Der Oberbergbach, im Oberlauf Alpeiner Bach, ist ein linker Zufluss der Ruetz in den Stubaier Alpen in Tirol.

Verlauf Der Alpeiner Bach entspringt dem Alpeiner Ferner in einer Höhe von rund und fließt Richtung Nordosten durch das Oberbergtal vorbei an der Franz-Senn-Hütte. Etwa ab der Oberissalm wird er Oberbergbach genannt. Bei Seduck wendet er sich in einem Bogen nach Südosten, wo sich das Oberbergtal in das Stubaital öffnet und der Oberbergbach nordöstlich von Milders in die Ruetz mündet. Im Oberlauf ist der Bach oft verflochten an Stellen mit niedriger Steigung. Hier ist ein Teil des Baches als Feuchtgebiet ausgeprägt. Der Alpeiner Bach verengt oberhalb der Franz-Senn-Hütte durch eine kleine Schlucht, die Höllenrachenschlucht. An der, der Höllenrachenklettersteig vorbei führt. Nach der Schlucht verflechtet sich der Bach wieder.

Flussordnung und speisende Bäche Im Oberlauf trifft der Alpeiner Bach auf einer Höhe von circa 2260 m auf den Berglasfernerbach. Der Berglasfernerbach wird vom Berglasferner gespeist. Ab dem aufeinander Treffen der beiden Bäche, erhält der Alpeiner Bach hier die Flussordnungszahl 2 und behält diese Ordnungszahl im Verlauf. Weiterhin im Oberlauf des Alpeiner Bach trifft der Bach auf weitere Bäche der Flussordnungszahl 1, dem Rinnenkarbach und dem Stiergschwezbach. Im Unterlauf speisen weitere 14 Bäche mit der Flussordnungszahl 1 den Oberbergbach. Diese Bäche sind Kuhgeschwezbach, Platzenbach, Maurnlegerbach, Villergrubenbach, Stöcklenalmbach, Außerer Stocklengrubenbach, Schranbach, Issebach (HZB-Code: 2-8-153-50-38-23), Tiefenbach, Issenangerbach, Issebach (HZB-Code: 2-8-153-50-38-28), Seealmbach, Griesbach und Haslerbach.

Einzugsgebiet Das natürliche Einzugsgebiet des Oberbergbachs beträgt 63,0 km², davon sind 8,1 km² (rund 13 %) vergletschert (Stand 1988)Max H. Fink, Otto Moog, Reinhard Wimmer: Fließgewässer-Naturräume Österreichs. Umweltbundesamt Monographien Band 128, Wien 2000, S. 47 (umweltbundesamt.at [PDF; 475 kB]). Der höchste Punkt im Einzugsgebiet ist die Ruderhofspitze mit Bei der Alpeineralm unterhalb der Franz-Senn-Hütte auf einer Höhe von rund wird der Alpeiner Bach gefasst und in den Speicher Längental des Kraftwerks Sellrain-Silz abgeleitet. Dadurch wird das wirksame Einzugsgebiet um 23,7 km² verringert. Im Einzugsgebiet dominieren größtenteils Gneisgesteine und vereinzelt kommen Schiefer vor. – Daten und Auswertungen, S. OG 436 (bmlfuw.gv.at [PDF; 22,7 MB])

Ökologie Der Alpeiner Bach liegt im Ruhegebiet Stubaier Alpen. Der ökologische Gesamtzustand wird als sehr gut bewertet, Ufer und Sohle sind naturnah bzw. natürlich ausgebildet. Im vom Bach beeinflussten Feuchtgebiet, kommen Wollgräser, Grasfrosch, Bergmolch und Wasseramsel vor.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Stubaier Alpen Kategorie:Geographie (Neustift im Stubaital) Kategorie:Gewässer im Bezirk Innsbruck-Land