Dagenbach ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Trautskirchen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Dagenbach liegt in der Gemarkung Trautskirchen.
Geografie Durch das Dorf fließt der Taubenlohebach, ein rechter Zufluss der Zenn. Im Süden liegt das Waldgebiet Bergholz und im Norden das Waldgebiet Langert. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Einersdorf (1,7 km nordöstlich).
Geschichte Der Ort wurde 1297 als „Tachenbach“ erstmals urkundlich erwähnt, als der Bischof von Würzburg den Ort der Kirchengemeinde Markt Erlbach zuwies. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab (heute Taubenlohebach genannt), dessen Bestimmungswort das Adjektiv „tahe“ (mhd. für Lehm) ist. Seit 1402 gehört der Ort zur Kirchengemeinde Trautskirchen.Siehe Website trautskirchen.de
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Dagenbach sechs Anwesen (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 2 Güter). Das Hochgericht übte das Rittergut Trautskirchen im begrenzten Umfang aus. Es hatte ggf. an das Obervogteiamt Virnsberg auszuliefern. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das Rittergut Trautskirchen.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 87.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Dagenbach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Buch und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Buch zugeordnet.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach Am 4. Januar 1821 wurde Dagenbach nach Trautskirchen umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 206.
Anfang der 1970er Jahre entstand nördlich von Dagenbach eine Wochenendsiedlung, die nach dem damaligen Bürgermeister von Trautskirchen Hans Würflein benannt wurde.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 45 58 50 55 48 47 36 46 29 31 55HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 9 9 10 10 6 8 6 27Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Laurentius (Trautskirchen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Sondernohe) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Trautskirchen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1297