Friedrich Wilhelm Albrecht von Goldacker, auch Friedrich Wilhelm Albrecht Goldacker (* 1740 in Gotha; † 22. März 1774 in Altenburg), war ein kurfürstlich-sächsischer Oberhofgerichtsassessor in Leipzig und Domherr zu Naumburg (Saale).

Leben Herkunft Friedrich Wilhelm Albrecht war Angehöriger des thüringischen Adelsgeschlechts von Goldacker, deren Vertreter bis in das 18. Jahrhundert bewusst auf das Adelspronomen von verzichteten. Er war der Sohn des 1762 verstorbenen Heinrich Alexander Wilhelm von Goldacker.

Laufbahn Goldacker schlug wie viele Mitglieder seiner Verwaltung eine Verwaltungslaufbahn im Dienst der sächsischen Wettiner ein und wurde Assessor am Oberhofgericht in Leipzig. Er war Beisitzer auf der adligen Bank des Oberhofgerichts. In der Messestadt Leipzig wohnte Goldacker am Neuen Markt im Haus von Dr. Apel.

In Naumburg wurde er zum evangelischen Domherren und Kapitular gewählt.Churfürstlich-Sächsischer Hof- und Staatscalender. 1777.

Durch den kinderlosen Tod des früheren herzoglich-sachsen-gothaischen Leutnants bei der Infanterie, Johann Wilhelm von Goldacker, am 19. Dezember 1770Bescheinigung des Pastors Ernst Christoph Jacobi in Weberstedt vom 11. Januar 1771. erbte Friedrich Wilhelm Albrecht von Goldacker als dessen Vetter und nächster Mitbelehnter dessen Anteil an den Goldacker’schen Rittergütern Weberstedt, Allerstedt und Ufhoven und wurde somit dort auch Erb-, Lehn- und Gerichtsherr.

Friedrich Wilhelm Albrecht von Goldacker blieb unverheiratet und ohne eigene Kinder. Er starb am 22. März 1777 und aufgrund des Familienvertrages vom 14. August 1741 fiel seine Hälfte am Gut Ufhoven an Christian Wilibald Goldacker auf Weberstedt.

Die Güter Weberstadt und Altenstedt III, hier George von Goldacker, Weberstedt I und II sowie Altenstedt I und II, hier an Otto von Goldacker, wurden jeweils von den Nacherben an die nächste Generation weitergegeben.Walter von Hueck, Klaus von Andrian-Werburg: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1990. Band XXI, Band 98 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1990, , S. 195 f.

Wappen Friedrich Wilhelm Albrecht von Goldacker führte ein geteiltes Wappen. Oben in Gold ein aus der Teilung wachsender schwarzer steigender Bock mit goldenen Hörnern, unten von Silber und Rot gespalten. Auf dem Helm ein wachsender Mann mit goldenem Umhang, weißem Bart und silbern gestulpter roter Tatarenmütze. Die Decken sind rechts Schwarz-Gold und links Rot-Gold.

Literatur August Wilhelm Bernhardt von Uechtritz: Geschlechts-Erzählung derer in Sachsen florirenden Adelichen Familien, als eine Continuation. Band 1 (Ersten Theiles TAB. XXVII - LXIV), Georg Emanuel Berr, Leipzig 1787, Tab. LIII. Walter von Hueck: Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon, Band 67 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1978, , S. 182.

Einzelnachweise

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