Hebberg ist ein Ortsteil der Stadt Attendorn im Kreis Olpe (Nordrhein-Westfalen) und hat 24 Einwohner (Stand 31. Dezember 2025).
Geografie Hebberg liegt nordwestlich des Kernortes Attendorn im Ebbegebirge an der Grenze zum Märkischen Kreis. Südöstlich liegen Neuenhof und Lichtringhausen. Hausberg ist der 466 m hohe Hebberg.
Geschichte Politisch gehörte Hebberg ehemals zum Amt Waldenburg und im Gogericht und Kirchspiel Attendorn zur Bauerschaft Windhausen, der auch umliegende Orte wie Lichtringhausen, Weltringhausen, Windhausen u. a. angehörten. Im Schatzungsregister von 1543 wird in der Winterhuißer Burschafft mit 21 Steuerpflichtigen ein hanß uf dem Heidtberge und ein Johann uf dem Heidtberge mit einer Abgabe von jeweils 1½ Goldgulden genannt.Schatzungsregister von 1543, S. 69, pdf. Im Register von 1565 wurden Henrich uff dem Hiertberge mit 2 ort (½ Gg) und Johan sein Vetter mit 1½ Goldgulden besteuert.Die Schatzungsregister des 16. Jahrhunderts für das Herzogtum Westfalen, Teil 1 (1536 und 1565), Münster 1971, S. 219, pdf. Während des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1636 der Hof Droste uf dem Hebbergh als verarmtes und wüstes Gut bezeichnet. In einer Urkunde des Klosters Ewig wurde 1638 ein Theves auffm Hebberge erwähnt.Norbert Scheele (Hrsg.): Regesten des ehemaligen Klosters Ewig, Olpe 1963, Urk 506 S. 134.
In Hebberg gab es früher zwei Güter, das Drosten Gut, auch vorderstes Gut genannt (erstmals 1610 erwähnt) war 1829 ein Gut erster Klasse. Das Schulten Gut, auch hinterstes Gut genannt (erstmals 1633 erwähnt), gehörte dem Hause Schnellenberg und war 1829 auch ein Gut erster Klasse. Seit Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurde durch Erbe oder Heirat die Familie Cramer Besitzer beider Höfe.Julius Pickert: Die Bauernhöfe des Attendorner Kirchspiels im 17. Jh., in: Heimatblätter des Kreises Olpe, 4. Jhg. 1926/27, S. 52.Otto Höffer in: Attendorn – gestern und heute, Verein für Orts- und Heimatkunde Attendorn e. V., Nr. 16 (1992), S. 15.
Das Adressbuch von 1929 führt in Hebberg die Namen „Bender, Cramer (10), Damm, Heß, Köhler (2), Mergemann, Meier, Reuber, Reuter und Stuff (3)“ auf.Amtliches Adressbuch des Kreises Olpe 1928/29, Abschnitt Gemeinde Attendorn-Land, S. 78. Im Jahre 1936 gab es in Hebberg 7 Wohnhäuser mit 9 Haushaltungen und 56 Einwohner.Amtliches Einwohnerbuch des Kreises Olpe 1938, Amt Attendorn, S. XV. 1988 hatte der Ort 35 Einwohner.Verein für Orts- und Heimatkunde Attendorn e. V., Mitteilungsblatt Nr. 14 (1990), S. 15.
Ab 1819 gehörte Hebberg im Amt Attendorn zur Gemeinde Attendorn-Land, bis die Gemeinde 1969 in die Stadt Attendorn eingegliedert wurde.
Religion, Vereine Hebberg gehört zur Kirchengemeinde Lichtringhausen, Sport und Vereinsleben findet in den größeren Nachbarorten statt.
Einzelnachweise
Kategorie:Ortsteil von Attendorn