Hored (auch Harid u. a.) († 19. April 972) war der erste Bischof von Schleswig im Jahre 948.

Leben Über Horeds Herkunft ist nichts bekannt. Laut Adam von Bremens Hamburgische Kirchengeschichte aus dem 11. Jahrhundert wurde er im Jahr 948, “im 12. Jahr des Erzbischofs”, von Erzbischof Adaldag von Hamburg auf Initiative des deutschen Königs Otto I. zum Bischof von „Sliaswig“ geweiht, gemeinsam mit den Bischöfen Liafdag von Ribe und Reginbrand von Århus.Adam von Bremen: Hamburgische Kirchengeschichte, II, 3f. Der genaue Zeitpunkt ist unsicher, möglich wäre Mitte April, wenn die Datumsangabe XI kal. Maii im Katalog der Bischöfe von Schleswig als Termin der Weihe und nicht wie wahrscheinlicher als Sterbedatum zu verstehen wäre.Denselben Sterbetag geben auch die Nekrologe von Merseburg und Bremen an ( Lappenberg: Über die Chronologie der älteren Bischöfe der Diöcese des Erzbisthums Hamburg, S. 396). Am 7. Juni desselben Jahres wurde Hored als “Oredo Sliewiccensis” unter den Teilnehmern der Universalsynode in Ingelheim aufgezählt.E.-D. Hehl: Die Konzilien Deutschlands und Reichsitaliens 916-1001. Teil 1: 916–960, MGH Conc., 6/1, 1987, S. 158 Dafür, dass er erst dort geweiht wurde, gibt es keine Hinweise. Horeds weiteres Schicksal ist unbekannt, es ist auch nicht klar, ob er den Bischofssitz in Haithabu jemals betreten hat, denn dieses stand unter dänischer Herrschaft. Saxo Grammaticus erwähnt allerdings um 1200 das segensreiche Wirken des “Haricus Sleswicum” für die Ausbreitung des Christentums.Saxo Grammaticus: Gesta Danorum 10.11.5 Laut dem zwischen 1043 und 1085 verfassten Katalog der Bischöfe von Schleswig amtierte er 24 Jahre, also bis 972.J. Lappenberg: Über die Chronologie der älteren Bischöfe der Diöcese des Erzbisthums Hamburg. In: Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde, 9, 1847, S. 397 Sein Nachfolger wurde laut des Katalogs ein Adaldag, möglicherweise der Erzbischof selbst, während Saxo Grammaticus Marco nennt, der Hored sehr unpräszise datiert „in jenen Zeiten“ der Herrschaft von Harald Blauzahn nachfolgte.Saxo Grammaticus: Gesta Danorum, 10.13.1 Die neuere Forschung nimmt eine sehr viel kürzere Amtszeit bis etwa 952 an.

Literatur Christian Radtke: Anfänge und erste Entwicklung des Bistums Schleswig im 10. und 11. Jahrhundert. In Ders. (Hrsg.): 850 Jahre St.-Petri-Dom zu Schleswig. Schleswig 1985. S. 133–160.

Johann Martin Lappenberg: Über die Chronologie der älteren Bischöfe der Diöcese des Erzbisthums Hamburg. In: Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche Geschichtskunde, 9, 1847, S. 395–404. Einzelnachweise

Kategorie:Bischof von Schleswig Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (10. Jahrhundert) Kategorie:Geboren im 9. oder 10. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 10. Jahrhundert Kategorie:Mann