Höttingen ist ein Gemeindeteil des Marktes Bütthard im unterfränkischen Landkreis Würzburg in Bayern. Die Gemarkung Höttingen hat eine Fläche von 4,633 km². Sie ist in 291 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 15920,60 m² haben.

Geografische Lage Das Kirchdorf Höttingen liegt im Nordosten des Büttharder Gemeindegebietes in der Nähe des Insinger Baches. Nördlich beginnt das Gebiet der Gemeinde Giebelstadt mit der Gemarkung des Gemeindeteils Allersheim. Ebenso wird der Osten vom Giebelstädter Gemeindeteil Euerhausen eingenommen. Südöstlich ist Gaurettersheim zu finden. Mit Bütthard, das sich westlich von Höttingen erhebt, ist das Dorf über die Kreisstraße WÜ 36 verbunden. Im Nordwesten liegt Gützingen.

Geschichte Der Ort wurde bereits im Mittelalter gegründet. Höttingen besaß zu diesem Zeitpunkt einen befestigten Adelssitz und war Sitz eines eigenen Ortsadels. Erstmals erwähnt wurde Höttingen im Jahr 1223. Um 1294 verkaufte man das Dorf an das Stift Neumünster in Würzburg. Bereits seit dem 14. Jahrhundert bestand in Höttingen eine Kapelle.Will, Christian: Herzliche Grüße aus den Gemeinden rund um Würzburg. S. 18. Später war der Ort Teil des Amtes Bütthard im Hochstift Würzburg. Als letzter Gemeindeteil kam Höttingen 1978 zur Gemeinde Bütthard.

Baudenkmäler

Den Mittelpunkt des Dorfes bildet noch heute die katholische Filialkirche St. Burkard und St. Bonifatius. Sie entstand um 1614 in ihrer heutigen Form als Saalkirche mit eingezogenem Chor und einem Dachreiter mit Glockendach. 1706 erweiterte man den Bau um eine klassizistische Westfassade mit den Figuren der Kirchenpatrone. Die Seitenaltäre stammen aus der Hand des Bildhauers Georg Adam Gutmann. Die Kirche gehört heute zur Pfarreiengemeinschaft Giebelstadt-Bütthard.Homepage PG Giebelstadt-Bütthard, abgerufen am 13. Dezember 2024.

Das Dorf und die Gemarkung von Höttingen werden von den vielen Bildstöcken und weiteren Kleindenkmälern geprägt. Die Objekte zeugen von der Volksfrömmigkeit der Bevölkerung in der Vergangenheit. Der älteste Stock aus dem Jahr 1720 zeigt einen Unfall mit einem Erntewagen; der Stock wurde im 19. Jahrhundert erneuert. Alle weiteren Bildstöcke des Dorfes kamen im 19. Jahrhundert in die Gemeinde. Sie gehen auf private Stifter zurück.

Literatur Christian Will: Herzliche Grüße aus den Gemeinden rund um Würzburg. Würzburg 1983.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Bütthard Kategorie:Ort im Landkreis Würzburg Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Würzburg) Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Ersterwähnung 1223 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Würzburg