mini|hochkant=2.4| Der Stabhochsprung der Frauen bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde am 16. und 18. August 2008 ausgetragen. 36 Athletinnen nahmen teil.

Olympiasiegerin wurde die Russin Jelena Issinbajewa, die mit 5,05 m einen neuen Weltrekord aufstellte. Die US-Amerikanerin Jennifer Stuczynski gewann die Silbermedaille, Bronze ging an Swetlana Feofanowa, ebenfalls aus Russland.

Aktuelle Titelträgerinnen Olympiasiegerin 2004Jelena Issinbajewa () 4,91 m Athen 2004 Weltmeisterin 2007 4,80 m Ōsaka 2007 Europameisterin 2006 4,80 m Göteborg 2006 Panamerikanische Meisterin 2007 Fabiana Murer () 4,60 m Rio de Janeiro 2007 Zentralamerika- und Karibik-Meisterin 2008 Milena Agudelo () 4,10 m Cali 2008Campeonato CAC de Atletismo 2008, athlecac.org, abgerufen am 15. März 2022 Südamerika-Meisterin 2007 Fabiana Murer () 4,50 m São Paulo 2007Campeonato Sudamericano de Atletismo 2007, athlecac.org, abgerufen am 15. März 2022 Asienmeisterin 2007 Roslinda Samsu () 4,20 m Amman 2007Asian Athletics Championships – 2007, athleticsasia.org, englisch (PDF; 191 kB), abgerufen am 15. März 2022 Afrikameisterin 2004 Leila Ben Youssef () 4,00 m Addis Abeba 2008 Ozeanienmeisterin 2008 Stabhochsprung der Frauen nicht im Meisterschaftsprogramm Saipan 2008Oceania Area Championships – 25/06/2008 to 28/06/2008, athletics-oceania.com (PDF; 130 kB), abgerufen am 15. März 2022

Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord5,04 mJelena Issinbajewa ()Monaco29. Juli 2008Athletics - Progression of outdoor world records (Women), Pole vault - Women, sport-record.de (englisch), abgerufen am 15. März 2022Olympischer Rekord4,91 mFinale OS Athen, Griechenland24. August 2004 Rekordverbesserungen In diesem Wettbewerb wurde zunächst der bestehende olympische Rekord und anschließend auch der Weltrekord verbessert. Olympischer Rekord: 4,95 m – Jelena Issinbajewa (Russland), Finale am 18. August, dritter Versuch Weltrekord: 5,05 m – Jelena Issinbajewa (Russland), Finale am 18. August, dritter Versuch

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet o übersprungen x ungültig r Wettkampf nicht fortgesetzt (retired)

Qualifikation 16. August 2008, 10:10 Uhr

Die Qualifikation wurde in zwei Gruppen durchgeführt. Die Qualifikationshöhe für den direkten Finaleinzug betrug 4,60 m. Außer Jelena Issinbajewa, die diese Höhe übersprang (hellblau unterlegt) ging keine weitere Springerin die 4,60 m überhaupt an, da klar war, dass 4,50 m für die Finalteilnahme reichen würden. Neben Issinbajewa qualifizierten sich elf weitere Athletinnen für dieses Finale.

Gruppe A mini|hochkant=0.9| Platz Name Nation 4,00 m 4,15 m 4,30 m 4,40 m 4,50 m 4,60 m Höhe 1 Jelena Issinbajewa – – – – – o 4,60 2 Gao Shuying – – o o o – 4,50 3 Swetlana Feofanowa – – – xo o – 4,50 April Steiner Bennett – – xo o o – 5 Monika Pyrek – – – o xo – 4,50 6 Carolin Hingst – o xo o xo – 4,50 7 Naroa Agirre o o o xo xxx 4,40 8 Anastasija Reiberger – o xo xo xxx 4,40 9 Joanna Piwowarska xo o xo xxx 4,30 Afroditi Skafida – xo xo xxx Sandra Tavares o xo xo xxx 12 Marion Buisson o o xx– r 4,15 13 Natalija Kuschtsch – xxo – xxx 4,15 Li Ling – xxo xxx Yarisley Silva – xxo xxx 16 Alejandra García xxo xxo xxx 4,15 17 Leila Ben Youssef xo xxx 4,00 Vanessa Vandy xo xxx Weitere in Qualifikationsgruppe A ausgeschiedene Stabhochspringerinnen:

