mini|hochkant=1.5|DCI 4K sowie 4K UHD mit einer Zeilenzahl von 2160 und einem Bildseitenverhältnis von 16:9 im Vergleich zu den geringeren Bildauflösungen 1080p, 720p, DVD (576i) und Video-CD (240)

Zu den 4K-Auflösungen, meistens nur 4K genannt, zählen mehrere Bildauflösungen mit jeweils einer Breite in der Größenordnung von 4000 Pixel. Am weitesten verbreitet sind Pixel, da sie im digitalen Fernsehen als Auflösung des Videoformats Ultra HD (UHD) eine wichtige Rolle spielen, gefolgt von Pixel des Formates DCI 4K, das in der rein digitalen Produktion von Kinofilmen oft zum Einsatz kommt.

Allgemeines + Auflösungen 4K ± 0.5K, die in Displays, Kameras und Medien verwendet werden K Bezeichnung Auflösung Seitenverhältnis Pixel 4,0 3.686.400 1 3,75 3.932.160 1 4,0 4.194.304 1 Dual Full HD (DFHD) 3, 4.147.200 1 3, 4.718.592 1 Dual Wide Ultra XGA (DWUXGA) 3,2 4.608.000 1 3,0 4.608.000 1 3,2 5.242.880 1 Ultra-Wide Quad HD+ (UWQHD+) 2, 5.529.600 2 Dual Quad XGA (DQXGA) 2, 6.291.456 2 Ultra-Wide Quad XGA (UWQXGA) 2,4 6.144.000 2 2,39 160:67 6.174.720 2 2, 64:27 6.220.800 2 CinemaWide 4K 2,34 6.312.960 2 DCI 4K (CinemaScope-Ausschnitt) 2,39 7.020.544 2 Ultra HD 2:1 (UHD 2:1) 2,0 7.372.800 2 True 4K 2:1 2,0 8.388.608 2 Ultra HD (UHD) 1, 8.294.400 2 DCI 4K (flach beschnitten) 1,85 8.631.360 2 DCI 4K (Vollformat) 1,8 8.847.360 2 Meta Quest 3 1,87 9.114.624 3 Apple iMac Retina 4K 1, 9.437.184 3 1,61 9.169.920 3 Wide Quad Ultra XGA (WQUXGA) 1,6 9.216.000 Apple iMac Retina 4.5K 1, 11.289.600 3 4K Plus Ultra HD (4K+UHD) 1,5 9.830.400 3 1,6 10.485.760 3 1, 8.755.200 1,5 13.572.096 3 1,25 11.796.480 4 Hex XGA (HXGA) 1, 12.582.912 1, 12.780.288 4 1,0 14.745.600 4 1,0 16.777.216

Aufgrund der nicht genau festgelegten Spalten- und Zeilenzahl ergeben sich verschiedene 4K-Auflösungen und Seitenverhältnisse, die außer bei Ultra HD und DCI 4K aber nur in Spezialgebieten eine Rolle spielen bzw. von wenigen Kameras und Bildschirmen unterstützt werden. Außerdem können zu einer bestimmten 4K-Auflösung mehrere Videoformate existieren, da noch verschiedene Bildfrequenzen, Farbtiefen, Helligkeits- und Farbwerte möglich sind.

Gebräuchlich sind auch die Bezeichnungen 4K1K, 4K2K, 4K3K und 4K4K, wenn mit 1000, 2000, 3000 und 4000 Pixel zusätzlich die Größenordnung der vertikalen Auflösung feststeht. In der ersten Spalte der Tabelle wird mit den Zahlen 1 bis 4 angezeigt, welche Bezeichnung auf die entsprechende Auflösung zutrifft.

