Der Rochowsee ist ein See im Landkreis Ostprignitz-Ruppin von Brandenburg. Am nördlichen Seeufer verläuft die Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern. Er gehört zum Rheinsberger Seengebiet im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land.Rochowsee auf anglermap.de Der See hat eine Fläche von 31,9 Hektar und ist bis zu 16 Meter tief.

Der Name des Sees (früher Rockowsee) wird auf das altpolabische Wort ‚rak‘ für ‚Krebs‘ zurückgeführt.Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Etymologie der Gewässernamen und der zugehörigen Gebiets-, Siedlungs- und Flurnamen. De Gruyter, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-033859-1, S. 442 ()

Der Rochowsee gehört zum Flusslauf des Rhin, der aus dem Quellsee Twernsee durch eine allmählich verlandende Verbindung in den Rochowsee und dann über eine etwa 300 Meter, S. 308 lange künstliche In: Managementplanung Natura 2000 im Land Brandenburg für das FFH-Gebiet „Rochowsee und Plötzensee“. S. 1 Fließstrecke in den Giesenschlagsee fließt.Zu einer anderen Version des Flusslaufes des Rhin siehe Rhin #Flusslauf Er gehört zum FFH-Gebiet „Wummsee und Twernsee“, das 2016 durch Zusammenlegung der FFH-Gebiete „Rochowsee und Plötzensee“, „Wummsee und Twernsee“ und „Erweiterung Wumm- und Twernsee“ gebildet wurde. auf mlul.brandenburg.de, Punkt R4Wummsee und Twernsee im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Brandenburg Teil II – Nr. 70 vom 9. Dezember 2016

Der See wurde für das Jahr 2006 als mesotroph klassifiziert und war von Armleuchteralgen dominiert.Timm Kabus et al.: Die Armleuchteralgen (Characeae) in ausgewählten Seen des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land (Brandenburg, Deutschland). Ergebnisse aus FFH-Gebieten zwischen Rheinsberg und Luhme. In: Berichte der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland. Beiheft 3. Karlsruhe 2011, S. 19–30, hier S. 21, Punkt 4.1, (online) Bis 2011 waren diese fast völlig verschwunden, heute überwiegen Tausendblattgewächse. Auch submers wachsender Tannenwedel ist zu finden.Knut Arendt et al.: Methodik und erste Ergebnisse des „naturkundlichen Tauchens“ in Seen des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. In: Naturschutz und Landschaftspflege in Brandenburg. Heft 4/2011, S. 122–135, hier S. 130, Punkt 4.3 und S. 131, Abbildung 14 () Im See finden sich mehrere Fischarten, unter anderem Aale, Barsche, Brachsen, Güster, Hechte, Rotaugen, Rotfedern und Schleie. Ausgesetzt wurden Kleine Maränen auf lelf.brandenburg.de, Juli 2012, Karpfen und Welse. Gewerbliche Fischerei wird kaum betrieben. In Managementplanung Natura 2000 im Land Brandenburg für das FFH-Gebiet „Rochowsee und Plötzensee“. S. 3

Das nördliche Ufer des Sees ist unbebaut, am südlichen Ufer befindet sich ein Streifen mit Bungalows. Die nicht bebauten Flächen sind vor allem mit Buchen und Kiefern bewachsen. Etwa 1,5 Hektar sind als BVVG-Fläche ausgewiesen. In Managementplanung Natura 2000 im Land Brandenburg für das FFH-Gebiet „Rochowsee und Plötzensee“. S. 2 Orte in der Nähe sind in Brandenburg die Ortsteile Luhme, Zechlinerhütte, Flecken Zechlin und Kleinzerlang von Rheinsberg und in Mecklenburg-Vorpommern der Ortsteil Diemitz und der Wohnplatz Fleether Mühle von Mirow und die Gemeinde Schwarz.

Anmerkungen

Einzelnachweise

Weblinks

Rochowsee auf anglermap.de Managementplanung Natura 2000 im Land Brandenburg für das FFH-Gebiet „Rochowsee und Plötzensee“

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