Gruppe B mini|hochkant=0.9| Platz Name Nation 4,00 m 4,15 m 4,30 m 4,40 m 4,50 m Höhe Anmerkung 1 Vanessa Boslak – o o o o 4,50 Fabiana Murer – – – o o Jennifer Stuczynski – – – – o 4 Anna Rogowska – – – o xo 4,50 5 Julija Golubtschikowa – – o xo xo 4,50 6 Silke Spiegelburg – – xxo o xo 4,50 7 Kate Dennison xo xo xo xxo xxx 4,40 PBe 8 Alana Boyd – – o xxx 4,30 Roslinda Samsu o o o xxx 10 Kelsie Hendry – – xo xxx 4,30 11 Nicole Büchler xxo o xxo xxx 4,30 12 Þórey Edda Elísdóttir – o xxx 4,15 13 Zhou Yang xo o xxx 4,15 14 Krisztina Molnár xxo o xxx 4,15 15 Nikoleta Kyriakopoulou – xxo xxx 4,15 16 Anna Fitídou xxo xxx 4,00 Kateřina Baďurová xxx ogV Erica Bartolina – – xxx Weitere in Qualifikationsgruppe B ausgeschiedene Stabhochspringerinnen:

Finale mini|hochkant=1.3| 18. August 2008, 19:20 Uhr

Anmerkung: Die Höhen in der nachfolgenden Tabelle sind in Metern (m) angegeben. Platz Name Nation 4,30 4,45 4,55 4,65 4,70 4,75 4,80 4,85 4,90 4,95 5,00 5,05 Endresultat Anmerkung 1 Jelena Issinbajewa – – – – o – – o – xxo OR – xxo WR 5,05 WR 2 Jennifer Stuczynski – – o – o xo o – xxx 4,80 3 Swetlana Feofanowa – o o xo – o xxx 4,75 4 Julija Golubtschikowa – o o xo o xo xxx 4,75 PB 5 Monika Pyrek – o o o xo xxx 4,70 6 Carolin Hingst o o o xxo xxx 4,65 7 Silke Spiegelburg o xo o xxo xxx 4,65 8 April Steiner Bennett o o o xxx 4,55 9 Vanessa Boslak o o xo xxx 4,55 10 Fabiana Murer – o – xxx 4,45 Anna Rogowska – o xxx 12 Gao Shuying o xxo xxx 4,45 Für das Finale hatten sich zwölf Athletinnen qualifiziert, eine von ihnen über die Qualifikationshöhe und elf weitere über ihre Platzierungen. Vertreten waren drei Russinnen, je zwei Deutsche, US-Amerikanerinnen und Polinnen sowie je eine Teilnehmerin aus Brasilien, China, und Frankreich.

Eindeutige Favoritin war die Russin Jelena Issinbajewa. Bereits zweimal hatte sie in der Olympiasaison ihren eigenen Weltrekord verbessert. Als bisher einzige Stabhochspringerin war sie höher als fünf Meter gesprungen und seit 2004 hatte sie alle großen Meisterschaften für sich entschieden. Sie war die Olympiasiegerin von 2004, die Weltmeisterin von 2005 und 2007 sowie die Europameisterin von 2006. Erste Anwärterinnen auf die weiteren Medaillen waren ihre Landsfrau Swetlana Feofanowa als Olympiazweite von 2004, WM-Dritte von 2007 und EM-Vierte von 2006, die Polin Monika Pyrek als Olympiavierte von 2004, Vizeweltmeisterin von 2005, Vizeeuropameisterin von 2006 und WM-Vierte von 2007 sowie die beiden Tschechinnen Kateřina Baďurová als Vizeweltmeisterin von 2007 und Pavla Hamáčková als WM-Dritte von 2005.