Bedeutung von „K“ Die Abkürzung „K“ wird in der Computertechnik seit langem als Binärpräfix verwendet. Der groß geschriebene Buchstabe „K“ lehnt sich an die Abkürzung „k“ des international standardisierten Präfixes Kilo für 1000 an, steht in der Digitaltechnik aber für den Faktor 210=1024.National Bureau of Standards: Technical Note 571, U.S. Department of Commerce, Vereinigte Staaten von Amerika, 1959, Seite 29 Die Abkürzungen 1K, 2K, 3K, 4K und 5K bedeuten also 1 × 1024 = 1024, 2 × 1024 = 2048, 3 × 1024 = 3072 und 4 × 1024 = 4096. Bei den digitalen Videoformaten steht 4K bezüglich der Breite auch für die noch häufiger auftretende Zahl  = 3840. Darüber hinaus gibt es weitere Auflösungen mit anderen Breiten zwischen 3500 und 4500 Pixel, die aufgrund einer Klassifizierung aller Auflösungen nach Breiten in Tausenderschritten hier beschrieben werden.

Geräte Digitale Wiedergabegeräte, wie Computermonitore, Bildschirme, Fernsehgeräte und Videoprojektoren, sowie Aufnahmegeräte, wie Digitale Kinokameras, Videokameras und Digitalkameras, mit einer horizontalen Auflösung in der Größenordnung von 4000 Pixel können mit dem Attribut „4K“ gekennzeichnet werden. Damit wird verdeutlicht, dass diese Geräte in der Lage sind, Bilder in dieser Auflösung vollständig zu verarbeiten, ohne Bildpunkte mittels Downsampling zusammenfassen zu müssen.Wibke Bauer: , pitty NET vom 3. Februar 2018, abgerufen am 14. Juni 2018 Bilder und Videos mit geringerer Bildauflösung als 4K können auf Wiedergabegeräten, die nativ eine 4K-Auflösung unterstützen, mit Hilfe von Upsampling oder Zeilenverdopplern formatfüllend dargestellt werden.

Viele 4K-Videokameras (auch Mobiltelefone) zeichnen Farbinformationen nur in einer 2K-Auflösung auf, also mit einer 4:2:0-Farbunterabtastung d. h. einem Viertel der Helligkeitsinformationen, was die Farbgenauigkeit bei der Betrachtung auf einem 2K-Bildschirm verbessert. Die von Videokameras bei 4K verwendete höhere Datenrate reduziert ebenfalls die Sichtbarkeit von Bildartefakten.

„4K“ erscheint auch in den Beschreibungen der meisten UHD-Fernseher in Kombination mit „UHD“ oder „Ultra HD“.

Auflösungen

3840 × 2160 (UHD)

Ultra High Definition, Ultra HD oder UHD (seltener Quad Full HD oder QFHD) ist die 4K-Auflösung, welche bei DVB-S2 und DVB-C verwendet und somit auch von UHD-Fernsehgeräten unterstützt wird. Die Auflösung beträgt quadratische Pixel, was ein Seitenverhältnis von 16:9, ca. 8,3 Megapixel pro Einzelbild und die vierfache Auflösung von Full HD ergibt. Standards veröffentlichte die Society of Motion Picture and Television Engineers (SMPTE) 2007 in SMPTE ST 2036-1, die Internationale Fernmeldeunion (ITU) 2012 in der ITU-R-Empfehlung BT.2020, die Consumer Electronics Association (CEA) ebenfalls 2012 und das DVB-Projekt ab 2015 in ETSI TS 101 154.

4096 × 2160 (DCI 4K) Digital Cinema Initiatives veröffentlichte 2005 die Digital Cinema System Specification, welche zwei Formate für die rein digitale Kinofilm-Produktion festlegte. Die Video-Auflösung entspricht dem SMPTE-Standard ST 429, der die folgenden Auflösungen für das 4K-Format festlegt: 4096 × 2160 Pixel (Vollformat, Seitenverhältnis 256:135 oder ≈ 1,90:1) 3996 × 2160 Pixel (flacher Zuschnitt, Seitenverhältnis 1,85:1) 4096 × 1716 Pixel (CinemaScope-Ausschnitt, Seitenverhältnis ≈ 2,39:1) Das Format wird als 4K – Digital Cinema Initiatives, Cinema 4K, DCI 4K oder 4K DCI bezeichnet. Viele 4K-Videokameras unterstützen neben Ultra HD auch DCI 4K als höchste Auflösung.

