mini|Medical Center der Duke University mini|Duke Chapel

Die Duke University (kurz „Duke“) ist eine Privatuniversität in Durham, North Carolina, USA. Die Universität befindet sich im sogenannten Research Triangle bestehend aus den Städten Durham, Chapel Hill und Raleigh mit mehr als 1,3 Millionen Einwohnern. Die Universität ist nach der Familie Duke benannt, die in der Tabakindustrie und in der Energiebranche tätig war (American Tobacco Company, Duke Energy). Die Wurzeln der Hochschule gehen auf das Jahr 1838 zurück, gegründet wurde die Universität aber erst 1924, ist also vergleichsweise jung. Obwohl Duke (als Universität an der Ostküste) nicht Mitglied der Ivy League ist, gehört sie dennoch zu den renommiertesten amerikanischen Universitäten. Gemäß den neuesten Ranglisten, die von Times Higher Education und dem Wall Street Journal veröffentlicht wurden, wird die Duke University als die fünftbeste Universität in den USA anerkannt.

Duke ist die südlichste der Spitzenuniversitäten an der Ostküste und wird daher in den USA auch „Harvard of the South“Yong Tang: “No one can buy their way into Duke”. People’s Daily Online, 11. Januar 2007. genannt. Duke ist mit der Evangelisch-methodistischen Kirche verbunden und gilt – abhängig vom betrachteten Fachbereich und den unterschiedlichen Rankings – als eine der zehn bis zwanzig „besten“ Universitäten der Welt.

Die Universität ist Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. Ihre Forschungsausgaben gehörten 2010 zu den fünf größten der USA.

Die Universität ist bekannt für ihren schönen Campus und den neogotischen Baustil, insbesondere Duke Chapel. Mit mehr als 212 Gebäuden auf 38 Quadratkilometern Land verfügt sie über einen der größten Campus der Welt, welcher von ihren Studenten auch „Gothic Wonderland“ genannt wird. Zum Campus gehören das Nasher Museum of Modern Art, der Duke Forest und die Sarah P. Duke Gardens, welche jedes Jahr mehr als 300.000 Besucher anziehen.

Das Terry Sanford Institute of Public Policy ist ein interdisziplinäres Institut für das Studium der Politik- und der Staatswissenschaft sowie der Public Policy. Es wurde in den frühen 1970er-Jahren von US-Senator Terry Sanford ins Leben gerufen und ist seit 1994 in einem Neubau im neugotischen Stil untergebracht. Richard Nixon war 1937 Absolvent der juristischen Fakultät von Duke.

Geschichte Die Geschichte der Universität begann als Brown’s Schoolhouse, eine Privatschule, die im Jahr 1838 in der Stadt Trinity in Randolph County gegründet wurde. Die Schule wurde betrieben von Methodisten und Quäkern, im Jahr 1851 wurde die Institution in Normal College und 1859 in Trinity College umbenannt. Die Umbenennung 1859 erfolgte vor allem aufgrund des in den vorherigen Jahren deutlich gestiegenen Einflusses der Methodistischen Kirche. 1892 wurde das Trinity College nach Durham verlegt, dies vor allem aufgrund der großzügigen Zuwendungen von Washington Duke und Julian S. Carr, beides angesehene und einflussreiche Mitglieder der Methodisten. So spendete Washington Duke im Jahr 1896 etwa 100.000 US-Dollar an das Trinity College unter der Voraussetzung, dass Frauen der Zugang zu der Bildungseinrichtung gewährt und ihnen die Gleichberechtigung mit den Männern zugestanden werde. Im Jahr 1924 wurde das Trinity College schließlich aufgrund der weiteren großzügigen Zuwendungen der Familie Duke in Duke University umbenannt. Hierdurch wurde der Universität die Möglichkeit zu einem rasanten Wachstum und einem zügigen Ausbau der universitären Infrastruktur gegeben, so wurde zwischen 1925 und 1927 der ursprüngliche Campus der Universität (der heutige East Campus) umgebaut und weitgehend mit neuen Gebäuden versehen und zwischen 1930 und 1935 erfolgte der Neubau des heutigen West Campus.

