Hürfeld (fränkisch: HierafäldW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 83. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hīrəfęld“.Nach P. Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. S. 242, Hurafeld.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Sugenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Hürfeld liegt in der Gemarkung Sugenheim.

Geografische Lage 0,2 km südlich des Dorfes fließt der Tiefenbach, ein rechter Zufluss des Ehebachs. 0,5 km südwestlich des Ortes liegt das Flurgebiet Kipperland, im Nordwesten grenzt das Schwadenfeld an, 1 km östlich liegt das Waldgebiet Hart, 1,25 km nordöstlich das Untere Holz. Die Staatsstraße 2253 führt an Fuchsau vorbei nach Markt Bibart zur Bundesstraße 8 (2,5 km nördlich) bzw. nach Sugenheim (1,8 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Rüdern (1 km südwestlich).

Geschichte Der Ort wurde in einem Eintrag des Würzburger Lehenbuchs, der im Zeitraum von 1317 bis 1322 erfolgte, als „Hiruelt“ und als „Hyrnuelt“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahre 1480 wurde der Ort „Hurnfelt“ genannt, 1510 erstmals „Hẅrffeldt“. Der zugrundeliegende Flurname hat als Bestimmungswort entweder „hurwen“ (mhd. für schmutzig) oder „hürnen“ (mhd. für hornig). Im übertragenen Sinne wurde damit also ein Feld bezeichnet, dass einen sumpfigen bzw. harten Boden hatte.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 83 f.Nach P. Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau, S. 242, kommt nur die erste Deutung in Frage.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hürfeld neun Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte die Herrschaft Sugenheim aus. Grundherren waren die Herrschaft Sugenheim (4 Höfe, 1 Sölde, 1 Haus, 1 Hirtenhaus) und die Herrschaft Ullstadt (2 Güter).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 103.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Hürfeld dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Sugenheim und 1813 der Ruralgemeinde Sugenheim zugeordnet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 220.

Baudenkmal Haus Nr. 10: hölzerner Glockenturm des ehemaligen Hirtenhauses

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 52 50 57 71 61 54 46 94 56 53 43HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 11 11 11 10 9 12 11 12Quelle

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Erhard (Sugenheim) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren zunächst nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt und sind jetzt nach St. Marien (Markt Bibart) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Sugenheim Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung im 14. Jahrhundert