Weitere Auflösungen 3840 × 960 Digital Signage ist ein Einsatzgebiet, für das Monitore in dieser Auflösung im Seitenverhältnis 4:1, beispielsweise der 49.1″ Ultrawide Flex-OS Screen von Bluefin, angeboten werden.

Die 360-Grad-Kamera Insta360 X6 nutzt für Zeitlupenaufnahmen mit 240 Bildern pro Sekunde einen Ausschnitt von Pixel.

3840 × 1024 Der Auflösung im Seitenverhältnis 3,75:1 begegnet man bei der Verwendung von drei nebeneinander angeordneten Monitoren mit jeweils einer Auflösung von Pixel im Multi-Monitor-Betrieb. Mittels einer Multi-Head-Grafikkarte, mehrerer Standard-Grafikkarten, eines DisplayPort-MST-Hubs, Thunderbolt-Hubs oder Grafiksplitters, wie die Matrox TripleHead2Go-Box  oder der StarTech.com Triple Head DisplayPort Multi Monitor Adapter  werden alle Monitore mit einem PC oder Notebook verbunden, um einen Desktop anzuzeigen, der sich über alle Bildschirme erstreckt.

4096 × 1024 Die Auflösung im Seitenverhältnis 4:1 kommt bei Monitoren und Fernsehgeräten sowie Consumer-Kameras nicht vor, dafür aber in den folgenden professionellen Einsatzgebieten: Bei Hochgeschwindigkeitskameras kann die Bildfrequenz durch Reduktion der aufzunehmenden Zeilen (vertikales Sensor-Cropping) erhöht werden. Beispielsweise können die Photron FASTCAM NOVA R3-4K (nativ 2304p750) und R5-4K (nativ 2304p1250) in der reduzierten Auflösung 1650 bzw. 2880 Bilder pro Sekunde aufnehmen. 360-Grad-Überwachungskameras nehmen rundlich verzerrte Bilder auf und deren Software entzerrt sie zu einem flachen Pixel großen Video. Vimeo unterstützt stereoskopische Aufnahmen mit Pixel pro Auge, die in einer Videodatei „übereinander gestapelt“ ( Pixel) hochgeladen werden.

3840 × 1080 Seit 2017 gibt es Computermonitore im Seitenverhältnis 32:9, die in Abgrenzung zum Seitverhältnis 21:9 (Ultra-Wide) auch als „Super-Ultra-Wide“-Monitore bezeichnet werden. Der erste war das Modell Samsung C49HG70, ein 49 Zoll großer und gebogener Gaming-Monitor mit einer Auflösung von Pixel, die zwei nebeneinander angeordneten Full-HD-Bildschirmen ( Pixel) – jedoch ohne störenden Rahmen – entspricht. Deshalb bekam diese Auflösung die Bezeichnung Dual Full HD (DFHD). Außerdem hatte der Monitor vertikal die halbe Auflösung eines 4K-UHD-Displays ( Pixel). Inzwischen hat sich die Auflösung der meisten Super-Ultra-Wide-Monitore auf Pixel vergrößert.

Um 3D-Videos für Virtual-Reality-Headsets zu erzeugen, müssen zwei Objektive im Augenabstand vorhanden sein und zwei Sensoren die Bilder gleichzeitig aufnehmen. Die Kamera Kandao QooCam EGO besitzt dafür zwei Systeme mit jeweils einer Auflösung von Pixel und gibt das fertige 3D-Video nativ als MP4-Datei mit Pixel bei 60 Bildern pro Sekunde aus.

