Obertaschendorf (fränkisch: EjbadaschndorfW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 198. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „eibɘdašṇdǫrf“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Markt Taschendorf im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Obertaschendorf liegt in der Gemarkung Markt Taschendorf.

Geographie Durch das Dorf fließt die Kleine Weisach, ein linker Zufluss der Aisch. Im Westen grenzt der Geißgrund an, im Südwesten das Waldgebiet Moosig, 0,75 km nördlich das Waldgebiet Fischling. 1 km nordöstlich erhebt sich der Jägersberg (). Die Kreisstraße NEA 9 führt nach Neuses (2,5 km westlich) bzw. nach Markt Taschendorf zur Staatsstraße 2417 (1,2 km südöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße NEA 7 (1,2 km nordöstlich).

Geschichte Der Ort wurde 1313 als „superiori Taschendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist ein slawisch-deutscher Mischname: Das Grundwort ist das mittelhochdeutsche dorf, das Bestimmungswort wahrscheinlich der slawische Personenname Toš.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 198ff. In Obertaschendorf waren ursprünglich die Herren von Schwarzenberg und das Hochstift Würzburg Grundherren.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Obertaschendorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Markt Taschendorf und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Markt Taschendorf zugeordnet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 195.

Baudenkmäler Haus Nr. 16: erdgeschossiges Wohnstallhaus, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit Halbmansarddach auf profiliertem hölzernem Traufgesims; traufseitig zwei Fledermausgauben; verputzter Massivbau von drei zu vier Achsen, mit geknickten Eckpilastern; Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen; ursprüngliche HausnummerierungG. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 238. Haus Nr. 24: Wohnstallhaus (=Haus Nr. 13a nach der ursprünglichen Nummerierung)

Einwohnerentwicklung Jahr 1824 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 114 111 98 117 112 85 86 123 106 125 105HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1824 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 20 17 18 18 15 17 18 23Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Markt Taschendorf) gepfarrt.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 198.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Markt Taschendorf Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1313 Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft