Göttelhöf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Gerhardshofen im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Göttelhöf hat eine Fläche von 3,859 km². Sie ist in 398 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9696,49 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Altenbuch.
Geografie Nördlich des Dorfes liegt der Göttelhöfer Berg, im Osten das Waldgebiet Dachsbau und im Südosten die Bertholdwaldung. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Willmersbach (1,5 km nordöstlich), zur Staatsstraße 2414 bei Hohholz (1,6 km südöstlich) und an Altenbuch vorbei die Bundesstraße 470 kreuzend nach Rappoldshofen (3 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1317/22 als „Katelnhoustete“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Hochstift Würzburg trug zu dieser Zeit Konrad von Pahres (vgl. auch Kästel) im Ort zwei Huben und den Zehnten von einer dieser Huben als Lehen auf. 1404 unterstand „Ködelhofe“ bereits dem Amt Dachsbach der Burggrafschaft Nürnberg. Burggraf Johann III. verlieh in diesem Jahr Wilhelm von Seckendorff den kleinen Zehnten des Ortes. 1434 wurden im burggräflichen Salbuch zwei Bauern in „Kotelhoffen“ verzeichnet, die das Reutgeld an das Amt Dachsbach zu entrichten hatten. 1502/06 bestand „Kotelhoff“ aus zwei Höfen, die dem Herrn Targas von Heßberg gehörten. Im Jahre 1718 gab es im Ort sechs Untertansfamilien.H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch. S. 97 f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Göttelhöf vier Anwesen. Das Hochgericht übte teils das brandenburg-bayreuthische Kasten- und Jurisdiktionsamt Dachsbach, teils das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Neustadt an der Aisch. Grundherren waren das Kastenamt Neustadt (1 Häckersgut, 1 Tropfhaus) und das Rittergut Neuhaus (2 Güter).H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 97.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. 1810 kam Göttelhöf an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Göttelhöf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Diespeck und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Dettendorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Göttelhöf, zu der Aichen, Altenbuch, Burgstall und Sengersberg gehörten.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 221. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Neustadt an der Aisch zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Neustadt an der Aisch (1919 in Finanzamt Neustadt an der Aisch umbenannt, seit 1972 Finanzamt Uffenheim). Drei Anwesen unterstanden jedoch bis 1848 in der freiwilligen Gerichtsbarkeit dem Patrimonialgericht Neuhaus der Freiherren von Crailsheim.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim. S. 186. Ab 1862 gehörte Göttelhöf zum Bezirksamt Neustadt an der Aisch (1939 in Landkreis Neustadt an der Aisch umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Neustadt an der Aisch (1879 in das Amtsgericht Neustadt an der Aisch umgewandelt). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,885 km².
Am 1. Juli 1971 wurde Göttelhöf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Gerhardshofen eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Göttelhöf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 128 149 185 182 161 147 148 159 168 166 148 133 122 126 112 114 112 100 98 131 125 126 122 119HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 27 26 30 29 29 30 24 23 24 Quelle Für die Gemeinde Göttelhöf zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Aichen (S. 4), Altenbuch (S. 4), Burgstall (S. 15) und Sengersberg (S. 85). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 167 Einwohner.
Ort Göttelhöf Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2016 2020Einwohner 85 100 98 99 111 77 80 89 87 85 90 131 144Häuser 17 18 19 19 18 17 18 32 Quelle auf der Website gerhardshofen.de
Religion Göttelhöf ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Gerhardshofen) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Gerhardshofen Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) Kategorie:Ersterwähnung 1317 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim