mini|Eckhard Gerber Eckhard Gerber (* 13. Oktober 1938 in Oberhain) ist ein deutscher Architekt und Hochschullehrer. Er führt ein international tätiges Architekturbüro in Dortmund mit weiteren Standorten in Hamburg, Berlin, Münster, Düsseldorf, Riad und Shanghai.Website Gerber Architekten.

Leben und Werk Eckhard Gerber ist Spross eines evangelischen Pfarrhauses in Thüringen. Er wuchs in einer musischen Familie mit fünf Geschwistern in Großenlupnitz bei Eisenach und von 1951 bis 1957 in Großheringen bei Weimar auf. 1957 bestand er sein DDR-Abitur in Apolda.

1957 legte er das Abitur in West-Berlin ab, floh 1958 in die Bundesrepublik Deutschland und absolvierte dort sein Architekturstudium an der Technischen Universität Braunschweig. Nach dem Diplom begann Eckhard Gerber 1966 zusammen mit Manfred Lange seine selbstständige Tätigkeit als freischaffender Architekt unter der Bezeichnung „Werkgemeinschaft 66“ in Meschede/Sauerland. Von 1973 bis 1975 war er auch als Assistent am Lehrstuhl Harald Deilmann an der Universität Dortmund tätig. Seit 1979 führt er – nach dem plötzlichen Tod seines damaligen Büropartners Dirk Stelljes – das Büro „Gerber Architekten“ mit Sitz in Dortmund als alleiniger Inhaber fort. 1981 erhielt er einen Ruf an die Universität Essen als Professor für „Grundlagen der Gestaltung und angewandte Gestaltungslehre“ im Fachbereich Architektur und Landespflege. 1990 folgte der Ruf an die Bergische Universität Wuppertal, an der er bis 2004 „Grundlagen der Gestaltung und Entwerfen“ lehrte und von 1995 bis 1999 auch Dekan der Architekturfakultät war.Vorstellung der Referenten der 5. JUNG Architekturgespräche. In: jung.de, 31. Mai 2018. Von 2004 bis 2012 nahm er die Professur für das Lehrgebiet „Grundlagen der Gestaltung und des Entwerfens“ im Masterstudiengang REM&CPM an der Bergischen Universität Wuppertal wahr. Seit 2008 erweiterte Eckhard Gerber das Büro mit Standorten in Hamburg, Berlin, Münster, Düsseldorf, Riad und Shanghai mit circa 340 Mitarbeitern. 2017 erhielt er zwei Gastprofessuren in China, am Harbin Institute of Technology und an der Dalian University of Technology School of Architecture and Fine Art. 2018 berief ihn der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) in den Wirtschaftssenat.. In: bvmw.de, 1. Juni 2018. 2021 erhielt Eckhard Gerber den Landesverdienstorden NRW für seine Arbeit als Architekt und kultureller Brückenbauer.

Eckhard Gerber war von 1993 bis 2010 Vorsitzender des Dortmunder Kunstvereins,. In: RuhrNachrichten.de, 19. November 2009. bis 2009 Mitglied im Gestaltungsbeirat der Stadt Moers,. In: moers.de, 15. Oktober 2009. von 2011 bis 2014 Mitglied im Gestaltungsbeirat der Stadt Bielefeld,Eckhard Gerber zu Raumgestaltung. In: schulbau-messe.de, 7. November 2016. seit 1969 Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA)Mitgliedersuche BDA. In: bda-bund.de, 30. Mai 2018. und im Deutschen Werkbund (DWB).Mitglieder des DWB. In: deutscher-werkbund.de, 30. Mai 2018. Er nahm an über 200 Preisgerichtsverfahren teil und davon über 120 mal als Juryvorsitzender bei nationalen und internationalen Wettbewerben.

Bauten (Auswahl) Stadthalle Hagen, 1981 U-Bahnhof Stadtgarten, Dortmund, 1981 2. Bildungszentrum der Bundesfinanzverwaltung Münster, 1987 Jakob-Henle-Haus in Lünen-Nordlünen, Cappenberger Str. 86, 1987/88 Staats- und Universitätsbibliothek, Göttingen, 1993 Harenberg City-Center, Dortmund, 1994 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Berlin, 1998 MDR Landesfunkhaus Sachsen-Anhalt, Magdeburg, 1998 Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, Leipzig, 2001 Neue Messe Karlsruhe, 2003 RWE Tower, Dortmund, 2005 Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg, 2009 Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität, Dortmund, 2010 King Salman Science Oasis, Riad, Saudi-Arabien, 2010 Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt, 2012 Olaya Iconic Station, Riad, Saudi-Arabien, 2012 Otto-Stern-Zentrum der Goethe-Universität, Campus Riedberg, Frankfurt am Main, 2012 Biologicum der Goethe-Universität, Campus Riedberg, Frankfurt am Main, 2012 King Fahad Nationalbibliothek, Riad, Saudi-Arabien, 2013 Neubau zur Erweiterung der Handwerkskammer Dortmund, 2014 Berufskollegs Dortmunder U, Dortmund, 2015 Volksbank Krefeld, 2015 Institut für Physik und Forschungsgebäude Leben, Licht & Materie der Universität Rostock, 2015 Kunst- und Mediencampus Finkenau, Hamburg, 2015 Institutsgebäude der Chemie und Hörsaalgebäude der Justus-Liebig-Universität, Gießen, 2016 Zentrum für Integrative Infektionsforschung (CIID) der Universität Heidelberg, 2017 Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei, Berlin, 2017 Studentisches Wohnen „Apartunities 522“ Würzburg, 2018 Doppeltürme in Jinan, China

Zusammenarbeit mit Künstlern

Eckhard Gerber arbeitete von Beginn an bei seinen öffentlichen Bauten mit zeitgenössischen Künstlern zusammen, so entstanden oftmals sehr raumbezogene Projekte mit Hugo Kükelhaus, Emil Schuhmacher, Friedrich Meckseper, Klaus Bönninghausen, Wilfried Hagebölling, Andreas M. Kaufmann, Vadim Kosmatschof, Eberhard Linke, Pitt Moog, Matt Mullican, Hubertus von Pilgrim, Erich Reusch, George Rickey, Aen Sauerborn, Walter Schneider, Jürgen Weber, Ekrem Yalcindag, Horst Linn, Günther Zins, Philipp Dreber und Nevin Aladag.

