mini|hochkant|August Graf Wilding von Königsbrück mini|hochkant|Unterschrift von Graf Wilding in einem Dresdner Besucherbuch von 1897 Friedrich August Theodor Wilding, seit 1857 Graf Wilding von Königsbrück (* 17. Dezember 1829 in Hannover; † 22. November 1900 in DresdenStadtarchiv Dresden, Standesamt Dresden II, Sterbe-Nebenregister 1900, Nr. 2682.), war ein deutscher Jurist, Standesherr und sächsischer Landtagsabgeordneter. rahmenlos|hochkant|rechts|Wappen der Grafen Wilding von Königsbrück, Principe di Radoli Leben Er war der Enkel des hannoverschen Hauptmanns Ernst Otto Georg Wilding (1757–1813) aus Uelzen,Volk und Rasse, 13. Jahrgang, J. F. Lehmann, Berlin-München 1938, S. 142. und Neffe des Fürsten Georg Wilding von Butera und Radali, dessen Bruder und Erbe Ernst Wilhelm Wilding (Augusts Vater) im Jahre 1856 die Standesherrschaft Königsbrück erwarb.Gothaisches genealogisches Taschenbuch der (gräflichen) Häuser auf das Jahr 1865, Justus Perthes, Gotha 1864, S. 1012 ff.; Vgl. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1874, Justus Perthes, Gotha 1873, S. 965 f. Der König von Sachsen verlieh Ernst Wilhelm Wilding, nachdem dieser sich verpflichtet hatte, über die Standesherrschaft Königsbrück zum Erhalt des dauerhaften Besitzes derselben in seiner Familie ein Familienfideikommiss zu errichten, am 28. April 1857 den Grafenstand des Königreichs Sachsen unter dem Namen Graf Wilding von Königsbrück. Am 31. August 1857 wurde Ernst Graf Wilding von Königsbrück als erster Standesherr in den Oberlausitzschen Landtag eingeführt.Pierer’s Universal-Lexikon, Band 19, Altenburg 1865, S. 213.

Im Jahre 1863 übernahm August Wilding die väterliche Herrschaft Königsbrück, die er dreißig Jahre später – ungeachtet des 1857 vom König von Sachsen geforderten Erhalts im Familienbesitz – an den finanzkräftigen Karl Robert Bruno Naumann weiterverkaufte und sich in Dresden zur Ruhe setzte. Wildings letzter Wohnsitz war in der Feldgasse 5 in der Dresdner Seevorstadt.Adreßbuch für Dresden und seine Vororte, 1900, Digitalisat der SLUB, S. 114. Wilding von Königsbrück saß 1872 im Verwaltungsrat der Sächsischen Bank in Dresden.

Mit Übernahme der Herrschaft Königsbrück trat August Graf Wilding von Königsbrück automatisch in die Erste Kammer des Sächsischen Landtags ein, die er fortan bis zum 1893 erfolgten Verkauf als Vertreter dieser Oberlausitzer Standesherrschaft dort vertrat. Ebenso war er als Standesherr Mitglied der Oberlausitzer Provinzialstände.

Familie August Graf Wilding von Königsbrück heiratete zuerst am 18. Januar 1853 Mathilde Gronow und ließ sich später von ihr scheiden. Diese Beziehung blieb ohne Nachfahren. In zweiter Ehe heiratete er am 22. Juni 1858 in Liestal in der Schweiz Angelik(c)a Maria Theresia, geborene Szylchra von Trzebinska (* 27. Mai 1831 in Warschau; † 7. September 1910 in Grochwitz). Aus dieser Ehe gingen folgende Kinder hervor: Marie Gräfin Wilding von Königsbrück (* 8. April 1859). Ernst Georg August Graf Wilding von Königsbrück, Principe di Radali (* 9. Oktober 1861 in Dresden; † 18. März 1952 in Altenburg, Oberbayern), Offizier im Dresdner Gardereiterregiment, zuletzt als Schwadronchef im Rang eines Rittmeisters,Rangliste der Königlich-Sächsischen Armee, 1914, Digitalisat der SLUB, S. 512f. 1899 persönlicher Adjutant des sächsischen Prinzen Georg von Sachsen,Oertliches und Sächsisches in: Dresdner Nachrichten: 21.09.1899, Digitalisat der SLUB, S. 1f. Dezember 1902 königlich-sächsischer Kammerherr,Wochenblatt für Pulsnitz und Umgegend: 20.12.1902, Digitalisat auf sachsen.digital, S. 1. 1907 königlicher Zeremonienmeister,Zum Tode der Königin Carola in: Bautzener Nachrichten: 18.12.1907, Digitalisat auf sachsen.digital, S. 1. 1913 OberzeremonienmeisterOels'er Kreisblatt 1913, Jg. 51, Biblioteka Cyfrowa Uniwersytetu Wrocławskiego, PDF-Download auf Google Books. ⚭ 1891 in Dresden mit Marie, Tochter des Willy von Klenck, königlich sächsischen Majors, und der Kornelia, geb. Lawrence. Tochter: Frieda-Marie Gräfin Wilding von Königsbrück, * 1892.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Hauser 1896, Justus Perthes, Gotha 1895, S. 1266. (⚭ 1912 Alexander (* 1885), Sohn des Horst von Luttitz; Kinder u. a.: Marieluise Bernhard-von Luttitz und Horst Freiherr von Luttitz) Auguste Marie Gräfin Wilding von Königsbrück (* 15. August 1867; † 5. Januar 1935 in Gera), Ehefrau des Landrats Camillo von Palombini (1862–1918), ihr Sohn ist Kraft von Palombini Angelice Marie Therese Gräfin Wilding von Königsbrück (* 2. Mai 1870).Wilding von Königsbrück, in: Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1871, 44. Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1870-10-31, S. 913–914.

Literatur Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser auf das Jahr 1859, Jg. 32. Justus Perthes, Gotha 1858. S. 952 ff. Digitalisat Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 1931 Justus Perthes, Gotha 1930, S. 639.

Weblinks

Wappen der Grafen Wilding von Koenigsbrück

Einzelnachweise

Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Ständeversammlung des Königreichs Sachsen Kategorie:Mitglied der Oberlausitzer Provinzialstände Kategorie:Titulargraf Kategorie:Adliger Kategorie:Person (Königsbrück) Kategorie:Person (Dresden) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1829 Kategorie:Gestorben 1900 Kategorie:Mann