Frankenfeld ist ein Gemeindeteil des Marktes Baudenbach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Frankenfeld hat eine Fläche von 2,852 km². Sie ist in 199 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 14.330,66 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Kreuzhof.
Geographie Das Dorf liegt am Laimbach, der der linke Oberlauf des Ehebachs ist. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Bundesstraße 8 (0,2 km südwestlich) über eine Brücke über den Laimbach, der unweit davon die Frankenfelder Mühle speist, talaufwärts nach Unterlaimbach zur Kreisstraße NEA 30 (1 km nordwestlich) und talabwärts zur Staatsstraße 2256 bei Baudenbach (2,6 km östlich).
Geschichte Der Ort wurde zwischen 1303 und 1317 im Lehenbuch des Hochstifts Würzburg als „Frankenfeld“ erstmals urkundlich erwähnt.H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. S. 96. Der Ortsname leitet sich vom gleichnamigen Flurnamen ab. Als Franken wurden unter Karl dem Großen speziell die Beamten und Königsbauern bezeichnet, die damals in der Königsmark Laimbach ansässig waren. Später entstand auf den Feldern ein kleines Haufenwegedorf.P. Schneider: Der Steigerwald in der Gesamtschau. S. 235. In diesem Lehenbuch steht, dass dem Ritter Friedrich Kropf vom Hochstift der Zehnte in Frankenfeld aufgetragen wurde. Gerlach von Hohenlohe erhielt im 14. Jahrhundert von Heinz Markolf und später Betzolt Schwarzenberger und dessen Schwestern den Zehnt von „Frankenfelt“. Daneben gab es noch Güter, die Rüdiger von Sugenheim unterstanden. Neben den von Hohenlohe hatten auch die Grafen von Castell Besitz in Frankenfeld. Außerdem gab es Zinsgüter und Untertanen der Klöster Birkenfeld und Münchsteinach sowie einen Untertan des Rittergutes Obersteinbach. Landesherren waren die Fürsten von Schwarzenberg, in deren Territorium der Ort lag.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Jahre 1810 kam Frankenfeld an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Frankenfeld dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Baudenbach und 1813 gebildeten Ruralgemeinde Baudenbach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Frankenfeld.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 220. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Neustadt an der Aisch zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Neustadt an der Aisch (1919 in Finanzamt Neustadt an der Aisch umbenannt, seit 1972 Finanzamt Uffenheim). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand ein Anwesen dem Hochgericht Schwarzenberg, ein Anwesen dem Patrimonialgericht Obersteinbach (bis 1848) und ein Anwesen dem Patrimonialgericht Stübach (bis 1848).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 185. Ab 1862 gehörte Frankenfeld zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Neustadt an der Aisch (1879 in das Amtsgericht Neustadt an der Aisch umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,850 km².
Am 1. Juli 1969 wurde Frankenfeld nach Baudenbach eingemeindet.
Baudenkmäler zu Haus Nr. 9: Scheune mit Quadersockel, Fachwerkaufbau, steiles abgewalmtes Dach mit offenem First; West- und Ostseite verbrettert; innen 3 × 2 Säulen mit Kopfstreben; zweite Hälfte des 17. JahrhundertsR. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch. S. 69. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 19: ursprünglich eingeschossiges Frackdachhaus mit Halbwalm, nur Wohnteil erhalten; zweiflügelige Haustür dreifeldrig mit Oberlichte, Felder mit Netzwerk, zweites Viertel des 18. Jahrhunderts, abgerissen Grenzstein Steinkreuz von Ludwig Eisen im Laimbach gefunden und von den Frankenfeldern am jetzigen Ort aufgestellt.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 Einwohner 122 126 122 125 136 133 139 122 127 107 106 106 105 109 117 106 95 98 90 146 147 116 99 67 49HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 20 20 19 19 19 19 18 17 19 17 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Veit (Unterlaimbach) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Mariä Himmelfahrt (Ullstadt) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Baudenbach) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1969 Kategorie:Ersterwähnung 1303 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim