mini|hochkant|Wladimir Issaakowitsch Minkin (2009) Wladimir Issaakowitsch Minkin (, * 4. März 1935 in Rostow am Don, Russische SFSR) ist ein sowjetisch-russischer Chemiker, Professor, Doktor der chemischen Wissenschaften.

Biografie Wladimir Minkin absolvierte die Chemische Fakultät der Rostower Staatlichen Universität (heute Südliche Föderale Universität, SFU) im Jahr 1957. Seit 1967 war er Professor der Abteilung für Naturstoffen und zwischen 1981 und 2012 Leiter des Forschungsinstituts für Physikalische Organische Chemie der Rostower Staatlichen Universität. Ab 2003 war er stellvertretender Vorsitzender des südlichen wissenschaftlichen Zentrums der Russischen Akademie der Wissenschaften, 2004 bis 2009 Leiter der Abteilung für Natur und hochmolekularen Verbindungen der SFU. Seit 2012 ist er wissenschaftlicher Betreuer der SFU. Darüber hinaus ist er seit 1990 korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften und seit 1994 ordentliches Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften (Institut für Allgemeine und Technische Chemie) sowie Mitglied der Royal Society of Chemistry (1994).

Seine Hauptwerke widmen sich der physikalischen, organischen und der Quantenchemie. Er studierte die Struktur und Moleküldynamik organischer und metallorganischer Verbindungen.

1974 entdeckte er (zusammen mit Lew Olechnowitsch und Jurij Shdanow) dem Phänomen der Acylotrophie - schnellen reversible Migration von Acylgruppen zwischen nukleophilen Zentren in organischen Molekülen.Минкин В. И., Олехнович Л. П., Жданов Ю. А. Явление ацилотропии. Диплом на открытие № 146, 1974 г. Государственный реестр открытий СССР, 1975. Minkin war der Begründer eines neuen wissenschaftlichen Feldes. Er entwickelte die Theorie der orbitalen Stabilisierung von "nichtklassischen" Strukturen organischer Verbindungen.Гарновский А. Д. Владимир Исаакович Минкин // Российский химический журнал. 1996. Т. XL. № 4-5. С. 196—198. Er studierte auch Tautomerie und Fotochromie von organischen Verbindungen, Stereodynamik von Koordinationsverbindungen, nicht-klassischen organischen und elementorganischen Strukturen, bistabile molekulare Systeme mit lichtgesteuerten reversible Umlagerungen.

Er ist Mitglied des Redaktionsausschusses solcher Zeitschriften wie "Advances in Heterocyclic Chemistry", "Mendeleev Communications", "Russian Chemical Reviews", "Journal of General Chemistry", "Journal of Organic Chemistry" und so weiter. Er ist Autor von 12 Monographien und mehr als 800 Artikeln in russischen und ausländischen Zeitschriften. Derzeit ist er der meistzitierte russische Wissenschaftler.Список российских учёных, имеющих свыше 1000 цитирований по ISI

Minkin ist Preisträger des Staatspreises der UdSSR (1989), 2018 erhielt er den Demidow-Preis. 2006 hielt er die Mendelejew-Vorlesung.

Einzelnachweise

Kategorie:Hochschullehrer (Südliche Föderale Universität) Kategorie:Absolvent der Südlichen Föderalen Universität Kategorie:Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Träger des Demidow-Preises Kategorie:Träger des Staatspreises der UdSSR Kategorie:Sowjetbürger Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Mann