mini|Johnny Legend (2012) Johnny Legend (* 3. Oktober 1948 in San Fernando, Kalifornien als Martin Margulies; † 2. Januar 2026 in Newport, Oregon) war ein US-amerikanischer Rockabilly-Musiker, Filmproduzent, Filmschauspieler und Wrestling-Promotor.

Leben Legend wuchs in San Fernando auf und war als Kind mit dem Wrestler und Schauspieler Tor Johnson befreundet, welcher in der direkten Nachbarschaft wohnte. 1966 gründete Legends seine erste (Folk-Rock) Band Seeds of Time.

Zu Beginn der 1970er Jahre startete Legend seine Karriere als Komponist für Softpornos und Schauspieler in Billigproduktionen. Mit der mehrere Teile umfassenden Reihe SLEAZMANIA veröffentlichte er für Rhino Records eine Sammlung obskurer Trailer für B- und C-Movies.Klappentext der Videomania 003, 1985

1973 entdeckte Legend den Rockabilly für sich und gründete mit dem Inhaber des Plattenlabels Rollin’ Rock, Ronnie Weiser, Ray Campi und Chuck Higgins die Gruppe Blue Midnight. 1974 gründete Legend mit Campi die Band The Rollin’ Rock Rebels. Hier ergänzen Billy Zoom, Colin Winski, Tony Conn und Jim Roup die Besetzung.

Von 1988 bis 2003 tourte er mit der Berliner Band von Johannes-Sebastian Strauss, den Sundowners Berlin, in Deutschland und den Niederlanden. Mit dieser Band entstand 1994 eine einzige Tonaufnahme, "Are You Hep To It?", live in Hamburg. Laut seiner jüngeren Schwester Lynne Margulies Osgood, verheiratet mit Lon Osgood, einem Mitglied der "Seeds of Time", verstarb Johnny Legend an einem Schlaganfall.

Legend pflegte sein verrücktes Image als Rockabilly-Rasputin, indem er seine wilden Bühnenauftritte mit langem Bart und in abgedrehten Kostümen wie z. B. einer Konföderierten-Uniform oder dem Westlingkostüm von Freddie Blessie (siehe Foto) bestritt.

Wrestling Für den Wrestler Freddie Blassie schrieb und sang Legend 1977 den Song Pencil Neck Geek und war an dem Andy-Kaufman-Film My Breakfast with Blassie als Autor und Co-Regisseur beteiligt.My Breakfast with Blassie in der IMDb Zusammen mit Jerry Lawler veranstaltete er eine Rock and Roll Wrestling Show. Legend gründete mit der Incredibly Strange Wrestling und der Incredible Strange Rock and Roll Wrestling gleich zwei eigene Wrestling-Ligen.

Nach einer kuriosen Fehde besiegte Legend in einem Man vs. Woman Match Cheryl Russa und gewann damit am 28. Januar 1995 in Maywood, Kalifornien, den „American Independent Wrestling Alliance World’s Women’s Championship“-Titel.Wrestling Observer, 7. März 2016

Diskographie Alben 197?: True Murders Volume 1 1979: Johnny Legend And The Rock ’N’ Roll Combo 1992: Rockabilly Rumble 1998: Bitchin’ 2014: I Itch 2015: The Rollin’ Rock Recordings

Singles 1990: House of Frankenstein / Theme from 2000 Maniacs 1991: Rubber Room / Night of the Sadist 1993: Pipeline / Mexican Love 1994: Are You Hep To It?, live 1994, Party Records Germany, Beilage im Dynamite Magazin Nr. 3

Filme (Auswahl)

1969: Das geheime Sexualleben von Romeo und Julia (The Secret Sex Lives of Romeo and Juliet) 1970: Gabriela – Blutjung und unbefriedigt (Gabriella) 1977: Teenage Cruisers (auch Co-Regisseur) 1977: Fantasm Comes Again 1983: My Breakfast with Blassie (auch Co-Regisseur) 1985: Sleazmania! 1986: Sleazmania III 1986: Gefangene im Weltraum (Prison Ship) 1987: Rock & Roll Wrestling: Music Television V (Produzent) 1992: The Thing – Gene außer Kontrolle (Severed Ties) 1995: Kinder des Zorns III (Children of the Corn III: Urban Harvest) 1996: Junge Schicksale (ABC Afterschool Specials), Produzent – Folge: Teenage Confidential 25x3 1999: Der Mondmann (Man on the Moon) 2005: 2001 Maniacs 2014: Catch of the Day

Weblinks

Einzelnachweise

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