miniatur|hochkant=1.3|Der Porsche 935K3/80 mit dem John Fitzpatrick, Axel Plankenhorn und Dick Barbour den zweiten Gesamtrang beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 1980 erreichten Richard Allan „Dick“ Barbour (* 3. Juli 1940 in San Diego; † 10. Juni 2026) war US-amerikanischer Unternehmer, Motorsportteam-Inhaber und Automobilrennfahrer.
Karriere Dick Barbour wuchs in La Jolla bei San Diego auf und interessierte sich früh für den Automobilsport. Daher gründete er ein Autozubehörgeschäft und eine Reparatur- und Tuning-Werkstatt für Porsche-Fahrzeuge. Parallel stieg er in den Automobilrennsport ein.
Seine ersten Rennen bestritt Barbour 1968 mit einem Lola T70 Mk II Spyder bei einigen Läufen in der Can-Am.Racing Sports Cars – Internetseite: 1969 wechselte er auf einen Porsche 904 und fuhr in diesem und dem nachfolgenden Jahr in Nicht-Meisterschafts-Rennen, die vom SCCA veranstaltet wurden. Mit der Saison 1971 startete er mit einem Porsche 908/02 Spyder in zwei Can-Am-Rennen, bevor er seine Rennfahrerkarriere für ein paar Jahre unterbrach.
Ab 1977 fuhr Barbour wieder Rennen und startete zusammen mit Tony Adamowicz und John Cannon in einem Ferrari 365 GTB/4 Competizione sein erstes Langstreckenrennen beim 24-Stunden-Rennen von Daytona, dass sie vorzeitig beenden mussten.Classicscars – Internetseite: Mit einem Porsche 934/5 startete er in der GTO-Klasse der IMSA-GT-Meisterschaft und erreichte einige Top-Ten-Platzierungen.
Für die Renn-Saison 1978 und 1979 erwarb er einen Porsche 935/77A, mit dem er in Läufen zur IMSA-GT-Meisterschaft, FIA-Langstrecken-Meisterschaft und Sportwagen-Weltmeisterschaft antrat. Beim 24-Stunden-Rennen von Daytona 1978 erreichte er mit Manfred Schurti und Johnny Rutherford den zweiten Platz in der Gesamtwertung.Classicscars – Internetseite: Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans beendeten er, Brian Redman und John Paul mit dem fünften Platz und dem IMSA-Klassensieg.Classicscars – Internetseite: Ein Jahr später konnte er mit seinem Team den Vorjahres-Erfolg in Le Mans mit einem zweiten Gesamtplatz und dem IMSA-Klassensieg wiederholen.Classicscars – Internetseite: Seine größten Erfolge als Rennfahrer erreichte Barbour 1980 mit dem Gesamtsiegen in den drei Langstreckenrennen von Sebring, Riverside und Mosport mit einem Porsche 935 K3/80.Racing Sports Cars – Internetseite:
Sein letztes Rennen fuhr er beim 500-Meilen-Rennen von Road America 1980 der IMSA-GT-Meisterschaft, das er mit dem zweiten Platz beendete.
Im Jahr 2000 stieg er wieder mit seinem Rennteam Dick Barbour Racing in den Motorsport ein. In der American Le Mans Series (ALMS) sicherte sich Dirk Müller in einem Porsche 911 GT3 R (Typ 996) mit neun Siegen in zwölf Läufen den GT-Klassensieg in der Fahrer-, Team- und Hersteller-Meisterschaft. Ein Jahr später setzte das Rennteam Reynard 01Q-Rennwagen in der ALMS-LMP-675-Klasse ein und gewann die Team-Wertung und mit Didier de Radiguès auch die Fahrer-Meisterschaft.
2004 wurde Barbour Partner des Lamborghini Murciélago Hersteller-Teams in den USA. Der vom Krohn-Barbour Racing eingesetzte Lamborghini Murciélago R-GT war in der ALMS nicht erfolgreich und so stieg Barbour bereits nach einer Saison wieder aus.
Seit 2008 betätigte sich Barbour wieder im Motorsport. Mit seinem Partner David Robertson setzte er Ford-GT-Rennwagen in der ALMS ein. Beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2011 startete das Team Robertson Racing LLC mit einem Ford GT-R Mk VII in der LMGTE Am-Klasse und erreichte den 26. Platz in der Gesamt- und den dritten Platz in der Klassenwertung.
Er starb im Juni 2026.Porsche mourns the passing of Dick Barbour, newsroom.porsche.com abgerufen am 11. Juni 2026.Racing-Reference – Internetseite: DickBarbourPerformance – Internetseite:
Statistik
Le-Mans-Ergebnisse
Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1978 Dick Barbour Racing Porsche 935/77A Brian Redman John Paul Rang 5 und Klassensieg 1979 Dick Barbour Racing Porsche 935/77A Rolf Stommelen Paul Newman Rang 2 und Klassensieg 1980 Dick Barbour Racing Porsche 935K3/80 Brian Redman John Fitzpatrick Rang 5 und Klassensieg
Sebring-Ergebnisse
Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1978 Dick Barbour Racing Porsche 935/77A Rolf Stommelen Manfred Schurti Ausfall Aufhängung 1979 Dick Barbour Racing Porsche 935/77A Rolf Stommelen Rick Mears Rang 4 1980 Dick Barbour Racing Porsche 935 K3/80 John Fitzpatrick Gesamtsieg
1000-km-Rennen auf dem Nürburgring-Ergebnisse
Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1979 Dick Barbour Racing Ford Escort RS Bob Akin Helmut Gall Ausfall 1980 Sachs-Sporting-Dick-Barbour-Team Porsche 935K3/80 John Fitzpatrick Axel Plankenhorn Rang 2 und Klassensieg
Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft
Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 1977 Ramsey FerrariBarbour Performance Ferrari 365 GTB/4Porsche 934 30 4 1978 Barbour RacingAmos Johnson Porsche 935AMC Pacer 2 DNF 3 5 5 2 10 1979 Barbour RacingAmos Johnson Porsche 935AMC SpiritFord Escort 26 4 15 6 DNF 2 6 2 DNF 1980 Barbour RacingDowning Maffucci Porsche 935Mazda RX-3 29 1 1 2 5 7 2
Weblinks
Rennergebnisse
Einzelnachweise
Kategorie:Rennfahrer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Sportwagen-WM-Rennfahrer Kategorie:Rennfahrer des 24-Stunden-Rennens von Le Mans Kategorie:Rennfahrer des 12-Stunden-Rennens von Sebring Kategorie:Sieger des 12-Stunden-Rennens von Sebring Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1940 Kategorie:Gestorben 2026 Kategorie:Mann