Auszeichnungen (Auswahl) 1974: Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstlerinnen und Künstler 1994: BDA-Preis Niedersachsen für die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek, Göttingen 2008: Erlweinpreis der Stadt Dresden 2012: Antonio-Petrini-Preis 2014: ICONIC Award 2014: Carl-Friedrich Fischer Preis 2014: Meed Award 2014: International Architecture Design Award 2015: Architizer A+ Award 2021: Landesverdienstorden NRW

Veröffentlichungen (Auswahl) Georg-August-Universität Göttingen. Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, Staatshochbauverwaltung des Landes Niedersachsen, Georg-August-Universität Göttingen, 1993. Bibliothek Göttingen. In: Bauwelt, Nr. 15, Berlin 1994. Eckard Gerber und Partner: Neue Wege zur Architektur. Pläne, Modelle und Projekte 1984–1994. Harenberg Edition, Dortmund 1994, ISBN 3-611-00425-1. Hubertus Hast: Zukunft im Ruhrgebiet – Das Harenberg City-Center in Dortmund. Harenberg-Verlag, Dortmund 1994, ISBN 3-611-00399-9. Verlagshaus Harenberg. In: Bauwelt Sonderdruck, Nr. 29/30, Berlin 1995. Klaus-Dieter, Weiß: Eckhard Gerber Architekten. Orte der Arbeit und Kommunikation (= Architypus, 4; Skala für Architektur und Typologie). Vieweg Verlagsgesellschaft, Braunschweig/Wiesbaden 1998, ISBN 978-3-528-08126-3. Gert Kähler, Eckhard Gerber, Klemens Ortmeyer: Komplexität für eine offene Gesellschaft. Eckhard Gerber Architekten. Kreishaus Vechta. Harenberg Edition, Dortmund 1998, ISBN 3-611-00747-1. mdr Landesfunkhaus Magdeburg. In: Bauwelt Sonderdruck, Nr. 10, Berlin 1999. Müller + Busmann. build + Das Architektenportrait. Verlag Müller + Busmann, Wuppertal 2004, . Hans-Jürgen Landes, Frank R. Werner: Gerber Architekten, Messe Karlsruhe (= Opus. Band 57). Edition Axel Menges, Stuttgart/London 2005, ISBN 978-3-932565-57-1. Olaf Winkler: RWE Tower Dortmund. Gerber Architekten. Junius, Hamburg 2006, ISBN 978-3-88506-565-4. Kurt Wettengel: Stadträume, Orte, Architektur. Urban Spaces, Loci, Architecture. Gerber Architekten. Wasmuth, Tübingen/Berlin 2006, ISBN 978-3-8030-0666-0. Gerber Architekten: Projekte + Bauten 1979–2009. Gerber Architekten, Dortmund 2009. Falk Jaeger: Dortmunder U – Die Architektur. Druckverlag Kettler GmbH, Bönen/Westfalen 2010. Dortmunder U. In: Bauwelt Sonderdruck, Nr. 45.10, Berlin 2010. Gerber Architekten: Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg Schweinfurt. 2011. Haselnussstrauch und Wüstenzelt. Saudische Verhältnisse. In: Bauwelt Sonderdruck, Nr. 43.13, Berlin 2013. Frank R. Werner: Eckhard Gerber Baukunst. Bauten und Projekte 1966–2013. Jovis Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86859-265-8. Ralf Ferdinand Broekman, Olaf Winkler, Bianca Murphy (Übers.): Laborbauten von Gerber Architekten. Laboratory Buildings by Gerber Architekten. Müller + Busmann, Wuppertal 2013, ISBN 978-3-941217-06-5. Frank R. Werner: Eckard Gerber Baukunst 2 – Gerber Architekten Bauten und Projekte 2013–2016. Jovis Verlag, Berlin 2016, ISBN 978-3-86859-398-3. Andreas Broeckmann, Dieter Nellen: Dortmunder U - Zentrum für Kunst und Kreativität. Kettler, Bönen 2016, ISBN 978-3-86206-058-0. Meilensteine aus fünf Jahrzehnten. 50 Jahre Gerber Architekten. Aedes Architekturforum, Berlin 2017. Dieter Nellen, Jürgen Tietz (Hrsg.): Vom Klang der Architektur. Eckhard Gerber. Jovis Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-86859-491-1.

Weblinks Offizielle Website von Gerber Architekten Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Architekt Eckhard Gerber: „Im Mittelpunkt steht der Mensch“, 28. Dezember 2016, Deutsche Welle, Eckhard Gerber baut in Saudi-Arabien Architects, not Architecture, Eckhard Gerber am 04.04.2017 BDA, Meilensteine aus fünf Jahrzehnten – 50 Jahre Gerber Architekten WDR 5 (Westdeutscher Rundfunk) Tischgespräch. Gesprächskultur mit prominenten Zeitgenossen vom 10. Oktober 2018, 52:03 Minuten Deutschlandfunk Essay und Diskurs vom 22. September 2019: Energiezentralen und Kulturtempel. Der Architekt Eckhard Gerber im Gespräch mit Jochen Rack

Belege

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