Bei Aufnahmen von Besprechungen müssen alle Teilnehmer sichtbar sein, ohne dass das Bild wie bei einem Fischaugenobjektiv verzerrt wird. Das Videokonferenzsystem PanaCast 50 von Jabra ist eine Leiste mit drei 4K-Kameras, fügt deren Videostreams mittels Stitching nahtlos zusammen und gibt so ein breites Video des Besprechungsraumes in einer Auflösung von Pixel mit 30 Bildern pro Sekunde aus.

3840 × 1200 Seit 2018 gibt es Computermonitore im Seitenverhältnis 32:10. Der erste war das Modell Samsung C43J89, ein 43 Zoll großer und gebogener Monitor mit einer Auflösung von Pixel, die zwei nebeneinander angeordneten Wide-UXGA-Bildschirmen ( Pixel) – jedoch ohne störenden Rahmen – entspricht. Deshalb wird diese Auflösung als Dual Wide Ultra XGA (DWUXGA) bezeichnet.

3840 × 1440 Aufnahme- und Wiedergabegeräte unterstützen diese Auflösung nativ nicht, aber Treiber von Grafikkarten, die höhere Auflösungen unterstützen, bieten sie in ihren Einstellungen an. Nutzer von Computerspielen auf PCs und einem mindestens 3840 Pixel breiten Monitor nutzen diese Einstellung gerne um Rechenleistung für die Auflösung einzusparen und diese Einsparung in höhere Bildwiederholraten für flüssigeres Spiel zu investieren.

3840 × 1600 Einige Computermonitore mit 37,5 Zoll großen und gebogenen Bildschirm besitzen diese Auflösung im Seitenverhältnis 12:5 bzw. 24:10, die einem um 50 Prozent verbreiterten WQXGA (Wide Quad XGA, Pixel) entspricht und deshalb wie in der Wikipedia als Ultra-Wide Quad XGA (UWQXGA) bezeichnet werden kann. Die Hersteller und Medien haben diese Notation aber nicht übernommen und mehrere andere Bezeichnungen eingeführt. Zuerst kam 2016 der LG 38UC99-W auf den Markt, dessen Auflösung LG die Namen „QHD+“ (Quad HD+) und „WQHD+“ (Wide Quad HD+) gab. 2017 folgten der Monitor XR382CQK von Acer, dessen Format die Bezeichnung „UW-QHD+“ (Ultra-wide Quad HD+) erhielt, sowie die Monitore UltraSharp U3818DW von DELL und Z38c von HP, deren Auflösung einige Medien den Namen „UW4K“ (Ultra-Wide 4K) gaben. EIZO benutzt die Abkürzung „UWQHD+“ für das Format des seit 2020 erhältlichen EV3895 FlexScan.

IDT (Integrated Design Tools) und Vision Research stellen Hochgeschwindigkeitskameras mit einer Auflösung von Pixel her.

3840 × 1608 Die Videokamera ALEXA 35 von ARRI erlaubt es, das Aufnahmeformat direkt in dieser Auflösung zu beschränken. Dies spart Speicherplatz und liefert das sehr breite 2,39:1-Kinoformat (CinemaScope) ohne nachträgliche Bearbeitung.

3840 × 1644 Dies ist eine Display-Auflösung der Smartphones Sony Xperia 1 und Xperia 1 II bis V. Diese Auflösung hat nahezu das Seitenverhältnis 21:9 und erhielt den Namen CinemaWide, den sich Sony 2019 vom EUIPO als Marke schützen ließ. Passend zum Display nimmt die „Cinema Pro“-App auch Videos in dieser Auflösung auf.

3840 × 1920 Wenn im 4K-2:1-Format ( Pixel) produzierte Filme auf Ultra-HD-Fernsehgeräten mittels leichtem Downsampling dargestellt werden, dann hat der vom Film genutzte Bildschirmbereich genau diese Auflösung. Am oberen und unteren Rand des Bildschirms sind jeweils 120 Zeilen hohe schwarze Querbalken sichtbar und die Bildschirmfläche wird zu knapp 89 Prozent ausgenutzt.