Aufbau und Gliederung mini|Seitenarm der Perkins-Hauptbibliothek mini|Blick entlang der von neogotischer Architektur geprägten Hauptachse des Westcampus mini|Der an die Hauptbibliothek angrenzende von-der-Heyden-Pavillon ist repräsentativ für die neuere Architektur auf dem Duke-Campus Die Duke University gliedert sich in zwei undergraduate und zehn graduate schools bzw. professional schools und sieben institutes genannte selbstständige Forschungseinrichtungen. Im Bereich des grundständigen Studiums deckt das Trinity College of Arts and Sciences im Wesentlichen den Bereich der Geistes-, Sozial-, Human- und Naturwissenschaften ab, während die Edmund T. Pratt Jr. School of Engineering die Bereiche Biomedizin, Materialwissenschaft, Umwelttechnik, Maschinenbau, Elektro- und Computertechnik sowie Informatik abdeckt. Die Angebote der Duke University im Bereich des Graduiertenstudiums werden durch die Graduate School, die Pratt School of Engineering, die Nicholas School of the Environment, die School of Medicine, die Duke-NUS Graduate Medical School, die School of Nursing, die Fuqua School of Business, die School of Law, die Divinity School und die Sanford School of Public Policy bereitgestellt. Des Weiteren gibt es an der Duke University sieben Forschungsinstitute, welche ebenfalls Kapazitäten für den Lehrbetrieb – vorwiegend im Bereich der graduate studies – zur Verfügung stellen. Dies sind das Duke Institute for Brain Sciences, das Nicholas Institute for Environmental Policy Solutions, das Kenan Institute for Ethics, das Institute for Genome Sciences and Policy, das Duke Global Health Institute, das John Hope Franklin Humanities Institute sowie das Social Science Research Institute.

Kooperationen und Austauschprogramme der Duke University

Austauschprogramme mit deutschen Universitäten Das Department of Political Science unterhält Austauschprogramme für Studierende unter anderem mit der Freien Universität Berlin sowie mit dem Institut für Politische Wissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Das Erlanger Austauschprogramm wird geleitet von Clemens Kauffmann und bietet jedes Akademische Jahr drei Erlanger Studenten die Möglichkeit zwei Semester an der Duke zu studieren. Auf Dozentenebene sieht das Austauschprogramm einen regelmäßigen Aufenthalt von Erlanger Dozenten an der Duke sowie für das Sommersemester den regelmäßigen Aufenthalt eines Professors der Duke in Erlangen vor. Des Weiteren unterhält die Duke ein Austauschprogramm mit der Humboldt-Universität zu Berlin, welches den gegenseitigen Austausch von jeweils zwei fortgeschrittenen Studenten vorsieht. Während dieses Programm für die „outgoing students“ der Duke lediglich einen Forschungsaufenthalt von etwa drei Monaten in Berlin vorsieht, können die Berliner Studenten ein volles Akademisches Jahr in den USA verbringen. Auf der Ebene der PhD-Studenten unterhält die Duke u. a. ein Austauschprogramm mit der Universität Potsdam, welches den Aufenthalt von bis zu vier Duke-Studenten für einen Forschungsaufenthalt von bis zu einem Jahr vorsieht. Ebenfalls gibt es eine Hochschulpartnerschaft für Master-Studenten zwischen der Universität Potsdam und der Duke University.

Austauschprogramme und Kooperationen mit Universitäten in anderen Ländern Austauschprogramme mit Universitäten in anderen Ländern unterhält die Duke etwa mit der Universität für Außenwirtschaft und Handel (UIBE) in Peking und der Pädagogischen Universität Yunnan in Kunming. Bei dieser Partnerschaft, genannt Duke Study in China, die seit 1982 besteht, handelt es sich um das älteste universitäre Austauschprogramm einer US-Universität mit einer Hochschule in China, bei welchem Studenten anrechenbare Leistungen erwerben können. Außerdem kooperiert die Duke mit der Universität Florenz, mit dem Institut d’études politiques de Paris, dem Intercollegiate Center for Classical Studies in Rom, dem New College der University of Oxford, der University of New South Wales in Sydney sowie dem University College London. Mit der University of Singapore unterhält die Duke seit dem Jahr 2000 im Rahmen der Duke-NUS Graduate Medical School Singapore ein Kooperationsabkommen mit dem Ziel, Singapur zum biomedizinischen Zentrum Südostasiens zu machen.duke-nus.edu.sg Darüber hinausgehend bestehen Partnerschaften und Kooperationen mit etwa 30 weiteren Institutionen.

