mini|Stolpersteine in Girona Die Liste der Stolpersteine in der Provinz Girona enthält die Stolpersteine in der Provinz Girona in Spanien, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt wurden. Stolpersteine erinnern an das Schicksal der Menschen, die von den Nationalsozialisten ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie liegen im Regelfall vor dem letzten selbstgewählten Wohnsitz des Opfers, in Girona jedoch gesammelt an einem zentralen Platz der Stadt.

Die ersten Verlegungen in Spanien erfolgten am 9. April 2015 in Navàs und El Palà de Torroella, in der Provinz Girona am 29. Januar 2018.La Vanguardia: Girona homenajea a los 16 deportados a campos de concentración nazis (29. Januar 2018) (Girona ehrt die 16 in Nationalsozialistische Konzentrationslager Deportierten) (katalanisch)www.pedresdegirona.com: Instal·lació de llambordes Stolpersteine en record dels gironins deportats als camps nazis (inkl. Tabelle der Deportierten mit Lebensdaten) (katalanisch) (Verlegung von Stolpersteinen als Erinnerung an die Bürger von Girona, die in die Nazi-Gebiete deportiert wurden), abgerufen am 30. Mai 2018 Die katalanische Übersetzung des Begriffes Stolpersteine lautet: pedres que fan ensopegar. Auf Spanisch werden sie piedras de la memoria (Erinnerungssteine) genannt.

Spanische Republikaner Der Spanische Bürgerkrieg ging im März 1939 mit dem Putsch gegen die Regierung Negrín in Madrid zu Ende. Bereits im Februar 1939 gab es fast 500.000 Kriegsflüchtlinge, die meisten von ihnen waren in Südfrankreich interniert. Mehr als die Hälfte von ihnen kehrte nach Spanien zurück und viele Franco-Gegner fanden Asyl in Lateinamerika. Doch rund 150.000 spanische Republikaner blieben auch nach Ende des Zweiten Weltkrieges im französischen Exil.Walther L. Bernecker, Sören Brinkmann: Kampf der Erinnerungen. Der Spanische Bürgerkrieg in Politik und Gesellschaft 1936–2006. Münster 2006, S. 184 Als Hitler-Deutschland im Mai und Juni 1940 weite Teile Frankreichs eroberte, gerieten auch die spanischen Bürgerkriegsflüchtlinge unter die deutsche Willkürherrschaft. Viele Spanier konnten untertauchen oder sich verstecken, zehntausende spanische Bürgerkriegsflüchtlinge gerieten in deutsche Gefangenschaft, ungefähr 15.000 wurden in Konzentrationslager deportiert, überwiegend nach Mauthausen und Gusen. Allein im Jahr 1941 starben 3.000 Spanier im KZ Gusen aufgrund der Zustände im Lager, der Unterernährung und der anstrengenden Zwangsarbeit. 1943 lebten von den nach Gusen deportierten, wahrscheinlich waren es ursprünglich 5.000 Spanier, nur noch 500.Mauthausen Memorial: Republikanische Spanier, abgerufen am 27. Mai 2018

Verlegte Stolpersteine Die Tabellen sind teilweise sortierbar; die Grundsortierung erfolgt alphabetisch nach dem Familiennamen.

Agullana In Agullana wurden drei Stolpersteine verlegt.

Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben 120pxHIER LEBTEILDEFONSOHERNANDEZ PICASGEBOREN 1921EXILDEPORTIERT 1944DACHAUBEFREIT Jardí de la Infància Offizielle Website der Regierung Kataloniens: El Mmorial Democràtic installa tres llambordes stolpersteine a Agullana i cinc a Palafrugell, 4. Februar 2022 120pxHIER LEBTERAMONPONT SERRAGEBOREN 1884EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 15.11.1941GUSEN Carrer Joaquim Bech de Careda, 17 120pxIN AGULLANA LEBTEPEDROTIBAUT SAGUERGEBOREN 1902EXILDEPORTIERT 1944BUCHENWALDSCHICKSAL UNBEKANNT Plaça Major, 7

Albanyà In Albanyà in der Comarca Alt Emporadà wurde ein Stolperstein verlegt. Er befindet sich im Ortsteil Lliurona.

Stolperstein Übersetzung Verlegeort Name, Leben IN LLIURONA LEBTEJOANRENART VILANOVAGEBOREN 1913EXILDEPORTIERT 1941MAUTHAUSENERMORDET 20.11.1941GUSEN Plaça majorAlbanyà (1913–1941)El Punt Avui (Barcelona): Col·locaran llambordes ‘stolpersteine’ a Albanyà i Santa Cristina, 27. März 2023, abgerufen am 25. Dezember 2023

Girona In Girona wurden 16 Stolpersteine an einer Adresse verlegt.