Fernando Express war eine deutsche Schlagerband aus Baden-Württemberg.
Geschichte Die Gruppe wurde 1969 unter dem Namen Skippies von dem Speditionskaufmann Josef Eisenhut (verheiratet, zwei Kinder), dem Industriekaufmann Hans Olbert und Klaus Lorenz als Trio gegründet. Die Band trat im regionalen Kreis bei verschiedenen Festen auf. In der Folgezeit wurde die Gruppe um einige Musiker erweitert.
Im Jahr 1982 erfolgte die Umbenennung in Fernando Express. Ende der 1980er Jahre gab es weitere Umbesetzungen. Schließlich engagierte das Trio 1990 die Leadsängerin Birgit Langer (* 5. April 1968 in Weingarten (Baden)), die in der Rudi Carrell Show als Mandy-Winter-Double aufgetreten war. Im Anschluss trat Fernando Express als Quartett auf und hatte zunächst im süddeutschen Raum zahlreiche Erfolge.
1991 erreichte die Gruppe beim Deutschen Song-Festival mit ihrem Titel Flüsterndes Herz den 3. Platz und wurde so bundesweit bekannt. Ein weiterer größerer Erfolg gelang ihnen 1994 bei den Deutschen Schlager-Festspielen, als ihr Titel Copacabana Platz 9 erreichte.
Klaus Lorenz stieg 2009 aus gesundheitlichen Gründen aus und wurde durch Reiner Prinz ersetzt. Ende Januar 2010 gab Birgit Langer nach zwanzigjähriger Bandzugehörigkeit ebenfalls ihren Ausstieg bei Fernando Express bekannt, um eine Solokarriere zu beginnen. Ihre Nachfolgerin als Frontsängerin wurde Michaela Zondler; im Juni 2014 kam es aufgrund unüberwindlicher Differenzen zur Trennung. Man behalf sich dann zunächst mit zwei Ersatz-Sängerinnen, von denen stets nur eine bei Auftritten zum Einsatz kam. Seit 2015 war Heidi Schütz neue Frontsängerin des Fernando Express.
Fernando Express war bis zuletzt Dauergast in den Rundfunk-Hitparaden, absolvierte aber auch zahlreiche Live-Veranstaltungen in Rundfunk und im Fernsehen. Produzenten der Gruppe waren unter anderem Adam Schairer (bis 1992) sowie Jean Frankfurter (1992 bis 2010). Derzeitige Produzenten sind Norbert Beyerlein und Werner Schüler.
Die Band löste sich 2025 nach 56 Jahren aus Altersgründen auf, das letzte Konzert fand am 30. Juli 2025 in Zerbst statt.
Von 26. Dezember 2025 bis zum 29. Dezember 2025 schloss sich die Band der Tour der befreundeten Metal-Band Hämatom an und bestritt noch vier Auftritte als Vorband von Hämatom.
Diskografie
Studioalben
Weitere Studioalben 1985: Montego Bay 1987: Wir machen Holiday 1989: Dolce Vita 1990: Sehnsucht nach Sonne 1991: Unter den Sternen des Südens 1992: Das Märchen der weißen Lagune 1994: Alle Sehnsucht dieser Welt 1996: Sei du meine Insel 1998: Die Könige der Tanzpaläste 1999: Wenn Egon tanzt 2000: Sonnentaucher 2002: Südlich der Sehnsucht 2004: Unser Traum darf nicht sterben 2005: Urlaub für die Seele 2007: Tanz auf dem Vulkan 2010: Die Könige der Tanzpaläste 2012: Pretty Flamingo 2013: Bella Bellissima 2014: Sommer in der Seele
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1990: Die grossen Erfolge 1995: Ihre größten Erfolge 2008: Lass mich dein Geheimnis sein – Die Hit-Collection 2008: Tausend und ein Gefühl – Unsere grössten Single-Hits 2012: All the Best
Singles
Weitere Singles 1969: Ich kann ohne Dich nicht leben (als Joe & The Skippies) 1984: Sommer, Sonne, Liebe 1985: Montego Bay 1985: Goodbye Love 1986: Keiner da (Herzliche Grüße von Ibiza) 1987: Wir machen Holiday 1987: Voyage – Voyage 1988: Aloa 1988: Dolce Vita 1989: Fly Away Flamingo 1989: Holiday Lover 1990: Fiesta Americana 1990: Weiße Taube Sehnsucht 1990: Die versunkene Stadt 1991: Sehnsucht nach Samoa 1991: Flüsterndes Herz 1991: Farewell Kontiki 1992: Goodbye Bora Bora 1992: Das Märchen der weißen Lagune 1993: Jambo Jambo 1994: Piano, Piano 1994: Copacabana 1994: Alle Sehnsucht dieser Welt 1995: Mit dem Albatros nach Süden 1995: Du bist der Wind in meinen Segeln 1996: Der Tag, an dem die Sonne wiederkam 1996: Sei du meine Insel 2000: Casanova 2001: Die weissen Segel von Santa Monica 2001: Über alle 7 Meere 2002: Santo Domingo, die Sterne und du 2002: Südlich der Sehnsucht 2009: Piroschka 2010: Fremde Augen – Fremde Sterne 2011: Ich geh durch die Hölle 2011: Pretty Flamingo
Promo-Singles 1997: Eviva La Samba 1997: Silbervogel 1998: Serenata d’Amore 1998: Feuer und Flamme 1998: Solang’ mein Herz noch schlägt 1999: Party-Hit-Mix 1999: Wenn Egon tanzt 2000: Frei wie der Wind 2000: Barcarole Romantica 2003: Bolero d’Amore 2003: Die Insel der verlorenen Träume 2004: Die 10 Gebote der Liebe 2004: Die Sonne von Capri 2004: Unser Traum darf nicht sterben 2005: Coconut und Calypso 2005: Barfuß bis ans Ende der Welt 2005: Träumer können fliegen 2006: Liebe gibt und Liebe nimmt 2006: Vino in Portofino 2007: Tanz auf dem Vulkan 2007: Fliegen bis zum Regenbogen 2007: Tausend und ein Gefühl 2008: Du bist mein tägliches Wunder 2008: Der Rote Mond von Agadir 2008: Das Märchen von Arcadia
Literatur Andreas Bauer: Es fährt ein Zug nach nirgendwo – oder eine Reise in die Welt dazwischen. Eine kultur-anthropologische Untersuchung zur Schlagerkultur in Deutschland. In: Christoph Marek: Pop – Schlager. Lit, Wien und Münster 2006, ISBN 978-3-8258-9456-6.
Quellen
Weblinks Offizielle Website DA Music Website Biografie Fernando Express
Kategorie:Schlagerband Kategorie:Deutsche Band Kategorie:Jean Frankfurter