Fred Krüger († 1950 in BerlinRainer Dörry: Totenliste von Sport-Journalisten, erstellt etwa 1952. In: Brandenburgische Genealogische Nachrichten (BGN), Hrsg.: Brandenburgische Genealogische Gesellschaft „Roter Adler“ e. V., Potsdam: Brandenburgische Genealogische Gesellschaft, 5. Jahrgang, Ausgabe 1/2010, Band 2, Heft 5, S. 112; bggroteradler.de (PDF; 1,8 MB)) war ein deutscher Radio-, später auch Fernsehreporter, und Sportjournalist.Klaus Winker: Fernsehen unterm Hakenkreuz. Organisation, Programm, Personal. Böhlau, 1994, S. 87, 126, 228, 234.
Wirken Krüger berichtete in der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus in Printmedien und im Rundfunk von zahlreichen Veranstaltungen u. a. vom Sport. Vorwiegend berichtete er von Schwimm-/Turnveranstaltungen sowie von Automobilrennen, beispielsweise 1933 aus der Nordkurve der Berliner AVUS beim Internationalen ADAC-AutorennenReportage vom Internationalen ADAC-Autorennen auf der Berliner Avus. Deutsches Rundfunkarchiv. oder für den Deutschlandsender 1935 über die Olympia-Ausstellung in Berlin.Radioprogramma: Deutschlandsender. In: Amersfoortsch Dagblatt, 33. Jahrg., Nr. 214, 11. März 1935, S. 6. Der 1934 erschienene dritte Teil der Reihe Künstler im Rundfunk weist ihn als Chefreporter des Deutschlandsenders aus.Krüger, Fred. In: Künstler im Rundfunk. Teil 3. Schauspieler und Ansager. Regisseure, Sprecher, Reporter. Rothgießer & Diesing, Berlin 1934, S. 104.
Wie viele seiner Kollegen – darunter Roderich Dietze, Paul Laven, Hugo Murero und Rolf Wernicke – entdeckte auch er ein Interesse für das Fernsehen. Sie arbeiteten fortan auf freiwilliger Basis für den Fernsehsender Paul Nipkow, zum Beispiel für die ab 1939 ausgestrahlte Sendung Zeitdienst.Arnulf Kutsch: Hans-Waldemar Bublitz (1910–1986). In: Studienkreis Rundfunk und Geschichte Mitteilungen. 12. Jahrg., Nr. 3, Studienkreis Rundfunk und Geschichte, Juli 1986, S. 174; rundfunkundgeschichte.de (PDF; 2,4 MB). Auch während der Olympischen Sommerspiele in Berlin 1936 war er als Fernsehreporter eingesetzt.Knut Hickethier: Geschichte des deutschen Fernsehens, Stuttgart/Weimar 1998. Online
Bei den vorausgegangenen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen waren er und sein Berliner Kollege Wilhelm Reetz Hauptschriftleiter der im Reichssportverlag herausgegebenen Olympia Zeitung, dem amtlichen Organ des Organisationskomitees. Die Tagesauflage der Zeitung musste wegen der großen Nachfrage von anfänglich 20.000 auf 100.000 Exemplare im Tagesdurchschnitt erhöht werden.Olympia-Zeitung. In: IV. Olympische Winterspiele. Amtlicher Bericht. Hrsg. vom Organisationskomitee für die IV. Olympischen Winterspiele 1936, Reichssportverlag, Berlin, 1936, S. 170; la84.org (PDF) Unter anderem verfasste er vor Beginn der Sommerspiele in der Zeitschrift Sieben Tage einen Beitrag zum Thema Vor-Olympia im FunkFred Krüger: Vor-Olympia im Funk. In: Sieben Tage, Jahrg. 6, Nr. 22, Motagm S. 1. sowie einen Beitrag über die Schwimmer der Olympischen Sommerspiele in Berlin für das vom Hamburger Cigaretten-Bilderdienst herausgegebene Zigarettenbilder-Album Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen.Fred Krüger: 600 Schwimmer am Start. In: Walter Richter: Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen. Cigaretten-Bilderdienst Altona-Bahrenfeld, Hamburg 1936, S. 66 ff. Auch bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin 1936 leitete er die Olympia Zeitung als Hauptschriftleiter.Maxime Bethke: Die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin im Zeichen der Propaganda? Eine Analyse der Offiziellen Olympia Zeitung, 2014, Kapitel 6.2 Allgemeine Daten und formale Aspekt, S. 16; monami.hs-mittweida.de (PDF; 3,2 MB).
Außerhalb des Sports lieferte Krüger im Rahmen der NS-Propaganda auch Reportagen aus den Kriegsgebieten, beispielsweise 1940 aus dem Generalgouvernement Warschau den Beitrag Grüße in elsässischer Mundart an die Angehörigen in der Heimat für die Weihnachtsringsendung.Walter Roller; Georg Vorwerk: Tondokumente zur Kultur- und Zeitgeschichte 1939–1940. Ein Verzeichnis. Band 4 (= Veröffentlichungen des Deutschen Rundfunkarchivs, Deutsches Rundfunkarchiv, Band 18). Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2006, S. 557. ISBN 978-3-86650-540-7 Seine Fernsehreportage über die Erlebnisse von Legionären in Spanien erfuhr bei seinem Kollegen Kurt Wagenführ besondere Begeisterung. So schrieb dieser in der Deutschen Allgemeinen Zeitung:
Krüger war Mitte der 1930er Jahre in Berlin-Charlottenburg gemeldet, zu dieser Zeit als Rundfunkangestellter, und ab 1937 dann in der Karlsruher Straße 10 in Berlin-Halensee, 1937 noch mit der Berufsbezeichnung Schriftleiter, ab 1938 dann als Funkreporter.
Weblinks Künstler > K: Krüger, Fred. radiomusaeum.org Fred Krüger. In: Deutsches Rundfunkarchiv
Einzelnachweise
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