Hinterloh (oberfränkisch: HindalohD. George: Lichtenfels: Der Altlandkreis, S. 86. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „hindɘlō“.) ist ein Gemeindeteil des Marktes Küps im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).

Geographie Das Aussiedlergehöft liegt auf einer Höhe von . Durch die Alleinlage auf einer Anhöhe ist der Blick auf den gesamten südlichen Landkreis Kronach frei. Nordöstlich erheben sich die Ausläufer des Frankenwaldes. Nördlich verläuft das Tal der Rodach. Ein Anliegerweg führt nach Burkersdorf (0,6 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde in einem Extrasteuerregister des Rittergutes Burkersdorf, das im Zeitraum von 1754 bis 1762 angefertigt sein muss, als „Loh-Guth“ erstmals namentlich erwähnt. 1810 wurde es zur Unterscheidung von Vorderloh als das „hintere Lohguth“ bezeichnet. Dem Ortsnamen liegt der Flurname Loh zugrunde, der in diesem Fall auf ein Waldgebiet verweist.D. George: Lichtenfels: Der Altlandkreis, S. 86f.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Hinterloh zur Realgemeinde Burkersdorf. Das Hochgericht übte das Rittergut Burkersdorf-Unterlangenstadt im begrenzten Umfang aus, es hatte ggf. an das bambergische Centamt Weismain auszuliefern. Das Rittergut Burkersdorf-Unterlangenstadt war zugleich Grundherr des Gutes.H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 67.

Infolge des Gemeindeedikts wurde Hinterloh dem 1808 oder etwas später gebildeten Steuerdistrikt Ebneth und der 1811 gebildeten Ruralgemeinde Burkersdorf zugewiesen.H. Weiß: Lichtenfels-Staffelstein, S. 149f. Das bayerische Urkataster zeigt Hinterloh als eine Einöde mit einer Herdstelle, Wirtschaftsgebäuden und zwei Weihern.Hinterloh im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme) Am 1. Juli 1977 wurde Hinterloh im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Küps eingegliedert.

Mit eigenem Teich, Wald, Wiesen und Feldern ergibt das Wohnhaus mit Nebengebäude und Scheune ein vielfältig nutzbares Ensemble, das noch heute als landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb dient.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 5 4 8 4 4 4 7 4 8 2HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 1 1 2 1Quelle

Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria in Burkersdorf gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Kronach Kategorie:Geographie (Küps) Kategorie:Ersterwähnung 1754