Lamprechtsmühle (fränkisch: LambrächdsmühlW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 115. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „lambręχdsmǖl“.) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Langenfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Lamprechtsmühle liegt in der Gemarkung Langenfeld.
Geografische Lage Die Einöde liegt am Ehebach. 0,5 km nordwestlich des Ortes liegt das Waldgebiet Birken. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nach Ullstadt (1,5 km westlich) bzw. nach Langenfeld (0,8 km östlich).
Geschichte Im Jahre 1370 wurde der Ort als „mul zu dem Lamprehts werd“ erstmals urkundlich erwähnt. Eine Person namens Lamprecht war wohl zu dieser Zeit der Besitzer der Mühle.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 115. Aus der Urkunde geht hervor, dass die Herren von Lentersheim Eigentümer des Anwesens waren. 1571 wurde sie an Joachim von Seckendorff verkauft. Die heutige Mühle wurde 1591 von Hans Lamprecht erbaut.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 171.
Im Jahre 1701 wurde die Lamprechtsmühle von einer 20-köpfigen Räuberbande ausgeplündert.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Lamprechtsmühle ein Anwesen. Das Hochgericht übte die Herrschaft Ullstadt aus. Grundherr des Anwesens war das Rittergut Ullstadt.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 109. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt die Lamprechtsmühle die Hausnummer 78 des Ortes Langenfeld.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Lamprechtsmühle dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Ullstadt und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Ullstadt zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Langenfeld umgegliedert.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 194.
Baudenkmal Haus Nr. 78: Mühle
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 8 9 12 9 8 10 13 9 5 7HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 2 1 1 1 2 2Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war bis in den 1920er nach St. Johann Baptist (Ullstadt) gepfarrt, seitdem ist die Pfarrei Langenfeld zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Langenfeld (Mittelfranken) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ort am Ehebach (Aisch)