inszenierungen (Auswahl) 2002: Zimmer Frei (Markus Köbeli), Theater zum westlichen Stadthirschen 2007: Für Freudensprünge keine Zeit (Eugen Herman-Friede), Uraufführung, Theater 89 2011: Die chinesische Nachtigall (Hans Christian Andersen), Volkstheater Rostock 2011: Gut gegen Nordwind (Daniel Glattauer), Volkstheater Rostock 2011: Über die Möglichkeiten der Punkbewegung (Oliver Kluck), Uraufführung, Volkstheater Rostock 2012: Wie Michel eine Heldentat vollbrachte (Astrid Lindgren), Volkstheater Rostock 2013: Gas I (Georg Kaiser), Volkstheater Rostock, Koproduktion mit der Hochschule für Musik und Theater Rostock 2014: Bis ans Limit (Elisabeth Zöller und Brigitte Kolloch), Uckermärkische Bühnen Schwedt 2014: Engel mit nur einem Flügel (Fendt/Kiekhöfer), Compagnie de Comédie Rostock 2015: Das kalte Herz (Monika Radl), Uraufführung, Uckermärkische Bühnen Schwedt 2015: Pro An(n)a, (Marzena Ryłko), deutsche Erstaufführung, Volkstheater Rostock 2016: Aladin (Monika Radl), Uraufführung, Uckermärkische Bühnen Schwedt 2016: Die 39 Stufen (Alfred Hitchcock / John Buchan), Uckermärkische Bühnen Schwedt 2016: Bornholmer Straße (Christian Schwochow / Jörg Steinberg), Neue Bühne Senftenberg 2017: Das Leben und Sterben des Kaplan Slüter zu Rostock (Holger Teschke), Uraufführung, Volkstheater Rostock 2018: Die Schule der Diktatoren (Erich Kästner), Volkstheater Rostock 2018: Fighter (Knut Winkmann / Philipp Romann), Compagnie de Comédie Rostock 2019: Till Eulenspiegel (Hans Sachs) 2019: Nürnberg (Wojciech Tomczyk), deutschsprachige Erstaufführung, Uckermärkische Bühnen Schwedt 2019: Erich Kästner – Fort von hier! Uraufführung unter Verwendung von Originaltexten, Volkstheater Rostock 2020: Hänsel und Gretel (Brüder Grimm, Fassung Gunnar Kunz), Compagnie de Comédie Rostock 2021: Farm der Tiere (George Orwell, Fassung Peter Hall), Uckermärkische Bühnen Schwedt 2021 Diktat der Gesundheit (?) / Inszenierung in 3 Räumen nach Corpus Delicti (Juli Zeh)

Theater (Auswahl) 1994: Krankheit der Jugend (Ferdinand Bruckner), Regie: Henning Rühle 1994: Medea (Georg Anton Benda), Regie: Thomas Vallentin 1995: Die Minderleister (Peter Turrini), Regie: Wolfgang Lichtenstein 1997: Orpheus in der Unterwelt (Jacques Offenbach), Regie: Gerhard Kähling 1997: Eva, Hitler’s Geliebte (Stefan Kolditz), Regie: Frank Strobel 2002: It Works (Oliver Bukowski), Uraufführung, Regie: Hans-Joachim Frank 2003: Acht Frauen (Robert Thomas / François Ozon), Regie: Matthias Brenner 2003: Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui (Bertolt Brecht), Regie: Johanna Schall 2003–2018: Der Raub der Sabinerinnen (Franz und Paul von Schönthan / Curt Goetz), Regie: Katharina Thalbach 2004: Sommernachtstraum (William Shakespeare), Regie: Rainer Iversen 2004: Sein oder nicht Sein (Edwin Justus Mayer), Regie: Katja Paryla 2006: Nach dem Kuss (Oliver Bukowski), Uraufführung, Regie: Hans-Joachim Frank 2006–2015: Eine Liebe in Deutschland (Rolf Hochhuth), Uraufführung, Regie: Hans-Joachim Frank 2007: Herbertshof (Ralf-Günter Krolkiewicz), Regie: Hans-Joachim Frank 2008: Industrielandschaft mit Einzelhändlern (Egon Monk), Uraufführung, Regie: Hans-Joachim Frank 2008: Steinkes Rettung (Oliver Bukowski), Regie: Hans-Joachim Frank 2009: Das Käthchen von Heilbronn (Heinrich von Kleist), Regie: Johanna Schall 2009: Jugend ohne Gott (Ödön von Horváth), Regie: Hans-Joachim Frank 2010: Münchhausen (Erich Kästner), Regie: Johanna Schall 2012: Faust II, (Johann Wolfgang von Goethe), Regie: Wolfgang Bunge 2013: Hamlet (William Shakespeare), Regie: Kay Wuschek 2013: Atropa (Tom Lanoye), Regie: Alexander Flache 2014: Lehrstück (Bertolt Brecht / Paul Hindemith), Regie: Johanna Schall 2015: Die Komödie der Irrungen, (William Shakespeare), Regie: Manfred Gorr 2016: Unwiderstehlich (Fabrice Roger-Lacan), Regie: Reiner Heise 2017: Das Sparschwein (Eugène Labiche), Regie: Johanna Schall 2019: Die deutschen Kleinstädter (August von Kotzebue), Regie: Hans-Joachim Frank 2020: Der Nibelungen Wut (Johanna Schall / Grit van Dyk), Regie: Johanna Schall

Auszeichnungen 1998: Schauspielerin des Jahres, Oskar der Uckermark, Uckermärkische Bühnen Schwedt 1998: Jugend kulturell, Förderpreis, Landessieger Mecklenburg-Vorpommern

Weblinks

Website von Sonja Hilberger

Sonja Hilberger bei der Agentur Spielkunst Sonja Hilberger auf der Website der Komödie am Kurfürstendamm

Einzelnachweise

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