Ghindari [] (veraltet Macfalău; ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Ghindari im Kreis Mureș Die Gemeinde Ghindari liegt im Siebenbürgischen Becken im Kokel-Hochlands (Podișul Târnavelor) im sogenannten Salzland. Am Oberlauf der Târnava Mică (Kleine Kokel), des Drum național 13A und der Bahnstrecke Blaj–Târnăveni–Praid, befindet sich der Ort Ghindari 15 Kilometer südwestlich von der Kleinstadt Sovata und etwa 50 Kilometer östlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Die vier eingemeindeten Dörfer befinden sich drei bis zehn Kilometer vom Gemeindezentrum entfernt.
Geschichte Der Ort Ghindari, von Szekler gegründet, wurde erstmals 1507 urkundlich erwähnt.
Auf dem Areal des Gemeindezentrums, von den Einheimischen genannt Vârful Cetății (ungarisch Várhegyese), sind Reste der sogenannten Burg Makka (oder Mákavár)Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch) – im 19. Jahrhundert abgetragen – dem Mittelalter zugeordnet. Auch zahlreiche Archäologische Funde, von denen einige bis in die Jungsteinzeit datiert sind, wurden auf dem Gebiet des Gemeindezentrums gefunden.Repertoriul Arheologic al României – Ghindari, abgerufen am 17. Juni 2018 (rumänisch).
Im eingemeindeten Dorf Trei Sate (ungarisch Hármasfalu) befinden sich bei Dâmbul Cetății (ungarisch Várdomb) Reste einer mittelalterlichen Siedlung, welche vermutlich auf eine Siedlung der Frühgeschichte errichtet wurde.Repertoriul Arheologic al României – Trei Sate, abgerufen am 17. Juni 2018 (rumänisch).
Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Nyáradszereda im Komitat Maros-Torda, anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Das eingemeindete Dorf Trei Scaune mit seinen sechs Kirchen, setzt sich aus den drei Weilern Cioc (), Ștefănești () und Hotești () zusammen.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Ghindari entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 5599 89 5293 - 217 1920 7184 41 7003 11 129 1956 7906 42 7827 1 36 2002 5076 29 4962 1 84 2011 3250 23 2874 - 353 2021 3034 31 2198 - 805 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Magyaren 1956 registriert. Die höchste Einwohnerzahl der Rumänen wurde 1850, die der Roma (607) 2021 und die der Rumäniendeutschen 1920 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten Im Gemeindezentrum die reformierte Kirche,Angaben zur reformierten Kirche in Măgherani bei biserici.org, abgerufen am 17. Juni 2018 (rumänisch) Ende des 18. Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Trei Sate die Residenz von Dósa Barátosi, im 18. Jahrhundert errichtet und die unitarische Kirche mit dem 40 Meter hohen Kirchturm 1798 errichtet, stehen unter Denkmalschutz.
Persönlichkeiten
Dániel Dózsa (1821–1889), Schriftsteller Áron Vass (1891–1979), Volkskünstler und Bildhauer
Weblinks
Ghindari bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1507