Die denkmalgeschützteDenkmalliste von Ebnath Marienkapelle liegt im Ortsteil Grünlas der Gemeinde Ebnath.

Geschichte Die Kapelle geht auf ein gestiftetes Marienbildnis zurück, das Johann Kneidl aus Grünlas 1826 wegen eines Gelübdes anlässlich seiner Genesung von einer Krankheit an einer Haselnussstaude mit Genehmigung des Ortspfarrers Hopf und des Herrschaftsrichters Althammer angebracht hat. Während seiner Krankheit ist ihm mehrmals die Muttergottes erschienen und hat ihn angewiesen, ihr Bild am Weg aufzustellen. Aufgrund dieser Entstehungsgeschichte hat sich eine Wallfahrt herausgebildet und viele Menschen haben hier Votivgaben dargebracht und haben danach von wundersamen Heilungen aufgrund der Fürsprache der Muttergottes berichtet. Ein Beispiel aus diesen Berichten sei erwähnt:

1829 wurde das Marienbild in einen hölzernen Kasten gefasst und erstmals aufgestellt, 1836 ließ der Stifter einen größeren Kasten machen und auf eine steinerne Säule setzen. 1841 wurde für das wundertätige Bild dann die Kapelle errichtet. Am Dachboden der Kapelle wurde viele Votivgaben gefunden, so Krückstöcke, Wachsaugen, Wachsfüße und vieles andere mehr.

Bau Die Kapelle ist ein verputzter Massivbau mit Satteldach und Granitportal. An beiden Längsseiten sind zwei rezente Fenster aus buntem Glas. Über dem Eingang erinnern die Buchstaben „J. K.“ und die Jahreszahl 1841 an die Erbauung der Kapelle. In einer Nische über dem Eingang steht der hl. Florian. Im Dachreiter ist eine Glocke, die 1949 zusammen mit den Glocken der Ebnather Pfarrkirche von der Glockengießerei Hamm-Hofweber in Regensburg gegossen wurde. Die Vorgängerversionen der Glocken wurden in beiden Weltkriegen eingeschmolzen.

Inneres Der Altar wird oben von der Darstellung einer Taube im Strahlenkranz als Symbol des Hl. Geistes abgeschlossen. Links davon ist Christus mit dem Kreuz und rechts Gottvater auf einer Wolkenbank thronend. Darunter rahmen je zwei Säulen das Marienbild (Darstellung der Gottesmutter mit Kind) ein. Rechts und links sind Statuen von Petrus und Paulus. Auf der Altarmensa stehen ein kleiner Tabernakel, mehrere Kreuze und weitere Votivgaben.

Rechts vom Eingang ist eine Pietà, d. h. Marienbild mit dem verstorbenen Christus.

Literatur Hans Müller-Ihl: Hofmark Ebnath. Heimat an der oberen Fichtelnaab. Gemeindeverwaltung Ebnath, Coburg 1979. Edmund Prechtl: Geschichte der Pfarrei Ebnath. In Müller-Ihl (1979), S. 138–141.

Weblinks Denkmalliste von Ebnath Homepage der Pfarrei St. Ägidius Ebnath

Einzelnachweise

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