Altenbuch ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gerhardshofen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Altenbuch liegt in der Gemarkung Göttelhöf.

Geografie Unmittelbar östlich des Weilers fließt der Altenbuchbach, ein rechter Zufluss der Aisch. Der Ort befindet sich inmitten einer Rodungsinsel rings von Wald umgeben. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Göttelhöf (1,3 km östlich) bzw. die Bundesstraße 470 kreuzend nach Rappoldshofen (2 km nördlich).

Geschichte Der Ort wurde 1361/64 im burggräflichen Urbar als „Pueche“ (nach den Buchenbäumen benannt) erstmals urkundlich erwähnt und als „Buch“ auch 1421 im Lehenbuch des Markgrafen und Kurfürsten Friedrich I. genannt. Im Ersten Markgrafenkrieg wurde das aus fünf Höfen („Huben“) bestehende Dorf, das auf dem Kappelberg eine Wallfahrt hatte, völlig zerstört. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde der Ort wieder besiedelt. 1728 wurde ein kleiner Herrensitz erbaut.Ortsteile auf der Website gerhardshofen.de

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Altenbuch vier Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Grundherren waren das Kastenamt Neustadt an der Aisch (2 Güter, 1 Tropfgütlein) und Herrschaft Brunn (1 Hof mit Ziegelei).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 79.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Altenbuch dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Diespeck und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Dettendorf zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es der neu gebildeten Ruralgemeinde Göttelhöf zugewiesen. Ein Anwesen unterstand bis 1833 in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Brunn.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 186. Am 1. Juli 1971 wurde Altenbuch im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Gerhardshofen eingemeindet.

Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 22: ein vierseitig geschlossener Herrensitz mit Torhaus aus Fachwerk.R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 21. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 24: eingeschossiges Wohnstallhaus, Fenster verändert. Gurtband, Ecklisenen. Im Türsturz „18“ „I“(ohann) „F“(riedrich) „Z“(ähter) „43“, übertüncht. Profiliertes Holztraufgesims, Schopfwalm. Zweiteilige Haustür.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2016 2020Einwohner 28 33 37 32 41 33 32 36 35 34 30 36 37HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 6 6 7 8 6 6 6 6 Quelle auf der Website gerhardshofen.de

Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Gerhardshofen) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Gerhardshofen Kategorie:Weiler im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1361