Daniel Neumann (* 25. Dezember 1973 in Jugenheim)„Meine Vision ist, dass wir alle Anhänger eines ethischen Monotheismus werden.“ In: FRIZZ Das Magazin, aufgerufen am 25. Juni 2018. ist ein deutscher Rechtsanwalt, Autor und seit 2023 Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen.Gemeinsam dem Hass die Stirn bieten. In: Main-Spitze, 17. März 2018, aufgerufen am 26. Juni 2018.Hohe Anforderungen an Hessens Antisemitismusbeauftragten. Deutschlandfunk, Ludger Fittkau, 3. Mai 2018, aufgerufen am 25. Juni 2018.
Leben Daniel Neumann studierte nach seinem Abitur von 1993 bis 1998 Rechtswissenschaften an der Universität Mainz und arbeitete nach seinem Rechtsreferendariat vom Jahr 2000 bis 2003 als Wertpapiermanager und Börsenhändler, seit 2004 als Rechtsanwalt in Frankfurt am Main.
Seit 2003 ist er im Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen tätig, seit 2006 ist er Direktor des Verbandes. Im Dezember 2023 wurde er zum Vorsitzenden des Verbandes gewählt. Neben dieser Tätigkeit war Neumann von 2008 bis 2022 Richter des Schiedsgerichts beim Zentralrat der Juden in Deutschland.Thomas Wolff: Daniel Neumann, der neue Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Darmstadt: „Wir igeln uns nicht freiwillig ein“. , Darmstädter Echo, 15. März 2017, aufgerufen am 27. Juni 2018. 2008 wurde Neumann ehrenamtlicher Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und 2017 zum Vorsitzenden gewählt.Harald Pleines: Antisemitismus als Krankheit der Gesellschaft. In: Jüdische Allgemeine, 22. Januar 2018, aufgerufen am 29. Juni 2018. Im Jahr 2018 rief er die Jüdischen Kulturwochen Darmstadt ins Leben, die seither von der Jüdischen Gemeinde und der Stadt Darmstadt ausgerichtet werden.
Von 2013 bis 2024 war er Mitglied des Rundfunkrates des Hessischen Rundfunks, in dem er ab 2017 als Vorsitzender des Programmausschusses Hörfunk und ab 2021 als Vorsitzender des hr-Programmausschusses Fernsehen fungierte. Seit 2020 ist Neumann außerdem Vorsitzender des Hessischen Forums für Religion und Gesellschaft.Mitglieder HR-Rundfunkrat. hr-Rundfunkrat, aufgerufen am 27. Juni 2018.Programmausschuss Hörfunk. hr-Rundfunkrat, abgerufen am 29. Juni 2018.Vorstandsmitglieder Vorstand. Hessisches Forum für Religion und Gesellschaft, abgerufen am 8. Oktober 2020. Ebenfalls seit Anfang 2020 fungiert er als Vorstandsmitglied der Liga der freien Wohlfahrtspflege Hessen e. V.
Im November 2022 wurde Neumann ins Präsidium des Zentralrats der Juden in Deutschland gewählt. Seit Juli 2024 sitzt er im Aufsichtsrat der hr-Werbung und im September 2025 wurde er als Schiedsrichter an die neu eingerichtete Schiedsgerichtsbarkeit NS-Raubgut der Bundesregierung berufen.
Neumann unterstützt als Mitglied die Initiativen Prominent gegen RassismusProminent gegen Rassismus. stiftung-gegen-rassismus.de, abgerufen am 7. August 2018. und Engagiert gegen Rassismus und er ist in der Leitungsgruppe des Projektes Schulter an Schulter (SAS)stiftung-gegen-rassismus.de Leitungsgruppe von Schulter an Schulter. stiftung-gegen-rassismus.de, abgerufen am 9. Mai 2022. der Stiftung gegen Rassismus aktiv.Schulter an Schulter startet.Internationale Wochen gegen Rassismus, abgerufen am 4. Januar 2019.
