Die historische Altstadt von Verona ist 2000 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen worden.

Die Stadt wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. gegründet, sie blühte besonders auf unter der Herrschaft der Scaliger im 13. und 14. Jahrhundert n. Chr. und als ein Teil der Republik von Venedig vom 15. bis 18. Jahrhundert n. Chr. In Verona sind eine bemerkenswert große Zahl von Denkmälern des Altertums, des Mittelalters und des Zeitalters der Renaissance erhalten geblieben. Sie ist ebenfalls ein hervorragendes Beispiel für eine militärische Festungsanlage, die zwei Jahrtausende in Gebrauch war.Englischer Text des Listeneintrags von Verona, abgerufen am 1. Juli 2018.

Zusammenfassung der Stadtentwicklung mini|Ponte Pietra Die Stadt liegt in Norditalien am Fluss Etsch () und am Fuß der Lessinischen Alpen. Der Siedlungsplatz geht auf prähistorische Zeiten zurück, eine kleine Siedlung entwickelte sich zwischen dem 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. und wurde ein römisches Municipium im 1. Jahrhundert v. Chr.; danach wuchs seine Bedeutung rasch an. Während des 5. Jahrhunderts n. Chr. wurde Verona vom Ostgoten Theoderich I. erobert, später von den Langobarden und 774 von Karl dem Großen.

Im frühen 12. Jahrhundert wurde es eine unabhängige Kommune, die unter der Signoria der Scaliger und besonders unter Cangrande I. aufblühte. 1495 fiel sie an Venedig, ab 1797 wurde sie ein Teil des Habsburger Reichs und gelangte 1866 nach dem Dritten Italienischen Unabhängigkeitskrieg zum Königreich Italien.

Die Altstadt mini|Arena von Verona Der Kern der Altstadt besteht aus der römischen Siedlung, die sich in den Flussbogen der Etsch schmiegt und eine der umfangreichsten Ansammlungen römischer Relikte in Norditalien enthält. Erhalten gebliebene Reste der Antike sind: das Stadttor Porta Borsari, die Reste der Porta Leoni, beide Tore sind die augenfälligsten Überreste der römischen Stadtmauer von Verona der Arco dei Gavi, der in der Napoleonischen Zeit abgebaut und nahe dem Castelvecchio in den 1930er Jahren wieder aufgebaut wurde, die Ponte Pietra, das römische Theater und die Arena von Verona.

Die Scaliger bauten die Mauern während des Mittelalters wieder auf, die dann ein viel größeres Gebiet im Westen und ein weiteres ausgedehntes Gebiet am Ostufer des Flusses umschlossen. In diesen Grenzen blieb die Stadt bis zum 20. Jahrhundert. mini|Blick auf einen Teil der Piazza delle Erbe mini|Piazza dei Signori Das Herz von Verona ist das Ensemble, das aus der Piazza delle Erbe (mit seinem malerischen Obst- und Gemüsemarkt) und der Piazza dei Signori besteht, mit historischen Gebäuden wie dem Palazzo del Comune, dem Palazzo del Governo, der Loggia del Consiglio, den Arche Scaligere und dem Domus Nova. Die Piazza Bra besitzt eine Reihe von Bauwerken, die aus verschiedenen Epochen stammen.

Veronas erhalten gebliebene Architektur und Stadtstruktur spiegeln die Entwicklung einer befestigten Stadt mit einer 2000-jährigen Geschichte wider.

Kriterien für Listeneintrag Folgende Kriterien gaben den Ausschlag für den Eintrag in die Welterbe-Liste:

Unversehrtheit, Unverfälschtheit und Schutz der Welterbe-Stadt mini|Castelvecchio Die folgenden Eigenschaften eines Welterbe-Objekts werden zusammengefasst für Verona wie folgt beurteilt: UnversehrtheitDie Unversehrtheit des Stadtbilds von Verona wird als außergewöhnlich hoch und die Struktur als recht homogen eingeschätzt. Auch die Schäden, die während des Zweiten Weltkriegs auftraten, wurden mit äußerster Sorgfalt behoben. Bedrohungen dieser Unversehrtheit durch Überschwemmungen wurden frühzeitig minimiert und für ein Erdbeben besteht ein geringes Risiko. UnverfälschtheitDie Echtheit und Unverfälschtheit der Altstadt von Verona ist hoch. Was zum Beispiel die Befestigungen der Stadt betrifft, so ist dieses Verteidigungssystem gut über die verschiedenen Zeiträume der militärischen Nutzung bewahrt worden. Man wandte nach dem Zweiten Weltkrieg die eingeführten Grundsätze der Restaurierung an, die seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in Italien zur Tradition geworden sind. Schutz und Denkmal-ManagementViele Institutionen kümmern sich um den Schutz des Welterbes und die gelisteten Gebäude und Denkmäler werden durch ein staatliches Schutzgesetz für das Kulturerbe und beauftragte Superintendanten überwacht und abgesichert. Es gibt ein UNESCO-Büro zur Koordination und es herrscht eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Institutionen.

Literatur Guido Barbetta: Le mura e le fortificazioni di Verona. Verona 1978. Arturo Sandrini, Pierpaolo Brugnoli: L’architettura a Verona nell’età della Serenissima (sec. XV–sec. XVIII). Verona 1988. Arturo Sandrini, Pierpaolo Brugnoli: L’architettura a Verona dal periodo napoleonico all’età contemporanea. Verona 1994. Giorgio Borelli: Chiese e monasteri di Verona. Verona 1980.

Weblinks

Englischer Text des Listeneintrags von Verona abgerufen am 1. Juli 2018

Einzelnachweise

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