mini|Leonhard von Eck
Leonhard von Eck (* 1480 in Kelheim, Herzogtum Niederbayern; † 17. März 1550 in München, Herzogtum Bayern) war ein bayerischer Politiker.
Leben mini|Leonhard von Eck (Kupferstich des Hans Lautensack von 1553) Aus „niederem, nichtturnierfähigen Adel“ der Eck von Kelheim stammend, studierte Leonhard ab 1489 an der Universität Ingolstadt und erwarb dort 1493 den Magistergrad. Anschließend promovierte er in Universität Bologna in Bologna. Leonhard war ein Sohn des Leonhard Huber, der 1498 mit der Hofmark Naabeck belehnt wurde. Dieser nannte sich nunmehr „von Eck“, ebenso sein Sohn und Nachfolger, der jedoch 1516 Naabeck mit allem Zubehör an die Ehrenreichs verkaufte.
Herzog Wilhelm IV. von Bayern berief Leonhard 1514 in seine Regierung. Dort war der Hofrat und engster Berater des Herzogs am bayerischen Hofe. Er prägte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts über 35 Jahre das politische, wirtschaftliche, religiös-geistige und soziale Leben Bayerns entscheidend mit. Leonhard von Eck schuf erste Ansätze von Zentralbehörden in Bayern und legte den Grundstein für die Stellung Bayerns als bedeutende katholische Macht. Er war 1524 maßgeblich am Zustandekommen eines Bündnisses katholischer Reichsstände im Regensburger Konvent beteiligt. Zudem war er Protektor der Sodalitas litteraria Angilostadensis an der Universität Ingolstadt. Der hochbegabte und ehrgeizige Staatsmann starb am 17. März 1550 und wurde in seiner Heimatstadt Kelheim beigesetzt. Hans Mielich schuf 1554 für ihn und seine Frau Felicitas von Freyberg das Eck’sche Epitaph.
Seine Büste wurde in der Ruhmeshalle in München aufgestellt.
Leonhard von Eck war einer der größten Grundbesitzer in Bayern. Seinem einzigen Sohn Oswald (Schüler von Johannes Aventinus) hinterließ er Herrschaften in Randeck (Essing), Wolfsegg und Hof (Erdweg), Geld und Gut in Fülle. Dieser verarmte allerdings schon nach wenigen Jahren. Seine Besitzungen wurden zwangsweise versteigert. 1573 starb er in Regensburg.
Literatur
Alexander Langheiter: Leonhard von Eck (Egk, Egkh). In: Jürgen Wurst, Alexander Langheiter (Hrsg.): Monachia. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München 2005, ISBN 3-88645-156-9, S. 149. Maximilian Lanzinner: Leonhard von Eck. In: Katharina Weigand (Hrsg.): Große Gestalten der bayerischen Geschichte. Herbert Utz Verlag, München 2011, ISBN 978-3-8316-0949-9.
Edelgard Metzger: Leonhard von Eck (1480–1550). Oldenbourg, München 1980, ISBN 3-486-48641-1.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Politiker (deutsche Geschichte) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1480 Kategorie:Gestorben 1550 Kategorie:Mann