Er ist in verschiedenen interreligiösen Foren auf kommunaler wie auf Landesebene engagiert. Seit 2010 hält er Ansprachen in der Sendung „Jüdische Welt“, die an jedem ersten Freitag im Monat auf hr2-kultur ausgestrahlt wird., hr2-kultur, aufgerufen am 27. Juni 2018. Sie sind auch als monatlicher Podcast verfügbar.
Er ist außerdem für die Jüdische Allgemeine und für das Magazin des Bundes traditioneller Juden in Deutschland als Autor tätig.Autorenprofil Daniel Neumann. Jüdische Allgemeine, abgerufen am 25. Juni 2018.
Sein Vater Moritz Neumann war bis zu seinem Tod im Jahr 2016 ebenfalls Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und Vorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Hessen (LVJGH).Vorsitzender der jüdischen Gemeinden ist tot. In: Frankfurter Rundschau, 23. Juni 2016, aufgerufen am 5. Juli 2018.Das Porträt: Generationswechsel – Daniel Neumann leitet die Jüdische Gemeinde Darmstadt. Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen, 21. Mai 2017, aufgerufen am 27. Juni 2018.
Neumann ist verheiratet und hat vier Kinder.Über uns: Geschäftsführung. Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen, aufgerufen am 28. Juni 2018.
Positionen Neumann sprach im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2018 als erster jüdischer Vertreter überhaupt anlässlich des Freitagsgebetes in einer Moschee in Raunheim und plädierte für ein gemeinsames Miteinander „unabhängig von Religion, Herkunft oder Hautfarbe“. Gleichzeitig verurteilte er den „Antisemitismus in der islamischen Gemeinschaft“ und rief zu dessen Bekämpfung auf. Internationale Wochen gegen Rassismus, aufgerufen am 28. Juni 2018.Rede von Daniel Neumann – 16.03.2018. Internationale Wochen gegen Rassismus, 16. März 2018, aufgerufen am 29. Juni 2018.
In einem offenen Brief an Patrick Burghardt, Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim, protestierte der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen 2017 gegen ein Konzert von Kollegah auf dem Hessentag, da dessen Texte homophobe, sexistische sowie antisemitische Passagen enthielten und er damit antijüdische Klischees bediene.Kendra Stenzel: Antisemitismus – Man wird ja wohl noch rappen dürfen… In: Der Spiegel. 6. Februar 2017, abgerufen am 29. Juni 2018.Jan Wiele: Isch hab Notbremse. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 12. Dezember 2017, abgerufen am 29. Januar 2018.Lars Weisbrod: Jung, brutal, Antisemit? In: Die Zeit,. 11. April 2018, abgerufen am 29. Juni 2018. Es kam am selben Tag zu einem Telefonat zwischen Neumann und Kollegah; später zu einem offenen Brief des Rappers auf Facebook.Offener Brief von Kollegah, Facebook, abgerufen am 29. Juni 2018. Neumann habe am Telefon damals versucht, dem Rapper klarzumachen, dass es völlig irrelevant sei, ob er Antisemit sei oder nicht, sondern dass es darauf ankomme, was er tue. Wenn die Texte, die der Rapper verbreite, antisemitische Inhalte hätten, sei es ihm „völlig egal, was Kollegah in seinem Kopf mit sich herumträgt“. Neumann ist der Meinung: „Es muss Grenzen geben.“ Diese seien dort, wo Texte das Potential hätten, andere gegen Minderheiten aufzustacheln.Robin Göckes, Christian Preusser: Protest gegen Auftritt von Hass-Rapper Kollegah in Rüsselsheim. In: Frankfurter Neue Presse, 1. Februar 2017, abgerufen am 25. Juni 2018.Die dunkle Seite des deutschen Rap. ARD, 19. April 2018, abgerufen am 24. Juni 2018. Später kritisierte er die Echo-Preisverleihung an Kollegah und Farid Bang daher heftig.Echo 2018: Antisemitismus-Vorwürfe gegen Kollegah und Farid Bang. Deutsche Welle, 5. April 2018, abgerufen am 5. Juli 2018. Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen, 23. April 2018, abgerufen am 5. Juli 2018.
Einzelnachweise
Kategorie:Person des Judentums (Hessen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1973 Kategorie:Mann