Hohenholz (fränkisch: HohholzW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld. S. 78. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hǭhólds“.) ist ein Gemeindeteil von Langenfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Hohenholz liegt in der Gemarkung Langenfeld.

Geografische Lage Der Weiler liegt auf weiter Flur. 1 km nordwestlich erhebt sich der Steinbühl, 0,5 km nordöstlich der Kapellsberg und 0,3 km südlich die Große Leiten. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße NEA 26 (0,8 km nordwestlich), die nach Unternesselbach (2,5 km südlich) bzw. nach Langenfeld zur Staatsstraße 2256 verläuft (1,2 km nördlich).

Geschichte Hohenholz wurde als Kleindorf mit Weilerflur angelegt. Der Ort wurde im Lehenbuch des Hochstifts Würzburg, das im Zeitraum zwischen 1303 und 1313 entstanden ist, als „villa desolata in Hochultz“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Gutshof war also zu diesem Zeitpunkt offensichtlich in einem verfallenen Zustand. Der jetzige Gutshof wurde im 17./18. Jahrhundert errichtet und gehörte zu dieser Zeit den Herren von Seckendorff. Ab 1790 wurde dieser Frankensteinisch.P. Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. S. 247.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld. S. 91.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld. S. 78 f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hohenholz drei Güter. Das Hochgericht übte die Herrschaft Ullstadt aus. Alle Anwesen hatten das Rittergut Ullstadt als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 102.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hohenholz dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Ullstadt und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Ullstadt zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Langenfeld umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 194.

Baudenkmal Haus Nr. 1: Gutshof mit Scheune

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 30 35 31 35 31 37 28 30 21 21 24HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 6 6 5 6 4 4 3 7Quelle Dort als Hohholz aufgelistet.

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war bis in den 1920er Jahren nach St. Johann Baptist (Ullstadt) gepfarrt, seitdem ist die Pfarrei Langenfeld zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Langenfeld (Mittelfranken) Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1303