Die Bahnstrecke Vallentigny–Vitry-le-François ist eine normalspurige, heute einspurige, nicht elektrifizierte Eisenbahnstrecke in Ostfrankreich.

Sie ermöglicht eine kurze Verbindung zwischen Vitry-le-François im Marnetal im Norden mit dem Tal der Seine im Süden. Von Vallentigny aus besteht eine Durchbindung über die Bahnstrecke Jessains–Sorcy bis Brienne-le-Château und die Bahnstrecke Troyes–Brienne-le-Château bis Troyes. Insbesondere für den nördlich von Troyes gehenden Verkehr war diese Strecke von Bedeutung. Bis 1964 wurde diese Strecke auch zu Militärzwecken genutzt.Journal Officiel de la République Française, 22. Februar 1964, Seite 1828 Diese Strecke verläuft fast ausschließlich gerade und benötigte nahezu keine Kunstbauwerke. Der Neigungsgradient ist mit bis zu 5 ‰ auch nahezu eben.

Geschichte Dieser Streckenbau ging aus dem sogenannten Frecyinet-Plan hervor, bei dem der Neubau von 181 Eisenbahnstrecken mit einer Gesamtlänge von fast 9000 km vorgesehen war.Alfred Picard: Les chemins de fer français, J. Rotschild Éditeurs, 1884, Band 3, Seite 686–687 Die Strecke firmierte dort unter Nummer 26 noch mit dem Streckenverlauf Auxerre à Vitry-le François, par ou près Saint-Florentin, Troyes et Brienne.Bulletin des lois de la République française. Paris, Juli 1879, Seite 7

1880 wurde die Strecke für öffentlich erklärt. Die Konzession erhielten die Chemins de fer de l’Est (EST), die in dieser Region schon zahlreiche Bahnstrecken betrieb. Zum 1. Juni 1885 konnte sie eröffnet werden.

Einzelnachweise

Kategorie:Bahnstrecke in Grand Est