Kooperationen mit US-Universitäten Kooperationen mit Institutionen in den USA unterhält die Universität unter anderem mit der New York University sowie der University of Southern California in Los Angeles.

Rankings und Finanzen mini|Das „Fitzpatrick Center“ beherbergt viele naturwissenschaftliche Institute mini|Die „Sanford School of Public Policy at Duke University“ Das aktuelle World's best universities Ranking vom August 2010 des Nachrichtenmagazins U.S. News & World Report, das wohl bedeutendste und einflussreichste Ranking im Bereich der Hochschulen,nytimes.com stuft die Duke auf Platz 14 ein, womit die Universität ihren Platz aus dem Vorjahr behaupten konnte.usnews.com

Im National University Ranking von U.S. News & World Report 2013 wird Duke auf Platz 7 geführt (gemeinsam mit MIT und UPenn), In: U.S. News & World Report, 2013., während die Medizin-, Jura- und Businessfakultät jeweils unter den besten 11 lagen. In: U.S. News & World Report, 2013. Das Department of Political Science erzielte 2013 bei U.S. News & World Report in der Gesamtwertung der politikwissenschaftlichen Institute Platz 10 der amerikanischen Universitäten und erreichte im Teilbereich „American Politics“ sogar den siebten Platz, wodurch etwa die Columbia University übertroffen wurde.grad-schools.usnews.rankingsandreviews.com Das Terry Sanford Institute of Public Policy wurde 2008 auf dem sechsten Platz des Graduate School-Rankings der US-Universitäten im Bereich „Public Policy Analysis“ eingereiht., in: U.S. News & World Report, 2013.

Das Wall Street Journal wählte Duke 2005 auf Platz 6 der besten US-Unis. Im weltweiten Ranking von Times Higher Education im Jahr 2013 lag Duke auf Platz 17.Top 400 World Universities In: Times Higher Education World University Ranking, 2013.

Im Doktoranden-Ranking von U.S. News lag Duke in den Jahren 1998 bis 2008 jeweils zwischen Platz drei und acht. Im U.S. News & World Report 2009 lag die Medizinische Fakultät auf Platz 6 und die Juristische Fakultät auf Platz 10. Die Fuqua School of Business lag im Jahr 2007 auf Platz 12 von U.S. News & World Report und im Jahr 2006 auf Platz 9 von BusinessWeek. Außerdem lag Duke im 2008er Ranking von U.S. News & World Report auf Platz 1 in Englischer Literatur, auf Platz 5 in Biologie und in Biomedizintechnik.

Die Studiengebühren an der Hochschule gehören zu den höchsten in den USA, im Jahr 2010 betrug diese USD 39.000 für College-Studenten und USD 44.000 für Studenten der juristischen Fakultät. Zum Vergleich die Gebühren an der Universität Harvard: USD 37.000 bzw. 41.500. Laut offiziellen Angaben der Duke University gab im Akademischen Jahr 2010/11 im Schnitt jeder Student USD 40.575 für Studiengebühren und Beiträge aus. Die durchschnittliche Stipendienzuwendung durch die Universität zur Finanzierung von Studiengebühren und Lebenshaltungskosten betrug in diesem Zeitraum im Schnitt pro Student USD 35.520. Wie viele andere US-Eliteuniversitäten nimmt auch Duke für sich in Anspruch, bei der Zulassung von Studenten „auf dem finanziellen Auge blind zu sein“; dies bedeutet, dass die Zulassung der Studenten im undergraduate-Bereich nach dem Bewerbungsverfahren unabhängig von ihren tatsächlichen finanziellen Möglichkeiten erfolgt und nötigenfalls alle mit dem Studium verbundenen Kosten durch die Universität getragen werden. Man spricht hierbei von einer sog. need-blind admission policy.

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