Pechsieder, auch Pechbrenner, mittelalterlich auch bëcher oder bëcherer,Matthias Lexer: Mittelhochdeutsches Wörterbuch. 1, Sp. 137 im Wörterbuchnetz gewannen durch die Trennung von Harz oder Holzteer von Nadelbäumen (Kiefern und Fichten) mittels Erhitzen oder Destillieren von den flüchtigen Bestandteilen und vom Wasser Pech. Der dunkelfarbige Stoff diente diversen Zwecken wie u. a. zum Auspichen von Bierfässern (Pichpech), zur Herstellung von Terpentinöl, Heilsalben, Wagenschmiere, Leder- und Schuhpasten oder zum Kalfatern von Schiffsrümpfen (Schiffspech).

Besonders in deutschen Wäldern wurde der dazumal wichtige Handelsgegenstand in den Pechhütten gewonnen.

In Österreich ist der Pechbrenner eine Person, die aus Schwarzkiefern Harz gewinnt; siehe Pecherei.

Literatur Rudi Palla: Das Lexikon der untergegangenen Berufe. Eichborn, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-8289-4152-4.

Weblinks Pechsieder im Austria-Forum, Heimatlexikon (auf der Grundlage von Rudi Palla: Verschwundene Arbeit, Wien – München 2010)

Einzelnachweise

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