Bei einer Sprunghöhe von 4,70 m waren noch sieben Athletinnen im Wettbewerb. Für Issinbajewa war das ihre Einstiegshöhe. Ohne Fehlversuch waren bislang Pyrek und die US-Amerikanerin Jennifer Stuczynski geblieben, die allerdings 4,65 m ausgelassen hatte. Feofanowa und die dritte Russin im Finale Julija Golubtschikowa hatten jeweils einen Fehlsprung auf ihrem Konto. Die beiden Deutschen Carolin Hingst und Silke Spiegelburg waren mit zwei (Hingst) bzw. drei (Spiegelburg) Fehlversuchen belastet. Issinbajewa, Stuczynski und Golubtschikowa nahmen 4,70 m mit ihren jeweils ersten Sprüngen, Pyrek benötigte zwei Versuche, während Feofanowa diese Höhe ausließ. Die beiden Deutschen scheiterten jeweils dreimal und schieden aus. Carolin Hingst belegte damit Rang sechs, Silke Spiegelburg wurde Siebte.

Nun waren bei jeder neuen Sprunghöhe fünf Zentimeter mehr zu bewältigen. Issinbajewa ließ aus und stieg erst bei 4,85 m wieder ein. Feofanowa nahm 4,75 m als einzige Teilnehmerin im ersten Versuch und übernahm damit die zwischenzeitliche Führung. Stuczynski und Golubtschikowa schafften es mit ihren jeweils zweiten Sprüngen. Monika Pyrek scheiterte dreimal und war damit Fünfte. Die anschließenden 4,80 m waren zu hoch für die beiden neben Issinbajewa noch im Wettbewerb befindlichen Russinnen. Die US-Amerikanerin dagegen übersprang die neue geforderte Höhe gleich beim ersten Mal. So belegte Julija Golubtschikowa mit ihrer neuen persönlichen Bestleistung von 4,75 m Rang vier. Swetlana Feofanowa gewann mit ebenfalls übersprungenen 4,75 m die Bronzemedaille.

Im Duell um Gold bewältigte Issinbajewa zunächst einmal 4,85 m, während Stuczynski dies Höhe ausließ. Das war bei 4,90 m umgekehrt, nur die US-Amerikanerin versuchte sich an dieser Höhe, Issinbajewa ließ aus. Jetzt fiel die Entscheidung, denn Jennifer Stuczynski riss dreimal und hatte so mit übersprungenen 4,80 m die Silbermedaille gewonnen. Für Jelena Issinbajewa, die nun Gold sicher hatte, war der Wettkampf allerdings noch lange nicht zu Ende. Sie übersprang 4,95 m im dritten Versuch, damit hatte sie ihren eigenen olympischen Rekord um vier Zentimeter verbessert. Doch sie wollte noch mehr und ließ anschließend die neue Weltrekordhöhe von 5,05 m auflegen. Mit ihrem dritten Sprung bewältigte sie schließlich auch diese Herausforderung und wurde ihrer Favoritenrolle ganz souverän gerecht.

Jelena Issinbajewa wurde damit zum zweiten Mal Olympiasiegerin nach ihrem Erfolg 2004 in Athen.

Videolinks Athletics - Women's Pole Vault Final - Beijing 2008 Summer Olympic Games, youtube.com, abgerufen am 29. Juni 2018 Yelena Isenbaeva Wins Pole Vault Gold - Beijing 2008 Olympics, youtube.com, abgerufen am 15. März 2022 Jennifer Stuczynski (USA) - winning silver at the Olympic Games 2008, youtube.com, abgerufen am 15. März 2022 Silke Spiegelburg (GER) - 4.65m - Olympic Games 2008, youtube.com, abgerufen am 15. März 2022 April Steiner (USA) - 4.55m - Olympic Games 2008, youtube.com, abgerufen am 15. März 2022

Weblinks Athletics Official Results Book. Official Report of the XXIX Olympiad, englisch/chinesisch (PDF, 2828 KB), S. 269–272, abgerufen am 15. März 2022 Athletics at the 2008 Summer Olympics, Pole Vault, Women, olympedia.org (englisch), abgerufen am 15. März 2022 Beijing 2008 Athletics pole vault women Results, olympics.com, abgerufen am 15. März 2022 Athletics at the 2008 Beijing Summer Games: Women's pole vault, archiviert bei wayback (Internet Archive), sports-reference.com (englisch), abgerufen am 15. März 2022

Einzelnachweise

Kategorie:Leichtathletikwettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 2008 Kategorie:Frauenleichtathletikwettbewerb