Gotthilf Jaeger (* 29. Juni 1871 in Köln; † um 1924 oder 1933 in Berlin) beziffert Jaegers Sterbejahr mit „ca. 1924“, unter Berufung auf Allgemeines Künstlerlexikon online. Zahlreiche Webseiten wie artprice.com, askart.com, bonhams.com, christies.com, liveauctioneers.com oder mutualart.com nennen das Jahr 1933. historia.de und auktion-bergmann.de führen eine Mitgliedschaft im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands an, der von 1927 bis 1933 bestand, was 1933 als Sterbejahr untermauert. Nach Benezit Dictionary of Artists (doi:10.1093/benz/9780199773787.article.B00093513) wurde er am 29. Juni 1871 Köln geboren. war ein deutscher Bildhauer.
Leben Jaeger war Schüler des Bildhauers Hermann Volz an der Großherzoglich Badischen Akademie der Künste in Karlsruhe, die er von 1892 bis 1893 besuchte;Adolf von Oechelhäuser: Geschichte der grossh. badischen Akademie der bildenden Künste. Festschrift zum 50-jährigen Stiftungsfeste im Auftrage der Akademie und mit Unterstützung des grossherzoglichen Ministeriums der Justiz, des Kultus und Unterrichts. G. Braunsche Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1904, S. 162 (Digitalisat). zudem studierte er am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main sowie der Königlich-Preußischen Fachschule für Metallindustrie in Iserlohn.Jaeger, Gotthilf. In: auktion-bergmann.de. Später lehrte er an der Herzoglichen Kunstgewerbeschule und Fachschule für die Metallindustrie in Pforzheim.Gotthilf Jaeger. In: askart.com. Der Bildhauer unterhielt ein Atelier in Berlin-Wilmersdorf. Von 1900 bis 1915 war er Teilhaber des Berliner Bildhauerateliers Bieber.Arbeitskreis Geschichte (Wilmersdorf, Berlin): Grunewald Ansichten. Edition Berlin im Metropol-Verlag, 2002, S. 188. Er zählte zu den Mitgliedern des von 1927 bis 1933 bestehenden Reichsverbands bildender Künstler Deutschlands.
Jaeger orientierte sich bei der Formgestaltung seiner dekorativen plastischen Werke hauptsächlich am Geschmack seiner Zeit.Bronze von Gotthilf Jaeger: um 1900, Marmorsockel, signiert. In: Bares für Rares, Objekte vom 26. Juni 2018. Seine zahlreichen Statuetten aus Bronze zeigen vielfach weibliche und männliche Akte im Jugendstil, oftmals auch mit mythologischem Sujet, spätere Arbeiten lehnten sich an den Stil des Art déco an.
Werke (Auswahl)
Literatur
Harold Berman: Bronzes. Sculptors & Founders, 1800–1930. Schiffer Publishing, 1994. Jaeger, Gotthilf. In: Benezit Dictionary of Artists. Band 7, Gründ, Paris 2006, ISBN 978-0-19977-378-7. doi:10.1093/benz/9780199773787.article.B00093513
Weblinks Gotthilf Jäger. In: artnet, mit Bildern von Arbeiten Gotthilf Jaegers.
Einzelnachweise
Kategorie:Künstler des Jugendstils Kategorie:Bildhauer des Art déco Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben im 20. Jahrhundert Kategorie:Mann