mini|Reproduktion eines Portraitbildes Eugen Schneider (* 1880 in Ennetbaden; † 26. Mai 1953Jahreschronik, Badener Neujahrsblätter, Seite 97, doi:10.5169/seals-322519) war ein Schweizer Architekt sowie Gemeindeammann und später im Grossen Rat Politiker für die Freisinnig-Demokratische Partei. Ferner war er in zahlreichen anderen Organisationen engagiert.Der Ennetbadener Architekt Eugen Schneider in: Ennetbadener Post 01/2018, Seite 13 Er arbeitete in der Epoche des Jugendstils und ist stilistisch der Heimatstil genannten Heimatschutzarchitektur zuzurechnen.
Ausbildung und Beruf Eugen Schneider erlernte den Beruf als Bauzeichner in Baden bei Robert Moser. So stand er auch in dem Einfluss dessen 20 Jahre älteren Sohns Karl Mosers, der mit seinen epochalen Bauten über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannt wurde. Schneider arbeitete danach bis 1919 zusammen mit Medard Sidler (1878–1940), gab diese Gemeinschaft dann aber auf., Jahresbericht 2008, Seite 14 Der aus Luzern stammende Sidler war seit 1905 in Baden ansässig und ging später nach Wettingen.INSA: Inventar der neueren Schweizer Architektur, 1850-1920: Städte. 1984, Band 1, Seite 402
Eugen Schneider gilt als ein Fachmann für Umbau und Renovation. Daneben war er für viele Bauherren und auch für die öffentliche Hand tätig. Insbesondere in seiner Heimatgemeinde war er besonders aktiv. Viele Gemeinde- und Schulhäuser stammen von ihm. Auch der Neubau des Hauptsitzes der Obwaldner Kantonalbank in Sarnen entstammt seiner Feder.
Privates Schneider war verheiratet und hatte zwei Töchter sowie einen Sohn. Er wird als „jovialer Gemeindevater“ beschrieben, der eine „Urgemütlichkeit pflegte“. Neben seiner politischen Tätigkeit war er auch Feuerwehrkommandant, Präsident der Badener Niederlassung der Aargauischen Hypothekenbank und Mitglied der Aufsichtskommission des Lehrerseminars Wettingen.
Werke Unter Denkmalschutz stehend im Kanton Aargau
Objekt, Ort; Baujahr, InventarDenkmalpflege, Kanton Aargau
Streuleareal Ennetbaden; 1891, INV-ENN915 Fabrikgebäude Oederlin, Ennetbaden; 1906–1908, INV-ENN905 Ev.-ref. Pfarrkirche, Mellingen AG; 1910, INV-MEL902 Höhtalstrasse 10, Ennetbaden; 1910, INV-ENN919A Gemeindehaus, Altes Schulhaus Grabenäcker; 1911–1912, INV-FIB901 Höhtalstrasse 12, Ennetbaden; 1911–1912, INV-ENN919B Höhtalstrasse 14, Ennetbaden; 1911–1912, INV-ENN919C Schulhaus Oberlunkhofen; 1912–1913, INV-OLU907 Höhtalstrasse 16, Ennetbaden; 1923, INV-ENN919D Schulhaus, Ennetbaden (2015 entlassen); 1936, DOK-ENN839.903 Abdankungshalle, Ennetbaden; 1949–1950, INV-ENN916
Weitere Bauwerke Ersparniskasse Baden, Bahnhofstrasse 20; dreigeschossiges Eckhaus (gemeinsam mit Hans Loepfe, 1931)Stadt Baden: ; I 012 Römerstrasse 16, Baden; stattliches Wohnhaus mit geschwungenem Satteldach mit grossem Zwerchhaus; I 176 Hauptsitz Obwaldner Kantonalbank Sarnen; 1909, 02. Feber 2016 Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS (Bundesamt für Kultur) Pfarrhaus Mellingen (zugeschrieben); 1928/29 Schulhaus Fislisbach Schulhaus Dietwil Primarschulhaus mit Kindergarten, Sachseln, 1910Elisabeth Crettaz-Stürzel: Heimatstil: Reformarchitektur in der Schweiz 1896-1914, Band 2, Huber 2005, ISBN 9783719313852, Seite 11
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Schweiz) Kategorie:Grossrat (Aargau) Kategorie:Kommunalpolitiker (Kanton Aargau) Kategorie:FDP-Mitglied (Schweiz) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1953 Kategorie:Mann