mini|hochkant|Margaret McPhun
Margaret Pollock McPhun (* 8. Juli 1876Margaret Pollock McPhun. In: The University of Glasgow Story. University of Glasgow.; † 1960) war eine schottische Suffragette in Glasgow.
Leben Margaret McPhun war eine Tochter von John Pollock McPhun, einem Holzhändler und Stadtrat im East End der Stadt, einem Stadtverordneten und Mitglied des Friedensgerichts.Nuala Naughton: Glasgow's East End. From Bishops to Barraboys. Random House, 2014, S. 81, ISBN 978-1-78057-797-5 Als junges Mädchen besuchte sie zeitweise ein Mädchengymnasium in Hannover. Sie studierte bis 1897 an der Universität von Glasgow Psychologie, während ihre 1870 geborene Schwester Frances Mary dort Volkswirtschaft studierte. Ihre jüngere Schwester Nessie McPhun war ebenfalls eine Suffragette.Maggie Craig: When the Clyde Ran Red. A Social History of Red Clydeside. Birlinn Ltd, 2019, S. 74.
Die drei Schwestern, die damals in der 10 Doune Terrace im Glasgower Viertel Hillhead wohnten, waren Mitglieder des Wahlrechtsverbandes der Universität und traten 1909 der Women’s Social and Political Union (WSPU) bei, einer militanten Frauenrechtlerinnen-Bewegung.Burrell Collection Photo Library: Margaret McPhun 1910 war Margaret McPhun ehrenamtliche Organisationssekretärin anlässlich der Schottischen Suffragetten-Ausstellung (Scottish Suffrage Exhibition), 1911 und 1912 ehrenamtliche Sekretärin des WSPU-Bezirks Glasgow.
mini|Um 1912: Helen Crawfurd, Janet Barrowman, Margaret McPhun, Wilson, Frances McPhun, Nancy A. John und Annie S. Swan 1912, Margaret McPhun war damals WSPU-Pressesprecherin für Schottland, reisten die beiden Schwestern Frances und Margaret mit anderen schottischen Frauenrechtlerinnen nach London, um für ihre Sache Werbung zu machen, indem sie im März des Jahres Fenster von Regierungsgebäuden einschlugen. Sie wurden verhaftet und ins Holloway Prison geschickt. Während der Inhaftierung bedienten die beiden McPhun-Schwestern sich des Familiennamens „Campbell“, um ihre Identität zu pseudonymisieren und um keine Vorzugsbehandlung gegenüber Häftlingen der sogenannten Arbeiterklasse zu erhalten.Russell Findlay: Growing calls for Government to issue official apology to Suffragettes who fought to win vote for women. Daily Record, 18. November 2012. Im April 1912 traten die Schwestern in den Hungerstreik.Frances M. McPhun (1880–1940) & Margaret McPhun (1876–1960). In: The Sussex Archaeological Society, August 2011, S. 7 f.
Während der Inhaftierung schrieb höchstwahrscheinlich sie unter dem Kürzel „M. M'P.“ das Gedicht To A Fellow Prisoner (Miss Janie Allan), das von Nancy A. John gesammelt und dann 1912 in ihrem Gedichtband Holloway JinglesHolloway Jingles. Edinburgh City Libraries.M. M'P.: To A Fellow Prisoner (Miss Janie Allan). In: Glenda Norquay: Voices and Votes. A Literary Anthology of the Women's Suffrage Campaign. Manchester University Press, 1995, S. 176.A Fellow Prisoner (Miss Janie Allan). vom Glasgower WSPU-Bezirkverbands veröffentlicht wurde. Janie Allan (1868–1968), eine militante Glasgower Suffragette die bei den Fensterscheibenaktionen ebenfalls dabei und auch in Holloway inhaftiert war, war Initiatorin des Hungerstreiks nach dem Vorbild der 1909 erstmals von Marion Dunlops (1864–1942) angewandten Strategie des Widerstands.A Fellow Prisoner (Miss Janie Allan). ThePeoplesVoice.Glasgow.ac.uk. Tausende Glasgower unterzeichneten damals eine Petition für ihre Freilassung, nachdem sie während ihres Hungerstreiks eine Woche lang zwangsernährt wurde.Maggie Craig: When the Clyde Ran Red. A Social History of Red Clydeside. Birlinn Ltd., 2018, S. 57, 96, ISBN 978-0-85790-996-1 Auch Frances und Margaret McPhun wurden zwangsernährt.Angela McManus: Adele Patrick remembers Glasgow's suffragettes. EveningTimes, 10. Oktober 2015. Dabei zogen sie es vor, durch das Trinken aus einer Tasse zwangsernährt zu werden, statt über einen in die Nase eingeführten Schlauch. Nachdem sie nach zwei Monaten der Inhaftierung entlassen worden waren, erhielten sie von der WSPU Medaillen für ihren Hungerstreik.
In den 1930er Jahren vermachte sie zusammen mit ihrer Schwester ein großes Haus in Callander als Ferienheim für Benachteiligte an die Glasgow Guild of Aid.Elizabeth Crawford: The Women's Suffrage Movement: A Reference Guide 1866-1928.
Rezeption Da Nancy A. John in der Forward eine eigene Kolumne hatte, veröffentlichte diese eine Zeitlang die Beiträge des WSPU-Organs The Suffragette.
Margaret McPhun wurde eingetragen in der Roll of Honour of Suffragette Prisoners 1905–1914 (7LAC/2) in der The Women's Library der London School of Economics.Roll of Honour of Suffragette Prisoners 1905–1914 The Women's Library, London School of Economics, London University.
Literatur McPhun, Miss Margaret Pollock. In: The Suffrage Annual and Women's Who’s Who. S. Paul & Company, 1913, S. 307. McPhun, Margaret Pollock. In: Glenda Norquay: Voices and Votes. A Literary Anthology of the Women's Suffrage Campaign. Manchester University Press, 1995, S. 312f., ISBN 978-0-7190-3976-8 McPhun, Margaret Pollock. In: Elizabeth Crawford: The Women's Suffrage Movement. A Reference Guide 1866–1928. Routledge, 2003, S. 404f., ISBN 978-1-135-43402-1 Margaret Pollock McPhun. In: Leah Leneman: A guid cause. The women's suffrage movement in Scotland. Mercat Press, 1995, S. 111, 190, 216–217, 264, ISBN 978-1-873644-48-5 Elizabeth Crawford: The Women's Suffrage Movement: A Reference Guide, 1866-1928, Routledge, 2003, ISBN 978-0-415-23926-4, Seite 404 Laura E. Nym Mayhall: The Militant Suffrage Movement, Citizenship and Resistance in Britain. Oxford University Press, 2003, ISBN 978-0-19-515993-6
Weblinks
Margaret and Frances McPhun wealothianwomensforum.org Margaret McPhun, theglasgowstory.com
Einzelnachweise
Kategorie:Frauenrechtler (Vereinigtes Königreich) Kategorie:Trägerin der Hungerstreik-Medaille Kategorie:Person (Feminismus) Kategorie:Psychologe Kategorie:Schotte Kategorie:Brite Kategorie:Geboren 1876 Kategorie:Gestorben 1960 Kategorie:Frau Kategorie:Suffragette