The Burnt Orange Heresy ist ein Neo-Noir-Thriller von Giuseppe Capotondi, der am 7. September 2019 als Abschlussfilm der Internationalen Filmfestspiele von Venedig seine Premiere feierte und am 6. März 2020 in die US-Kinos kam.

Handlung Der Kunstkritiker und Buchautor James Figueras ist eloquent und charmant, aber finanziell stark angeschlagen. Von dem ebenso reichen wie undurchschaubaren Kunsthändler Cassidy erhofft er sich einen lukrativen Auftrag und akzeptiert eine Einladung in dessen weitläufiges Anwesen am Comer See. Auf der Reise begleitet ihn die junge und verführerische Amerikanerin Berenice Hollis, die er gerade erst kennengelernt hat.

Von seinem Gastgeber erfährt er, dass in einem Nebengebäude des Anwesens der seit langem völlig von der Öffentlichkeit zurückgezogen lebende Maler Jerome Debney wohnt. Mit einer Mischung aus Versprechungen und Erpressung verlangt Cassidy von Figueras, dass er ihm ein Debney-Bild verschafft. Als Figueras darauf eingeht, setzt sich eine verhängnisvolle Spirale in Gang.

Produktion Der Film basiert auf einem gleichnamigen Roman von Charles Willeford, der 1971 bei Crown in New York veröffentlicht wurde. In Deutschland erschien das Buch unter dem Titel Ketzerei in Orange mit dem Untertitel Die Kunst des Tötens. Regie bei dem Neo-Noir-Thriller führte Giuseppe Capotondi. Ursprünglich sollte Christopher Walken im Film den in Italien zurückgezogen lebenden Künstler spielen, der in einen mörderischen Kunstbetrug verwickelt wird. In: swp.de, 25. April 2018. Später wurde diese Rolle mit Donald Sutherland besetzt.Nick Vivarelli: 'The Burnt Orange Heresy,' With Mick Jagger and Donald Sutherland, to Close Venice. In: Variety, 22. Juli 2019. In einer weiteren Rolle ist Claes Bang zu sehen, wie im April 2018 bekannt wurde.„The Square“-Star Claes Bang in Italien-Thriller. In: Focus Online, 25. April 2018.Stewart Clarke: Claes Bang Joins Christopher Walken, Elizabeth Debicki in 'The Burnt Orange Heresy'. In: Variety, 24. April 2018. Er spielte den Kunstkritiker, der ein Bild des Künstlers entwenden soll. Weitere Rollen wurden mit Elizabeth Debicki und Donald Sutherland besetzt.

Die Dreharbeiten wurden Ende September 2018 am Comer See in Italien begonnen.Ariston Anderson: Donald Sutherland Joins 'Burnt Orange Heresy' Cast. In: The Hollywood Reporter, 27. September 2018.

Die Filmmusik komponierte Craig Armstrong.Craig Armstrong Scoring Giuseppe Capotondi’s 'The Burnt Orange Heresy'. In: filmmusicreporter.com, 22. August 2019.

Eine erste Vorstellung erfolgte am 7. September 2019 beim Internationalen Filmfestspiele von Venedig, wo The Burnt Orange Heresy als Abschlussfilm gezeigt wurde.The Burnt Orange Heresy. In: labiennale.org. Abgerufen am 8. September 2019. Ebenfalls im September 2019 erfolgte eine Vorstellung im Rahmen des Toronto International Film Festivals. Ende September, Anfang Oktober 2019 wurde er beim Zurich Film Festival gezeigt und feierte hier seine Premiere im deutschsprachigen Raum.„Joker“, „Marriage Story“, „Le Mans '66“ und weitere Highlights für das 15. ZFF bestätigt. In: outnow.ch. Abgerufen am 4. September 2019. Im Januar 2020 wurde er beim Palm Springs International Film Festival gezeigtProgrammheft des Palm Springs International Film Festivals 2020. In: psfilmfest.org. Abgerufen am 3. Januar 2020. (PDF; 331 KB), bevor er am 6. März 2020 in ausgewählte US-Kinos kam.

Rezeption Altersfreigabe und Kritiken In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.The Burnt Orange Heresy. In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 14. März 2020.

Insgesamt stieß der Film bei den Kritikern auf überwiegend positives Echo.

Auszeichnungen Alliance of Women Film Journalists Awards 2020 Nominierung für den Most Egregious Lovers’ Age Difference Award (Elizabeth Debicki und Claes Bang)Clayton Davis: Chloé Zhao and 'Nomadland' Lead Nominations From Alliance of Women Film Journalists. In: Variety, 30. Dezember 2020.

Internationale Filmfestspiele von Venedig 2019 Auszeichnung mit dem Fondazione Mimmo Rotella Award (Giuseppe Capotondi, Donald Sutherland und Mick Jagger)

Literatur Charles Willeford: The Burnt Orange Heresy. Crown, 1971. Charles Willeford: Ketzerei in Orange. Pulp Master, 2005. ISBN 978-3927734326

Weblinks

The Burnt Orange Heresy im Programm der Filmfestspiele von Venedig (englisch)

Einzelnachweise

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