Fuli () ist eine Landgemeinde im Landkreis Hualien in der Republik China (Taiwan).
Lage und Geographie Fuli liegt im mittleren Abschnitt des Huatung-Tals, das sich parallel zur Ostküste der Insel Taiwan erstreckt. Die westliche Begrenzung bildet das Taiwanische Zentralgebirge, die östliche das Haian-Gebirge. Am Westrand fließt in Süd-Nord-Richtung der Fluss Xiuguluan, der aus mehreren Zuflüssen aus dem Zentralgebirge gespeist wird. Das Gemeindegebiet hat eine ungefähr rechteckige Form mit einer Seitenlänge von 22 × 7 Kilometern. Die angrenzenden Gemeinden sind Yuli im Norden und Zhuoxi im Westen sowie die im benachbarten Landkreis Taitung liegenden Gemeinden Changbin und Chenggong im Osten sowie Donghe und Chishang im Süden. Das Klima ist tropisch-regenreich und vom Monsun geprägt.
Geschichte Die ursprünglichen Bewohner Fulis waren austronesische Ureinwohnervölker der Ebenen (Pingpu). Obwohl Taiwan seit Ende des 17. Jahrhunderts zum Kaiserreich China der Qing-Dynastie gehörte, wanderten erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Han-Chinesen in größerem Umfang in das Gebiet des späteren Fuli ein. Hauptsächlich handelte es sich um Angehörige der Hakka-Volksgruppe. Die Zuwanderung aus dem Westen Taiwans verstärkte sich während der japanischen Herrschaft (1895–1945). Die Bevölkerung Fulis erreichte im Jahr 1967 mit mehr als 27.000 Einwohnern ein Maximum, nahm jedoch in den folgenden Jahrzehnten durch verstärkte Abwanderung kontinuierlich ab.
Bevölkerung Ende 2017 gehörten 1697 Personen (etwa 16 %) den indigenen Völkern (meist Amis) an. Hakka sind ebenfalls im taiwanischen Vergleich überproportional stark vertreten. Gliederung von Fuli 300px
Administrative Gliederung Fuli ist in 13 Dörfer () untergliedert: Mingli (), Fuli (), Shipai (), Xuetian (), Wujiang (), Fengnan (), Dongli (), Wanning (), Xinxing (), Zhutian (), Yongfeng (), Luoshan (), Funan ().
Wirtschaft Dominierender Erwerbszweig ist die Landwirtschaft. Angebaut werden vorrangig Reis, Shiitake-Pilze, Pflaumen, Pomelos und auf 300 ha Zitronen-Taglilien (Hemerocallis citrina, deren Blütenknospen – , „Goldnadeln“ – als Gemüse verzehrt werden). Bekannt ist auch die Zucht von Berghühnern.
Verkehr Eine Hauptverkehrsader ist die am Westrand des Huatung-Tals in Nord-Süd-Richtung verlaufende Provinzstraße 9. Im südlichen Abschnitt zweigt davon die Provinzstraße 23, im nördlichen Abschnitt die Provinzstraße 30 nach Westen ab. Parallel zur Provinzstraße 9 verläuft die Taitung-Linie der Taiwanischen Eisenbahn mit Haltebahnhöfen in Dongli, Dongzhu und Fuli.
Sehenswürdigkeiten, Tourismus Als kulturelle Sehenswürdigkeiten gelten Fundstellen der neolithischen Kirin-Kultur, die alte presbyterianische Kirche aus dem Jahr 1876 im Dorf Fuli (), der Dijun-Tempel () sowie historische Gebäude aus der Zeit des Tabakanbaus während der japanischen Kolonialherrschaft im Dorf Mingli.
Natursehenswürdigkeiten sind der Liushishishan („Sechzig-Steine-Berg“, ) im Dorf Zhutian und der Luoshan-Wasserfall ().
mini|700px|links|Landschaft in Fuli mit Taglilien-Feld im Vordergrund
Weblinks
Fuli Township, East Rift Valley National Scenic Area, Tourismusbüro des Tourismusministerium Taiwans (englisch)
Einzelnachweise
Fuli Fuli