Buchhof (fränkisch: BuchhoufW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 22. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „búxhouf“.) war ein Gemeindeteil des Marktes Sugenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Nach 1970, jedoch vor 1987 ist der Ort zur Wüstung geworden. Buchhof lag in der Gemarkung Ullstadt.
Geografische Lage Die Einöde lag an einem namenlosen rechten Zufluss des Ehebachs. Im Norden grenzte der Schafacker an, im Westen der Breitenrainacker, im Süden die Ziegelleiten und im Osten Schloderkerzen.
Geschichte Im Jahre 1303 wurde der Ort als „Buͤch“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname gibt dessen Lage bei einem Buchenwald an. Im Jahre 1348 wurde der Hof an Peter von Seckendorff zu Obernzenn verkauft. Seit 1662 ist er in Besitz der Freiherren von Franckenstein. 1723 wurde das Anwesen erstmals als „Buchhof“ bezeichnet.G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 42.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 22 f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Buchhof aus einer Meierei mit Schäferei. Das Hochgericht übte die Herrschaft Ullstadt aus. Das Anwesen hatte das Rittergut Ullstadt als Grundherrn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 85. Unter der preußischen Verwaltung (1792–1806) des Fürstentums Bayreuth erhielt der Buchhof die Hausnummer 90 des Ortes Ullstadt.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Buchhof dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Ullstadt und 1813 der Ruralgemeinde Ullstadt zugeordnet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 195. Am 1. Mai 1978 wurde Buchhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Sugenheim eingegliedert.
Ehemalige Baudenkmäler Im Viereck angelegter Komplex von Gutsgebäuden; an der Westseite erdgeschossiges Wohnstallhaus aus verputztem Bruchstein, sogenannter Dienstbotenhof an der Nordseite, Schafstall, außerhalb, südlich des Wohnstallhauses gelegenG. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 42. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt abgerissen. Tonnengewölbter Felsenkeller südlich des Wohnstallhauses, wohl 19. Jahrhundert, mit Front aus verputzten Hausteinen; im vorderen Teil überdacht
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 8 25 25 14 18 16 19 20 11 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 2 4 2 2 3 2 2 Quelle
Religion Der Ort war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Johann Baptist (Ullstadt) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Sugenheim) Kategorie:Wüstung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1303 Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert